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Newsticker
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Fußball-Legende
22.11.2017

Lothar Matthäus: Zu 99 Prozent kein Trainer-Job

Seit sechs Jahren arbeitet Lothar Matthäus als Experte für den TV-Sender Sky.
Foto: Ulrich Wagner

Als Spieler führte der heute 56-Jährige die deutsche Mannschaft zum Weltmeistertitel. Nach der Karriere kratzte er selbst an seinem Ruf. Was er zu einem Trainer-Job sagt.

Das fängt schon mal gut an. Die Spitze der Bundesliga habe sich in den „vergangenen Wochen um 110 Prozent gedreht“, fränkelt Lothar Matthäus. Haha, lustig. Er meint Grad und davon wohl 180, aber so ist er eben, der Lothar. Immer schön drauf los, am Anfang des Satzes noch nicht wissen, wie er endet. Einfach mal schauen, was so auf dem Weg dorthin passiert. Natürlich tun sich da Parallelen zu seinem Leben abseits der Fußballplätze und Mikros auf. Fünf Ehen und vier Kinder sind nicht das Produkt eines stringent geplanten Lebensentwurfs.

Die andere Sichtweise: Matthäus ist einfach ganz bei sich selbst. Wie früher auf dem Platz. „Ich mag das nicht, wenn Spieler 20 Meter mit dem Ball laufen, dann kommt ein Gegenspieler und es wird ein Sicherheitsball gespielt. Ich mag es, wenn da durchgezogen wird.“ Auf diese Weise hat Matthäus Deutschland zum WM-Titel 1990 geführt. Er ist bis heute der einzige Weltfußballer Deutschlands. 150 Länderspiele, immer noch verehrt in Italien, wo er mit Inter Mailand die Meisterschaft gewann. Hierzulande aber ist er meist der Loddar. Der, wo immer so drollige Sachen sagt. Der sein Privatleben nur partiell im Griff hat und seine Haustür Boulevardreportern öffnet, wo andere das Schlüsselloch verdecken.

Von Matthäus' jüngstem Sohn Milan kursiert noch kein Foto

Vielleicht aber sind diese Zeiten auch vorbei. Von seinem jüngsten Sohn Milan kursierte bislang noch kein Foto. Der Bub ist dreieinhalb Jahre alt und wohl auch ein Grund, weshalb es Matthäus aufgegeben hat, sein Glück als Trainer zu suchen. Mit ihm und seiner Frau Anastasia wohnt er in Budapest. Er hat mal als Nationaltrainer Ungarns gewirkt. Das liegt zwar auch schon wieder zwölf Jahre zurück, aber die Stadt an der Donau ist sein Lebensmittelpunkt geblieben. „Ich kann die Zeit mit meinem Sohn nutzen. Das macht mir viel Spaß“, sagt Matthäus während der Medienrunde, zu der Sky geladen hatte. Der 56-Jährige ist seit fünf Jahren für den Sender als Experte tätig. „Ich bin auch dort jede Woche präsent. Das ist ein wunderschöner Job. Ich habe weniger Druck als ich es als Trainer hätte und habe mehr Freizeit.“

Mit dem Trainerjob scheint Matthäus abgeschlossen zu haben

Einen Job als Coach möchte er zwar nicht komplett ausschließen, aber „zu 99 Prozent“. Man solle niemals nie sagen, was ja auch das Comeback von Jupp Heynckes zeige, aber so wirklich zieht es Matthäus nicht mehr auf die Bank. So, wie er sein Leben derzeit führe, gehe es ihm „grundsätzlich sehr gut“. Das unterscheidet ihn möglicherweise vom anderen Aushängeschild des deutschen Sports aus den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

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Matthäus und Boris Becker waren etwa zeitgleich die einzigen männlichen Weltstars aus Deutschland. Becker feiert am Mittwoch seinen 50. Geburtstag. Er wohnt in London. „Wir haben in Deutschland nicht den Seelenfrieden gefunden, von dem wir als Spieler noch gedacht hatten, wir würden ihn hier finden“, begründet Matthäus und zählt auf: Außer ihnen beiden verlegten ja auch noch Steffi Graf, Michael Schumacher und Franz Beckenbauer ihren Wohnsitz ins Ausland. Im Einzelfall haben möglicherweise steuerliche Ersparnisse diese Entscheidungen beeinflusst. Aber „vielleicht geht man in anderen Ländern auch anders um mit Leuten, die für ihr Heimatland sehr viel gemacht haben“. Er streut diese Sätze ein, bevor er sich zum Videobeweis äußert (prinzipiell gut, Handhabung mau) und nachdem er die Gründe für die Dortmunder Krise („zu wenig Leader“) benannt hat. Journalisten fragen, Matthäus antwortet. So, dass es jeder versteht. Die Akademisierung des Fußballs ist ihm zuwider.

„Erfahrung kannst du nicht am Computer lernen“

Anders als im Privaten ist er ein Freund fester Strukturen. Keine unzähligen Positions- und Systemwechsel, wie er sie bei Pep Guardiola gerne bekrittelt. Lieber schon das Heynckes-Gerüst. Spieler haben dort zu spielen, wo sie am besten sind und nicht permanent zu rochieren. Das sei ja auch das Geheimnis des jetzigen Bayern-Trainers. „Erfahrung kannst du nicht am Computer lernen“, fasst es der Rekordnationalspieler zusammen. Matthäus hat genug Erfahrung gesammelt. Vielleicht hat er sich dadurch auch verändert. Wenn auch keine 110 Prozent.

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Die Diskussion ist geschlossen.

22.11.2017

Der Loddar hat nicht annähernd das Geld wie Boris verdient, aber auch nicht wenig, aber es reicht ihm um damit ein gutes Leben zu führen, daran sollte sich der Boris ein Beispiel nehmen, anstatt rumzujammern.