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Das Doping-Urteil gegen Russland könnte weichgespült werden

Das Doping-Urteil gegen Russland könnte weichgespült werden
Kommentar Von Andreas Kornes
09.12.2019

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat das härteste Urteil seiner Geschichte verhängt. Wie konsequent es aber wirklich umgesetzt wird, wird sich bald zeigen.

Es ist ein Urteil, das überrascht. Bis zuletzt hatte man auf einen Winkelzug gewartet, mit dem das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Ausschluss Russlands doch noch verhindert. Das ist nicht geschehen. Selbst das russlandfreundliche IOC sah offenbar keine andere Möglichkeit mehr, als den Bann auszusprechen.

Vier Jahre darf Russland nicht an Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften teilnehmen. Doping hat den russischen Sport tief durchdrungen. Russische Politiker sehen aber lieber eine Verschwörung dubioser Mächte. Ein ebenso bekanntes wie durchschaubares Manöver.

Schon in Pyeongchang zeigte sich, wie durchlässig das Kontrollsystem ist

So hart das Urteil klingt, es könnte bald weichgespült werden. Schon die Winterspiele in Pyeongchang waren für Russland tabu – doch es gab ein Hintertürchen. Als "Olympische Athleten aus Russland" gingen 168 Russen unter neutraler Flagge an den Start. Sie hatten sich flugs von neutralen Kontroll-Laboren testen lassen. Vier Jahre zuvor hatte die russische Mannschaft 223 Athleten umfasst.

Sollte der Internationale Sportgerichtshof (Cas) das Urteil bestätigen kommt es also darauf an, wie viele Schlupflöcher es enthält. Es könnten überraschend viele sein.

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10.12.2019

Zitat:
Als "Olympische Athleten aus Russland" gingen 168 Russen unter neutraler Flagge an den Start. Sie hatten sich flugs von neutralen Kontroll-Laboren testen lassen.
Zitat Ende
Damit negieren Sie als Kommentator, dass es vielleicht auch "saubere" Athleten zwischen Smolensk und Wladiwostok gibt. Was sich übrigens durch diese Test's zumindest soweit bestätigt - wie für andere auch.
Ein sauberer Kommentar sieht für mich anders aus.
Ist zugegeben bei der Schmuddeligkeit des nationalen und internationalen Spitzensports nicht ganz einfach.

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