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Pfiffe und Laserpointer: Englands Fans sind nicht titelreif

Kommentar Von Florian Eisele
08.07.2021

Einige Fans der englischen Nationalmannschaft sorgen bei der EM für Misstöne. Die Uefa hat deswegen nun ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Rein sportlich gesehen ist die englische Nationalmannschaft gerade dabei, ein Fußball-Märchen zu schreiben: 55 Jahre nach dem letzten und bisher einzigen Titel könnten die Jahre des Schmerzes mit einem Sieg gegen Italien ein Ende haben. In diese Euphorie mischen sich aber gerade einige Misstöne.

Denn das Verhalten von einigen Teilen des englischen Publikums ist unter dem Sammelbegriff "unsportlich" noch zurückhaltend beschrieben. Das geht schon in den Minuten vor dem Spielbeginn im Wembley-Stadion los: Bei nahezu allen Hymnen des Gegners waren Pfiffe und Buhrufe zu hören gewesen. Dass ein Zuschauer offenbar versucht hat, mit einem Laserpointer den dänischen Torwart Kasper Schmeichel vor der Ausführung des Elfmeters zu blenden, ist ebenfalls kein Fall für die Fair-Play-Medaille.

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Ein TV-Kommentator schimpfte: "inakzeptabel und lächerlich"

Der TV-Kommentator Mark Pougatch des britischen Senders ITV verwies nach dem Spiel auf den Vorfall, der zunächst unbemerkt geblieben war. "Das ist völlig inakzeptabel und lächerlich", schimpfte Pougatch, "wer auch immer das war, ist ein Idiot." Wer den Laserpointer benutzt hat, war zunächst nicht bekannt. Ob Schmeichel überhaupt etwas von der versuchten Störung bemerkte, war ebenfalls unklar. Der Keeper, der in der Premier League für Leicester City spielt, parierte den Strafstoß von Kane, konnte den Nachschuss allerdings nicht halten.

Ein Ruhmesblatt ist jedenfalls auch der Vorfall mit dem Laserpointer nicht. Das sieht auch die Uefa so, die wegen mehrerer Vorfälle nun ein Disziplinarverfahren gegen den englischen Verband eingeleitet hat. Das ist folgerichtig - und umso trauriger, weil es noch nicht so lange her ist, dass das englische Publikum sinnbildlich für den Fairplay-Gedanken stand.

Die englische Mannschaft mag das Zeug haben, sich zum besten Teams des Turniers zu küren – viele Fans im Stadion sind jedoch alles andere als titelreif.

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