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Amateurfußball

09.07.2020

Ligapokal und Liga: So können Schwabens Kicker planen

Im September soll der Ball in den schwäbischen Amateurligen wieder rollen.
Bild: Peter Kleist

Nach der Corona-Pause soll es in im September in den schwäbischen Spielklassen wieder losgehen. Allerdings nicht überall mit Liga-Partien.

Seit Mitte März ruht der Spielbetrieb. Tausende von Fußballspielen in den schwäbischen Amateurligen sind seitdem im Erwachsenen- und Jugendbereich ausgefallen. Zwar wurden die Corona-Beschränkungen mittlerweile gelockert, seit dieser Woche darf wieder mit Körperkontakt trainiert werden, Punktspiele wird es in Bayern allerdings nicht vor September geben.

Die Hoffnung, dass ab dem 1. September die bei den Erwachsenen unterbrochene Saison wieder fortgesetzt oder die neue Juniorenrunde gestartet werden kann, sind groß. "Wir planen auf jeden Fall mehrgleisig", verrät Schwabens Bezirksspielleiter Rainer Zeiser – und der Bubesheimer hat die von ihm betreuten Vereine der Bezirksligen in den vergangen Tagen in Videokonferenzen ausführlich über das weitere Vorgehen informiert. Wobei Zeiser auch klarstellt, "dass die Vorschläge nicht allein von mir stammen und keinesfalls allein für Schwaben gelten. Es wird mit kleinen Abweichungen im ganzen Gebiet des Bayerischen Fußball-Verbandes ähnlich ablaufen."

Amateurfußball: So soll der Liga-Pokal ablaufen

Wichtigste Voraussetzung ist allerdings immer die politische Entscheidung, dass der Fußball wieder im Ligaalltag rollen darf. Liegt das Okay vor, starten die schwäbischen Spielklassen von der Bezirksliga abwärts mit dem für diese außergewöhnliche Saison neu eingeführten Ligapokal. Die Teilnahme daran ist freiwillig. Dabei werden immer vier gleichklassige Mannschaften in Vorrundengruppen eingeteilt, sodass jedem Verein drei Heimspiele garantiert werden.

Ähnlich funktioniert die Zwischenrunde. Die soll im Bezirk bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Dann planen Zeiser & Co. noch normale Ligaspieltage bis einschließlich 13. November, eine Woche später sollen ausgefallene Partien nachgeholt werden. Abgeschlossen werden die Saison und der Ligapokal dann im Frühjahr 2021. Ob zwischendurch in der Halle gespielt werden kann, hängt von der Entwicklung der Pandemie und den politischen Konsequenzen ab. Die Planungen für die Halle hat Zeiser schon mal vorgenommen, wohlwissend, dass sich diese ganz schnell als überflüssig erweisen können.

Ab der Landesliga schaut die Planung anders aus

"Die Liga hat absoluten Vorrang, der Ligapokal kann notfalls abgebrochen und die Halle ersatzlos gestrichen werden", verrät Zeiser, der andererseits den Pokalwettbewerb als durchaus interessant bewertet und verweist beispielsweise auf die Kreisligen. Davon gibt es sechs in Schwaben, jeweils zwei in den Fußballkreisen Donau, Augsburg und Allgäu – und in jedem Kreis wird ein zusätzlicher Aufstiegsplatz in die Bezirksliga ausgespielt. Der Ligapokalsieger darf grundsätzlich eine Klasse hoch oder steigt eben nicht ab, falls er die reguläre Saison im Tabellenkeller beendet. Außerdem verschafft der Modus den Spielgruppenleitern zusätzliche Luft für den Fall, dass eine erneute Corona-Pause verordnet wird. "Dann absolvieren wir den Wettbewerb ohne Rückspiel oder brechen ihn ab", so Zeiser, "und spielen die Ligen mit den normalen Auf- und Absteigern zu Ende."

Während von der Bezirksliga abwärts ab September erst einmal Ligapokalspiele angedacht sind, schaut es in den höheren Amateurligen etwas anders aus. "In der Landesliga beginnen wir nach jetzigem Stand am 5./6. September mit Nachholspielen und eine Woche später mit einem regulären Spieltag", verrät der Dillinger Stefan Schneider, der für die Gruppe Südwest verantwortlich ist. Fünf komplette Spieltage sollen vor der Winterpause noch über die Bühne gehen, ab Oktober ist dann der Ligapokal an der Reihe. Vorausgesetzt, die Vereinsvertreter teilen diese Meinung mehrheitlich, eine entsprechende Umfrage läuft zurzeit. Genauso wie in Bayern- und Regionalliga. Die Tendenz in seiner Landesliga Südwest sei im Vorfeld jedenfalls klar in Richtung Re-Start mit Punktspielen, so Schneider.

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