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Rekordweltmeisterin

27.03.2020

Magdalena Neuner kämpft gegen Corona-Langweile ihrer Kinder

Ebenfalls im Homeoffice: TV-Experten und Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner.
Bild: Matthias Balk/dpa

Exklusiv Auch (ehemalige) Spitzensportler trifft die Corona-Krise. Magdalena Neuner äußert im Homeoffice auch Kritik an IOC-Präsident Bach.

Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner zögert während der Ausgangsbeschränkungen in der Coronavirus-Krise als Mutter zweier kleiner Kinder den Tagesbeginn bewusst in die Länge. Sie schlafe mit ihrer Familie bewusst aus, damit die Zeit zuhause schneller vergehe, verriet  die 33-Jährige unserer Redaktion. „Dann wird gemütlich gefrühstückt, im Schlafanzug. Möglichst ausgiebig, damit der Tag danach nicht ganz so lang wird“, berichtete die TV-Expertin, die wie viele andere derzeit im Homeoffice arbeitet.  

Sie persönlich verspüre allerdings keinerlei Langeweile durch die erzwungene Situation: „Ganz im Gegenteil, ich fühle mich eigentlich eher gestresst“, betonte sie. „Aber das wird sicherlich allen so gehen, die Kinder haben und trotzdem Homeoffice und Haushalt machen müssen.“ Sie bewege sich ständig in einem Spagat zwischen Telefonieren, Haushalt und Kindern. „Das ist schon megaanstrengend – für alle Beteiligten. Den Kindern ist ja auch irgendwie langweilig, denen fehlen ihre Freunde.“ Sie versuche ihrer dreijährigem Sohn und ihrer fünfjährigen Tochter zu beschäftigen: . „Ein guter Tipp ist momentan Ostereier basteln oder bemalen“, sagte Neuner. „Wir haben das Glück, dass wir in den Garten raus können. Das hilft ungemein.“

Doppel-Olympia-Siegerin Neuner kritisiert IOC-Präsident Bach wegen Zaudern in Corona-Krise

Persönlich sehr geärgert hat sich die Doppel-Olympia-Siegerin über die lange Hängepartie über die Verschiebung der olympischen Sommerspiele und die Rolle von IOC-Präsident Thomas Bach: „Das Verhalten von Herrn Bach fand ich unmöglich“, betonte Neuner. „Es hat sich genau das widergespiegelt, was ich selbst auch schon erlebt habe: Es geht bei Olympia eben nicht nur um die Sportler. Es geht um sehr viele andere Dinge.“

Bachs Verhalten habe sie dabei besonders empört: „Es hat schon ziemlich in mir gebrodelt, weil ich mich gefragt habe, wie er das so durchziehen kann“, sagte Neuner. „Die ganze Welt kämpft gegen dieses Virus und der will Olympische Spiele machen“, kritisierte sie. „Die Sportler hingen komplett in der Luft, denn es war in keinster Weise gesichert, dass es faire Spiele werden“, betonte Neuner. „Die einen konnten trainieren, die anderen nicht. Dopingkontrollen gab und gibt es auch nicht mehr überall. Immerhin hat Bach dann ordentlich Gegenwind bekommen, und jetzt ist Gewissheit da.“

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