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Italien
30.06.2015

Staatsanwalt fordert nach Wettskandal Prozess gegen Nationalcoach

Nationaltrainer Antonio Conte droht ein Gerichtsprozess. Es geht um Sportbetrug in den Jahren 2010 und 2011.
Foto:  Wassil Donew (dpa)

Antonio Conte soll Spielmanipulationen beim AC Siena verschwiegen haben. Nun will die Staatsanwaltschaft gegen Italiens Teamchef ermitteln. Sogar seine EM-Teilnahme ist in Gefahr.

Der italienischen Fußball-Nationaltrainer Antonio Conte muss sich im Wettskandal möglicherweise vor Gericht verantworten. Der Staatsanwalt von Cremona werde einen Prozess wegen Sportbetrugs gegen den 45-Jährigen beantragen, meldete der "Corriere dello Sport" am Dienstag.

Gegen Conte war bereits seit einiger Zeit wegen einer möglichen Verwicklung in den Skandal ermittelt worden. Es geht um mehrere Partien in seiner Zeit als Trainer beim AC Siena von 2010 bis 2011, bei denen Conte Manipulationen nicht gemeldet haben soll.

Conte braucht Klarheit vor der EM 2016

Nach Angaben der "Corriere dello Sport" soll der Staatsanwalt seine Entscheidung in den kommenden Tagen offiziell bekanntgeben. Conte hatte auch mit Blick auf die mögliche Teilnahme an der EM 2016 mit der italienischen Nationalelf auf eine Einstellung der Ermittlungen gehofft. Nun könnte er einen verkürzten Prozess beantragen, um die Vorwürfe gegen ihn noch vor Beginn des Turniers in Frankreich zu klären.

Der frühere Trainer von Meister Juventus Turin war bereits vor einigen Jahren wegen Ergebnisabsprachen für mehrere Monate gesperrt worden. Er hatte die Vorwürfe jedoch stets bestritten. Neben Conte könnten zahlreiche weitere ehemalige und aktuelle Profis, Trainer und Verantwortliche wegen des Skandals vor Gericht gestellt. dpa

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