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Bundesliga
18.03.2019

Zubers Freude ärgert Hoffenheim

Dass Steven Zuber vor der Kurve der Hoffenheimer seinen Treffer bejubelte, ärgerte die TSG-Fans.
Foto: Sommer, dpa

Der Stuttgarter trifft gegen seine alten Mannschaftskameraden. Julian Nagelsmann findet den Jubel des Offensivmanns unangebracht

Neue Freunde hat sich Steven Zuber bei der TSG 1899 Hoffenheim mit seinem Tor nicht gemacht. Zum einen dämpfte der von der TSG an den VfB Stuttgart verliehene Schweizer durch seinen Treffer zum 1:1 die Europa-Hoffnungen der Kraichgauer in der Bundesliga. Zum anderen zog er den Unmut der Hoffenheimer Fans auf sich. Nachdem Zuber den Ball am Samstagnachmittag versenkt hatte, rannte er jubelnd in Richtung des Hoffenheimer Fanblocks. „Nicht ganz so glücklich“ fand TSG-Trainer Julian Nagelsmann diese Aktion. Das sei aber überhaupt nicht gegen die Jungs von Hoffenheim gerichtet gewesen, verteidigte sich Zuber beim TV-Sender Sky: „Ich stand einfach da.“

Das Verständnis war aber auch bei den mitgereisten Gäste-Anhängern gering. Zuber wurde mit Schmähgesängen verabschiedet, und sollte er im Sommer wie derzeit vorgesehen zurückkehren, könnte der Empfang möglicherweise interessant werden. Daran verschwendet der Schweizer Nationalspieler derzeit aber keinen Gedanken, weil er sich beim VfB so wohlfühlt. Fünf Tore hat Zuber seit seinem Wechsel zu den Stuttgartern im Winter erzielt – und damit fünf mehr als zuvor in der Hinrunde für die TSG.

„Er ist ein Top-Profi, der uns belohnt mit seinen guten Leistungen“, sagte VfB-Coach Markus Weinzierl. Diese Leistungen hatten in Hoffenheim aber nicht für einen Stammplatz gereicht. In einigen Hinrunden-Partien hatte der 27-Jährige nicht mal im Kader der TSG gestanden. Er habe auf dieser Position viel Personal, sagte Nagelsmann.

Beim VfB Stuttgart dagegen könnten sie momentan kaum glücklicher sein mit ihrem Neuzugang. Seit Zuber da ist, zählt er genauso wie die anderen beiden Neuzugänge Alexander Esswein und Ozan Kabak zum Stammpersonal der Schwaben. Alle drei sind dank ihres Einsatzes maßgeblich am langsamen Aufschwung der Schwaben beteiligt.

Und Zuber avancierte mit seinen nun fünf Toren innerhalb kürzester Zeit zum zweitbesten VfB-Torschützen in dieser Spielzeit. Nur Ex-Nationalstürmer Mario Gomez hat einen Treffer mehr. „Irgendwie ist das auch kein Zufall. Wenn ich auf den Trainingsplatz schaue, ist Steven Zuber der, der am längsten trainiert“, sagte VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. „Ich glaube, dass er ein sehr, sehr gutes Beispiel dafür ist, was man erreichen kann, wenn man an sich arbeitet.“(dpa)

Tore 0:1 Kramaric (42.), 1:1 Zuber (66.) Zuschauer 56743

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