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Leichtathletik WM
21.08.2015

Die zehn deutschen Medaillenhoffnungen bei der Leichtathletik-WM

Raphael Holzdeppe ist in Peking Titelverteidiger im Stabhochsprung und eine der wenigen deutschen Medaillenhoffnungen.
Foto: Daniel Karmann (dpa)

Das deutsche Team tritt mit überschaubaren Medaillenhoffnungen bei der Leichtathletik-WM 2015 in Peking an. Zehn Athleten haben aber die Chance, um Edelmetall zu kämpfen.

Am Samstag beginnen die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking. Das sind die deutschen Medaillenhoffnungen bei der WM 2015.

Betty Heidler - Hammerwurf: Die Frau mit dem Stahlhammer hat schon WM-Gold in ihrer Sammlung, auch den Weltrekord hielt sie gut drei Jahre lang. 2007 wurde die gebürtige Berlinerin, 31, in Osaka Weltmeisterin, 2012 Olympia-Dritte. Glückt ihr mit 31 in Peking erneut ein WM-Coup? Viermal hat der Schützling von Trainer Michael Deyhle schon über 75 Meter geworfen, damit ist sie in dieser Saison die Nummer zwei hinter Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk (78,28). Bei der Team-EM in Tscheboksary musste sie sich als Kapitän der deutschen Mannschaft nur der Polin geschlagen geben. Glückt nun am 27. August die Revanche im „Vogelnest“?

David Storl - Kugelstoßen: Mr. Zuverlässig, 25, will das dritte WM-Gold in Serie holen. Der Olympia-Zweite ist seit Mai in Top-Form – trotz Knieproblemen: Am 9. Juli wuchtete er die Kugel in Lausanne erstmals über 22 Meter. In Peking wird der Schützling von Trainer Sven Lang vom US-Trio um den Weltjahres-Besten Joe Kovacs, Christian Cantwell und Ryan Whiting herausgefordert.

Christina Obergföll - Speerwurf: Die Weltmeisterin von Moskau will wieder die „Speerspitze“ der deutschen Leichtathleten werden. Nach 623 Tagen Babypause gab sie, 33, Mitte Mai in Shanghai ihr Comeback, in Eugene feierte sie ihren ersten Sieg mit 63,07 Metern.

Holzdeppe will WM-Coup wiederholen

Raphael Holzdeppe - Stabhochsprung: Der Moskau-Weltmeister, 25, kommt in Schwung. Vor kurzem schaffte er 5,94 Meter, seine persönliche Bestleistung. Bei den deutschen Meisterschaften scheiterte er nur knapp am deutschen Rekord von 6,02 Meter. Dass selbst Überflieger Renaud Lavillenie (Frankreich) nicht unschlagbar ist, hat er 2013 in Moskau bewiesen.

Silke Spiegelburg - Stabhochsprung: Spiegelburg will den Ruf der „ewigen Vierten“ ablegen. 2014 musste sie am Fuß operiert werden. In diesem Jahr meisterte die 29-Jährige schon 4,75 Meter. Im Juni glänzte sie mit einem Sieg bei der Team-EM.

Christina Schwanitz - Kugelstoßen :Gutes Omen: Im Pekinger Olympiastadion stieß Schwanitz, 29, im Mai so weit wie noch nie. Die 20,77 Meter sind Jahresweltbestleistung. Dabei musste die Europameisterin nach einer Knie-OP auf die Hallensaison verzichten.

Michael Schrader - Zehnkampf: Nach dem Sieg bei der WM-Qualifikation in Ratingen war Schrader, 28, optimistisch. In Peking will er wieder aufs Podest, vor zwei Jahren erkämpfte er in Moskau schon Silber – mit persönlicher Bestleistung von 8670 Punkten.

Folgt Christoph Harting seinem Bruder

Kai Kazmirek - Zehnkampf: Ein Absturz im Stabhochsprung kostete Deutschlands großes Zehnkampf-Talent, 24, 2014 in Zürich trotz Halbzeit-Führung die ersehnte EM-Medaille. Der Absturz ist nun vergessen, der jüngste Sieg mit einer persönlichen Bestleistung von 8471 Punkten in Götzis gibt Kazmirek mächtig Auftrieb.

Carolin Schäfer - Siebenkampf: In Götzis gelang ihr der Durchbruch: 6547 Punkte, die junge Siebenkämpferin, 23, klopft an die Tür zur Weltspitze. Nur die WM-Zweite Brianne Theisen-Eaton aus Kanada ist in dieser Saison schon besser gewesen. Doch in Götzis flossen Ende Mai auch Tränen: Drei Monate zuvor bei einem Unfall verlor Schäfer ihren Lebensgefährten, Volleyballer Dennis Hefter.

Christoph Harting - Diskuswurf: Der „kleine Harting“, 25, ist in diesem Jahr groß rausgekommen. Die Steigerung um knapp drei Meter ist enorm, nach zwei Jahresweltbestleistungen im Mai in Wiesbaden (67,53 Meter) und Halle (67,93) horchte die Szene auf.  dpa

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