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Eishockey

29.03.2018

Kaufbeuren zieht ins Halbfinale ein: Der Dank geht an Torwart Vajs

Bei Eishockey-Zweitligist ESV Kaufbeuren gehört Torwart Stefan Vajs (links) zweifellos zu den prägendsten Gesichtern des Aufschwungs.
Bild: Mathias Wild

Der Schlussmann hat großen Anteil am erneuten Halbfinal-Einzug des ESV Kaufbeuren. Bei den Fans genießt der 29-Jährige ohnehin bereits Legendenstatus.

Erfolg hat viele Gesichter. Bei Eishockey-Zweitligist ESV Kaufbeuren, der zum zweiten Mal hintereinander im Play-off-Halbfinale steht, gehört Torwart Stefan Vajs zweifellos zu den prägendsten Gesichtern des Aufschwungs.

Der 29-Jährige zählt bei den Allgäuern zu den Leistungsträgern. In der Hauptrunde sammelte Vajs acht Shut-outs (Zu-null-Spiele). Damit hat er auch maßgeblichen Anteil daran, dass der ESV Kaufbeuren nach 52 Hauptrundenspielen die beste Defensive stellte. In den Viertelfinalspielen gegen Bad Nauheim blieb er zwei Mal ohne Gegentreffer und wies in den fünf Duellen gegen die Hessen eine Fangquote von 96 Prozent auf. „Unglaublich, wie er uns immer wieder im Spiel gehalten hat“, sagt Kaufbeurens Trainer Andreas Brockmann über seine Nummer eins. Immer wieder glänzt Vajs in den entscheidenden Spielen, speziell in den Eins-gegen-eins-Situationen bleibt der gebürtige Bonner oft Sieger.

Auf ihn wird es auch im Play-off-Halbfinale gegen den SC Riessersee ankommen. Am Donnerstag (20 Uhr) steht die erste Partie in Garmisch an, das erste Heimspiel steigt am Karsamstag in Kaufbeuren. „Wir freuen uns riesig, dass wir im Halbfinale stehen“, sagt Vajs. Dass es dort zu einem Derby kommt, spielt für Vajs erst mal keine Rolle. Wichtiger seien für ihn und seine Mitspieler die freien Tage gewesen.

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Vajs: "Wir gehen ausgeruht in die Serie"

Riessersee hingegen machte den Halbfinaleinzug erst am Dienstagabend in der entscheidenden Partie gegen Crimmitschau (5:2) klar. „Wir gehen ausgeruht in die Serie“, sagt der 29-Jährige. Vajs’ gute Vorstellungen blieben schon vergangene Saison nicht unbemerkt. Er wurde in der Spielzeit 2016/2017 nicht nur als bester Torhüter, sondern auch als bester Spieler der DEL2 ausgezeichnet. Den Titel des besten Torhüters verteidigte Vajs auch in dieser Saison.

Bei den Kaufbeurer Fans ist der 1,84 Meter große Modellathlet äußerst beliebt und genießt schon jetzt den Status einer Legende. Von ihnen bekam Vajs auch den Spitznamen „Der Hexer“ verpasst. Inzwischen ist Vajs seit fast acht Jahren im Ostallgäu. Auch seine Kinder Leon, Timo und Nino spielen Eishockey in den Nachwuchsmannschaften des ESV Kaufbeuren.

Vor einem Monat gab der Zweitligist im Rahmen des Fanstammtisches die Verlängerung seines Vertrages bekannt. Der eigentlich noch bis 2020 laufende Kontrakt wurde vorzeitig bis Ende der Spielzeit 2021/2022 verlängert. „Stefan ist für uns unglaublich wichtig“, erklärt ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl. „Durch sein unaufgeregtes und stoisches Spiel strahlt er eine enorme Ruhe und Verlässlichkeit auf seine Vorderleute aus.“

Auch bei den Fans sorgte diese Nachricht für großen Jubel. „Meine Familie und ich fühlen uns im Allgäu und beim ESVK sehr wohl. Wir haben in Kaufbeuren ein tolles Umfeld und wissen das auch sehr zu schätzen“, sagt Vajs zu seiner Vertragsverlängerung.

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