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FC Bayern
16.03.2019

Kovac reagiert auf Lewandowski-Kritik

Der Coach sieht in den Aussagen seines Stürmers „nichts Negatives“. Er spricht jedoch Grundsatzfragen an

Köpfe frei fürs Titelduell mit dem BVB: Auch wenn den FC Bayern die Nachwehen des Champions-League-Ausscheidens gegen den FC Liverpool weiterhin aufwühlen, ist Niko Kovac darum bemüht, den Fokus auf die verbliebenen Saisonziele zu lenken. „Wir haben zwei große Ziele“, sagte Kovac mit Blick auf Bundesliga und DFB-Pokal: „Und wir sind in beiden Wettbewerben voll dabei.“

Vor dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 gab der Trainer seinen Fußball-Profis darum am Freitag frei. „Die Jungs“ sollen den K.o. in Europa „mental verarbeiten“ können und dann am Sonntag (18 Uhr, Sky) gegen Mainz „die nötigen drei Punkte einfahren“. Kovac erwartet ein packendes Finish mit Borussia Dortmund. Fraglich ist der Einsatz von David Alaba.

Die Aufarbeitung des 1:3 gegen den FC Liverpool geht parallel weiter. Die Taktik-Debatte, die speziell Torjäger Robert Lewandowski mit dem Vorwurf einer zu defensiven Spielweise ausgelöst hatte, wies Kovac dabei mit einer „Klarstellung“ zurück. „Die Herangehensweise war die gleiche wie gegen Gladbach oder Wolfsburg“, erklärte Kovac. Diese Spiele gewannen die Bayern 5:1 und 6:0. „An dem Tag hatte Liverpool einfach das bessere Gesamtpaket. Wir hatten mehr den Ball, konnten damit aber nicht so viel anfangen.“ Seine Spieler lieferten offensiv diesmal nicht. In Lewandowskis Aussagen entdeckte Kovac jedoch „nichts Negatives. Wenn Lewi das so empfunden hat, ist das okay“, sagte der Coach. Kovac sieht den Rekordmeister nach dem frühen Ausscheiden aus der Königsklasse vielmehr vor „Grundsatzfragen“. Er hinterfragt dabei die Qualität. „Was müssen wir unternehmen als Klub, um in der neuen Saison anders aufgestellt zu sein? Wir müssen uns ja nicht belügen: Man sieht, es sind vier Klubs aus England weitergekommen.“ Das komme nicht von ungefähr. „Das Geld gewinnt nicht immer“, sagte Kovac. Aber sein Trainer-Kollege Jürgen Klopp habe in Liverpool „in den letzten vier Jahren 500 Millionen Euro ausgegeben. Selbst wir als Primus der Bundesliga haben so viel nicht ausgegeben“, sagte Kovac. Konsequenz: „Diese Klubs haben Top-Ausländer in ihren Reihen.“ Bayern nicht? „Es ist reizvoller für die Topstars, nach England zu gehen als nach Deutschland“, sagte Kovac. Er sprach Summen an: 80 Millionen Euro für einen Torwart wie Liverpools Alisson oder Innenverteidiger Virgil van Dijk. Oder die 222 Millionen, die Paris Saint-Germain für Neymar ausgab. „Wir müssen uns die Grundsatzfrage stellen: Wollen wir da mitmachen? Dann müssen wir etwas verändern! Wollen wir da nicht mitmachen? Dann müssen wir damit leben, dass die anderen uns davonlaufen!“ National besteht diese Gefahr für den Bundesliga-Krösus nicht. Das Fernduell mit dem BVB, der am Samstagabend in Berlin gegen Hertha vorlegen muss, soll nach dem Champions-League-Aus als Motivation ausreichen. (dpa)

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