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Der BVB weiß: Das ganz große Kino macht man am besten selbst

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Glosse Von Florian Eisele
27.03.2019

Borussia Dortmund hat ein Filmteam damit beauftragt, eine Dokumentation über den Klub zu drehen. Das hat großes Potential und macht hoffentlich Schule.

Der Fußball ist wie gemacht für das große Kino. Der Sport hat spektakuläre Wendungen wie Bayerns Last-minute-Niederlage gegen Manchester auf Lager, hat den Luxuskörper eines Mario Gomez im Ensemble und bringt tragische Helden wie den reflektierenden, stets an sich zweifelnden Lothar Matthäus auf die Bühne. Und zum Lachen gibt’s sowieso immer etwas. Notfalls auch von Lothar.

Bei filmischen Dokumentationen taucht aus Sicht der Profi-Klubs nur ein Problem auf: Man bestimmt schon recht gerne selbst, was vom Innenleben der Mannschaft zu sehen ist. Oder, anders formuliert: Das große Kino macht man am besten selbst. So ähnlich dürften die Gedankengänge der Macher von Borussia Dortmund gewesen sein. Der BVB hat in diesen Tagen bekannt gegeben, ein Filmteam engagiert zu haben, das seit einigen Monaten "den Neustart und die Arbeit hinter den Kulissen" dokumentieren soll. Wo der Streifen laufen soll, ist noch nicht klar. Der BVB sei aber in Gesprächen mit zahllosen Streaming-Diensten.

Die BVB-Episode um Jaden Sancho heißt Million Dollar Baby

Schon jetzt hat die BVB-Saga aber das Zeug zum ganz großen Blockbuster. Die Rahmenhandlung ist sowieso der Kracher: Die jungen Dortmunder, die so stark in die Saison starten und am Ende doch auf tragische Weise an der dunklen Seite der Macht scheitern.

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Auch die vielen Nebenhandlungen versprechen Großes. Ganze Folgen lassen sich mit dem Supertalent Jadon Sancho (Episodentitel: Million Dollar Baby) ausfüllen. Auch die Alltagssorgen von Marco Reus (Taxi Driver), Trainer Lucien Favre (Im Zweifel glücklich) und Thomas Delaney (Wie ein wilder Stier) haben Potenzial.

Ein echter Profi: Leon Goretzka.
Bild: Guido Kirchner (dpa)

Beim FC Bayern gibt es Leon, den Profi und einen Mann, der rot sieht

Bleibt zu hoffen, dass Deutschlands Branchenprimus FC Bayern dem Beispiel des BVB folgt. Eine jeweils ganze Folge könnte etwa Leon Goretzka (Léon – Der Profi), Joshua Kimmich (The Boss Baby) oder Arjen Robben (Egoshooter) gewidmet sein. Wer es schafft, Präsident Uli Hoeneß über mehrere Monate zu porträtieren, hat ohnehin schon gewonnen. Der Titel der Doku über einen Mann, der seinen eigenen Weg geht, steht auch schon fest: Ein Mann sieht rot.

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