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Champions League
09.04.2014

BVB kassiert rund 45 Millionen Euro Champions-League-Einnahmen

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kann mit den Champions-League-Millionen planen.
Foto: Bernd Thissen (dpa)

Trotz des Ausscheidens in der Champions League hat der BVB in dieser Saison prächtig verdient. Ums Geld geht es auch im jüngsten Streit zwischen Joachim Watzke und Karl Hopfner.

Schön gespielt, ausgeschieden und dennoch gut verdient. So kann man die Bilanz von Borussia Dortmund in der Champions League umschreiben. Denn trotz des verpassten Einzugs in das Halbfinale war diese Champions League-Saison für Dortmund ein äußerst lukratives Geschäft. Der BVB kann mit Einnahmen von insgesamt rund 45 Millionen Euro rechnen. Der Betrag setzt sich aus den offiziellen Prämien der Europäischen Fußball-Union (UEFA), dem Marktpool-Anteil und dem Ticketverkauf zusammen.

Künftiger Bayern-Präsident Hopfner bezichtigt Watzke der Lüge

Als Startgeld in der Gruppenphase kassierte die Borussia wie die anderen drei deutschen Clubs 8,6 Millionen Euro. Für die vier Siege in den Vorrunden-Partien zahlt die UEFA weitere 4 Millionen Euro als Prämie. Der Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse war 3,5 und die Teilnahme am Viertelfinale weitere 3,9 Millionen Euro wert.

Hinzu kommt der BVB-Anteil am deutschen Marktpool, der allerdings erst nach Saisonabschluss genau berechnet werden kann. Er dürfte jedoch mindestens 13 Millionen Euro betragen. Durch den Verkauf der Tickets in den fünf Heimspielen werden zudem etwa 12 Millionen Euro in die Dortmunder Kasse gespült.

Ums Geld geht es auch in einer anderen Angelegenheit. Der künftige hat Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund der Lüge bezichtigt. Der BVB-Geschäftsführer hatte jüngst in einem Interview behauptet, die Bayern hätten Dortmund 2004 zwei Millionen Euro geliehen und dafür acht Prozent Zinsen verlangt. "Was Herr Watzke da behauptet hat, ist die absolute Unwahrheit", sagte Hopfner der "Sport Bild" am Mittwoch. Weder habe der Rekordmeister den kolportierten Zinssatz erhalten noch habe sich Watzke wie behauptet um die Rückzahlung kümmern müssen.

Watzke: "Mutter Teresa war nicht im Spiel"

Damals war der BVB in äußersten finanziellen Nöten - im Rückblick auf das Darlehen der Bayern hatte Watzke mit Verweis auf die angebliche Verzinsung gemeint: "Mutter Teresa war da also nicht im Spiel".

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Diese Wortwahl kritisierte Hopfner, zu jener Zeit Finanzvorstand der Bayern, scharf: "Wenn Herr Watzke über Uli Hoeneß als keine "Mutter Teresa" spricht, finde ich das äußerst diskreditierend. Ich muss sogar sagen: Das ist beschämend." Die Reaktion von Watzke ließ nicht lange auf sich warten. "Ich bleibe bei meiner Kernaussage, auf die Herr Hopfner nicht eingegangen ist.

Watzke hält an seiner Kritik am FC Bayern fest

Der FC Bayern hat keinen Beitrag zur Rettung von Borussia Dortmund im Frühjahr 2005 geleistet. Wir haben dieses Darlehen, das damals wie von Zauberhand und sicher nicht von ungefähr an die Öffentlichkeit gelangte, sehr zeitnah restlos zurückgeführt", sagte der BVB-Geschäftsführer dem "Kicker" am Donnerstag.

Zwar räumte Watzke ein, dass der Zinssatz niedriger gewesen sei als in "einer spontanen Reaktion" behauptet, hält die Kritik von Hopfner aber für überzogen: "Ich kann ehrlich gesagt mit Blick auf unsere Geschichte und die Vita der handelnden Personen allerdings in keiner Weise erkennen, dass Borussia Dortmunds Verantwortliche - im Vergleich mit denen des FC Bayern München - ein Glaubwürdigkeitsdefizit aufweisen würden."

Am Samstag (18.30 Uhr) empfangen die Bayern Borussia Dortmund zum Bundesliga-Duell in München. (AZ/dpa)

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