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  3. FC Augsburg: FCA hinkt bei Sozialen Medien hinterher

FC Augsburg
08.06.2017

FCA hinkt bei Sozialen Medien hinterher

Bei Facebook folgen dem FCA derzeit 250.000 Fans, dem FC Bayern hingegen 4,2 Millionen.
Foto: dpa

Die Hochschule für Technik in Berlin hat die Social-Media-Auftritte der Bundesligisten untersucht. Meister wird auch hier der FC Bayern, während der FCA auf Rang 16 landet.

Sportlich hat der FC Augsburg in der vergangenen Saison die Klasse gehalten - wenn es nach einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin (HTW) geht, hat der Auftritt des Klubs in den Social-Media-Kanälen aber noch Luft nach oben. Die Forscher haben die digitalen Kanäle der Bundesligavereine untersucht. Das Ergebnis: Mit Meister FC Bayern und Pokalsieger Borussia Dortmund beherrschen die beiden sportlich erfolgreichsten Vereine auch bei Facebook, YouTube, e-paper, Webradio & Co die Liga. Der FCA landet hingegen auf Rang 16.

Untersucht wurden bei den 18 Teams der ersten Liga die Präsenz bei Social-Media-Kanälen ebenso wie das Angebot bei weiteren digitalen Angeboten - etwa, ob die Klubs neue Geschäftsfelder erschlossen haben und zum Beispiel Reisen, Banking oder ein Club-TV anbieten. Bei allen drei Bereichen ist der FC Bayern führend. Laut Dr. Julian Krawohl, der einer der Leiter der Studie war, sticht der FC Bayern vor allem bei seiner internationalen Ausrichtung heraus: „Die kontinuierlich vorangetriebene Internationalisierung der vergangenen Jahre zahlt sich aus.“

Die Bayern München hätten durch Testspiele und Trainingslager im asiatischen Raum in den wichtigen internationalen Märkten ihre Präsenz verstärkt. So unterhält der Rekordmeister mittlerweile Büros in New York oder China. Laut Krawohl wurde damit "beispielsweise der chinesische Markt auch digital konzentriert erschlossen". Der FC Bayern hat über 100 Millionen Follower und eine breite Präsenz in den wichtigsten sozialen Netzwerken Chinas.

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Foto: Ulrich Wagner

Was die Anzahl der Facebook-Fans angeht, hat der FC Augsburg tatsächlich noch etwas Luft nach oben: Derzeit verfolgen die deutschsprachige Seite des Bundesligisten knapp 250.000 User. Zum Vergleich: Branchenprimus FC Bayern bringt es auf 42,2 Millionen User für die deutschsprachige Facebook-Präsenz. Ausländische Märkte sind aber auch für den FCA relevant: Seit etwa einem Jahr führt der Klub nicht nur eine deutschsprachige Facebook- und Twitter-Präsenz, sondern bietet auch jeweils eine Übersetzung ins Koreanische und Japanische an. Dazu ist die FCA-Homepage seit Donnerstag auch auf Deutsch, Englisch, Japanisch und Koreanisch abrufbar.

Die Übersetzung der Inhalte übernimmt nach Auskunft der FCA-Pressestelle ein Übersetzungsbüro. Einem Sprecher zufolge ist das Interesse aus dem japanischen und koreanischen Raum vor allem auf die Spieler Takashi Usami (Japan) sowie auf Ja-Cheol Koo und Dong-Won Ji (Südkorea) zurückzuführen. Der Verein habe vor allem über die sozialen Netzwerke gemerkt, dass die Inhalte dort vermehrt abgefragt werden. FCA-Geschäftsführer Michael Ströll will damit "ganz gezielt die vielen FCA-Fans in diesen Regionen ansprechen und sie mit Informationen rund um den Klub versorgen“.

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Foto: Ulrich Wagner, Anne Wall, Florian Eisele, dpa

Dennoch belegt der FC Augsburg in der Studie der Berliner Forscher "nur" den 16. Platz. Der Grund: Im Vergleich zu anderen Klubs werden zu wenig digitale Kanäle bespielt (17) - alleine der FC Bayern ist auf doppelt so vielen Ebenen präsent. Zudem gibt es auch vergleichsweise wenig weiterführende digitale Inhalte. Zum Vergleich: Virtual Reality, also digitale Darstellung von realen Inhalten, bietet neben dem Branchenprimus Bayern München und dem VfL Wolfsburg auch der Absteiger FC Ingolstadt an und landet damit auf Rang 12. Beim FC Augsburg ist bis auf weiteres nicht geplant, weitere Geschäftsfelder zu erschließen.

Dass für den sportlichen Erfolg aber nicht unbedingt eine Spitzenposition in der Digitaltabelle nötig ist, zeigt das Beispiel RB Leipzig. Der Ostverein wurde in der abgelaufenen Saison Vizemeister, kommt in der Studie aber auf Rang 18. Die Leipziger haben etwa als einziger Verein keinen Kids Club und hatten bis Februar 2017 noch nicht mal eine moderne Smartphone-kompatible App.

Die Digitaltabelle der Hochschule für Technik und Wirtschaft im Überblick:

1 FC Bayern München
2 Borussia Dortmund
3 FC Schalke 04
4 VfL Wolfsburg
5 Borussia Mönchengladbach
6 Eintracht Frankfurt
7 1. FC Köln
8 Hertha BSC
9 Hamburger SV
10 Werder Bremen
11 Bayer Leverkusen
12 FC Ingolstadt
13 Mainz 05
13 TSG Hoffenheim
15 Darmstadt 98
16 FC Augsburg
17 SC Freiburg
18 RB Leipzig

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Die Diskussion ist geschlossen.

08.06.2017

Na das ist doch schon mal positiv zu bewerten, oder? Der FCA geht niemanden aufdringlich auf die Nerven, wenn er das nicht möchte. Website, Handy-App, Facebook, Instagram, Fan-TV und Kids-Club Gezeter sind doch völlig ausreichend!