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Biathlon

12.02.2018

Laura Dahlmeier holt zweites Olympia-Gold

Laura Dahlmeier siegte auch in der Verfolgung.
Bild: Andrew Medichini/AP, dpa

Laura Dahlmeier hat es wieder getan. Auch im zweiten Rennen bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang holte die 24-Jährige Gold. In der Verfolgung war sie nicht zu schlagen.

Ihren überlegenen zweiten Olympiasieg feierte Biathlon-Königin Laura Dahlmeier bereits auf der Zielgeraden jubelnd mit der Deutschland-Fahne in der Hand. Zwei Tage nach ihrem Premieren-Gold im Sprint triumphierte die 24-Jährige auch in der Verfolgung und schrieb trotz eines Schießfehlers ein weiteres Stück Biathlon-Geschichte. Die Garmisch-Partenkirchnerin ist die erste Skijägerin überhaupt, die bei Olympia sowohl Sprint als auch Verfolgung gewinnen konnte. Zudem ist sie nach Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner erst die zweite deutsche Biathletin, die zweimal Einzel-Gold bei denselben Winterspielen holte.

Nichts scheint nach dem Erfolg der siebenmaligen Weltmeisterin vor der Slowakin Anastasiya Kuzmina (4 Fehler) und Anais Bescond (1) aus Frankreich mehr unmöglich - selbst der noch nie dagewesene Olympia-Triumph mit sechsmal Gold in sechs Rennen. Oder zumindest viermal Gold in allen Einzelrennen. Analysten aus den USA hatten vor den Spielen sechs Triumphe für Dahlmeier prognostiziert.

Dahlmeier wirkt locker und befreit, ihren Kindheitstraum vom Olympiasieg hatte sie sich gleich am Samstag erfüllt. Die aktuelle Situation ähnelt der im vergangenen Jahr, als sie sechs Medaillen bei der WM in Hochfilzen holte.

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Bisher erfolgreichster deutscher Skijäger bei einem Olympia-Event ist Michael Greis, der bei den Winterspielen 2006 in Turin dreimal Gold holte - im Einzel, Massenstart und der Staffel. Legende Ole Einar Björndalen aus Norwegen holte als bisher Einziger 2002 in Salt Lake City viermal Gold - in den damals nur drei Einzelrennen und der Staffel.

Gold bei Olympia: Laura Dahlmeier bewies starke Nerven

Dahlmeier dominierte das Rennen bei eisigen Temperaturen von zehn Grad unter Null zunächst von der Spitze weg. Mit 24 Sekunden Vorsprung auf die Norwegerin Marte Olsbu war sie auf die Strecke gegangen, doch im zweiten Schießen leistete sich Deutschlands Sportlerin des Jahres den ersten Fehler. Das Polster auf die nahende Slowakin Anastasiya Kuzmina schmolz anschließend auf nur noch neun Sekunden, ehe die zweimalige Sprint-Olympiasiegerin vor dem dritten Schießen vorbeizog.

Doch Dahlmeier zeigte bei starkem Wind erneut ihre Nervenstärke und entschied das Rennen im dritten Schießen. Während die Bayerin fehlerfrei blieb, musste Kuzmina zweimal in die Strafrunde. Im letzten Stehendschießen blieb sie ebenfalls ohne Fehler.

Schon vor einem Jahr bei der WM in Hochfilzen hatte Dahlmeier mit 23 Jahren fast spielerisch Rekorde aufgestellt, die wohl sehr lange Bestand haben werden. Mit fünfmal Gold und einmal Silber holte sie bei der WM in Hochfilzen in allen sechs Rennen eine Medaille. Fünf WM-Titel bei einem Event oder elf WM-Medaillen in Serie holte noch niemand im Biathlon-Zirkus. Bei Großereignissen gewann sie in 13 Rennen am Stück eine Medaille. Auch das ist bislang unerreicht.

Ihren zweiten Gold-Coup feierte Dahlmeier mit ihren Eltern. Susi und Andreas Dahlmeier waren nach dem Sprint-Erfolg ihrer Tochter in das Flugzeug nach Südkorea gestiegen und pünktlich angekommen. "Es ist immer schön, wenn man bekannte Gesichter an der Strecke hat und das familiäre Umfeld da ist", hatte Dahlmeier nach dem Sprint gesagt. (dpa)

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