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08.12.2019

Laura Dahlmeier will als TV-Expertin nicht auf Mundart verzichten

Biathlon-Star Laura Dahlmeier hat überraschend die sportliche Karriere beendet - jetzt startet ihre Karriere als Kommentatorin.
Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

Exklusiv Biathlon-Doppel-Olymipasiegerin Laura Dahlmeier hofft, dass der Originalton Süd beim ZDF erwünscht ist. Sie wird den Biathlon-Weltcup mitkommentieren.

Bei ihrer neuen Karriere als TV-Expertin will Biathlon-Doppel-Olymipasiegerin Laura Dahlmeier nicht künstlich auf ihren bayerischen Dialekt im Fernsehen verzichten. Sie hoffe, dass ihr Originalton Süd aus Garmisch-Partenkirchen beim ZDF erwünscht sei, wenn sie den Biathlon-Weltcup in Le Grand Bornand kurz vor Weihnachten mitkommentiert, sagte die 26-Jährige der unserer Redaktion. "A bisserl Mundart ist hoffentlich erlaubt", erklärte Dahlmeier, die im Mai überraschend ihre Biathlon-Karriere beendet hatte.  "Wenn es ein Tabu gewesen wäre, dann hätten sie wohl kaum bei mir angefragt", fügte sie hinzu. Allerdings will die siebenfache Weltmeisterin dennoch auf ihre Verständlichkeit achten: "Ich möchte nicht Auskünfte geben, die dann nur fünf Prozent der Zuschauer verstehen."

Laura Dahlmeier ist mit ihrem Studium ziemlich ausgelastet

Derzeit ist die erfolgreiche Wintersportlerin mit ihrem frisch begonnene Studium in München ziemlich ausgelastet: "Mein Hirnkastl rattert, weil es sehr theoretisch und wissenschaftlich ist", sagte sie. "Ich studiere Sportwissenschaft an der Technischen Universität." Es mache ihr Spaß, sei aber sehr anstrengend. "Es fällt mir nicht immer leicht und ich muss erst in das Thema reinkommen, aber ich denke, dass es den meisten Studenten so ergeht", betonte sie. "Ich denke, dass ich ganz gut bin, mich selbst zu organisieren, das bin ich vom Biathlon gewohnt. Aber das Lernen an sich ist eine Herausforderung."

Dahlmeier sieht die Folgen des Klimawandels beim Bergesteigen

Privat macht der jungen Sportlerin der Klimawandel am meiste Sorgen: "Ich merke schon die Veränderung, zum Beispiel beim Bergsteigen", sagte sie. "Es gibt viele historische Routen, die man aktuell nicht mehr machen kann, weil sie wegen krassen Felsstürzen nicht mehr existieren. Manchmal sind die Berge einfach nicht mehr da. Manchmal ist es so gefährlich, dass die Zustiege gesperrt sind, weil es wegen Steinschlags zu gefährlich ist." Auch die Verhältnisse an den großen Nordwänden würden Jahr für Jahr schlechter. "Da merkt man die Erderwärmung. Aber auch bei Gletscherüberquerungen sieht man, dass da hunderte von Metern Eis im Vergleich zu früher fehlen. Das sind brutale Dimensionen." (AZ)

Laura Dahlmeier will als TV-Expertin nicht auf Mundart verzichten

Das ganze Interview lesen Sie hier: Laura Dahlmeier nach Karriereende: "Ich fühle mich freier"

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