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Wintersport

22.02.2013

Deutsche Skispringer greifen nach WM-Gold

Severin Freund und seine Mannschaftskollegen gehören bei der WM zu den Medaillenkandidaten.
Bild: Jan Woitas, dpa

Im ersten Training auf der Normalschanze machte das DSV-Quartett eine gute Figur. Jetzt sollen die ersten Medaillen her.

Locker, leicht, lässig - und erfolgreich. So soll die Nordische Ski-WM für die deutschen Skispringer werden. Richard Freitag sagte bereits, er freue sich auf "eine lässige WM", Michael Neumayer erwartet "tolle Tage" und Severin Freund glaubt sogar an eine Gold-Chance. Die DSV-Adler wollen es bei der WM, die in Predazzo stattfindet, krachen lassen und träumen gleich zum Auftakt sowohl im Einzel als auch im Mix von einer Medaille. "Wir haben einiges vor. Lasst es uns angehen und genießen", gab der 34-jährige Team-Oldie Neumayer als Marschroute für die WM aus.

Im ersten Training auf der Normalschanze machte das DSV-Quartett, das durch Andreas Wank komplettiert wird, eine gute Figur. "Unser Team ist so stark wie schon lange nicht mehr. Von Platz vier bis eins ist alles möglich. Aber wir können auch im Einzel nach einer Medaille greifen", kündigte Freund an.

Severin Freund ist einer der Kandidaten auf Edelmetall

Der Bayer ist wie Freitag, der vor einer Woche die WM-Generalprobe beim Skifliegen in Oberstdorf gewann, dank seiner Top-Ten-Platzierung im Gesamt-Weltcup automatisch für die Entscheidung an diesem Samstag (17.00 Uhr/live im ZDF und auf Eurosport) qualifiziert.

Deutsche Skispringer greifen nach WM-Gold

Bundestrainer Werner Schuster traut seinem Musterschüler Freitag am ehesten den Sprung auf das Podest zu. "Er hat eine Qualität, die er in seiner Karriere noch nie hatte. Richard trainiert sehr hart und ist ehrgeizig. Er hat großes Selbstvertrauen, die erforderliche Dynamik und momentan die höchste Qualität in der Mannschaft", sagt Schuster.

Keine flotten Sprüche von Richard Freitag

Freitag weiß um seine Stärke, doch flotte Sprüche sind von dem begeisterten Motorradfahrer und Hobby-Gitarristen im Vorfeld nicht zu vernehmen. "Wir gehen es ganz ruhig an und schauen mal, wo es hinläuft", meint der Sachse. Ganz so cool, wie er sich nach Außen gibt, ist Freitag jedoch nicht. Denn vor allem bei der WM-Premiere im Mix am Sonntag (17 Uhr) winkt den Deutschen Edelmetall. "Die besten Zwei von uns und die besten Zwei von den Mädels - da sind wir gut aufgestellt. Wir wollen weit nach vorne", betont Freitag.

Neumayer sieht das genauso und hat deshalb schon mal den internen Kampf um die zwei Startplätze angefacht. "Severin und Richie sind immer heiße Kandidaten, weil sie über die gesamte Saison die Stabilsten waren. Aber kampflos gebe ich mich nicht geschlagen. Ich will beim Mix-Springen mit den jungen, hübschen Mädels dabei sein", erklärt Neumayer mit einem Augenzwinkern, "schließlich gehören wir auch dort zu den Podiumskandidaten."

Michael Neumayer heizt den internen Kampf an

Der Routinier glaubt aber auch im Einzel an seine Chance. "Von den Weiten bin ich konkurrenzfähig. Deshalb habe ich im Training fleißig die Telemark-Landung geübt, um zu zeigen, ich kann es", berichtet Neumayer. Ihm spukt noch immer Olympia 2006 im Hinterkopf herum: "Da wäre ich von den Weiten her Olympiasieger geworden. Wegen der schlechten Haltungsnoten war ich am Ende nur Achter."

Auch Freund hat noch eine Rechnung offen - von der WM 2011. "Da hatte ich auf der kleinen Schanze schon die Form, nach einer Medaille zu greifen. Aber ich war noch nicht bereit dafür", erzählt der 24-Jährige und fügt hinzu: "Jetzt bietet sich wieder eine Chance." (dpa)

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