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FC Bayern

16.11.2012

Mario Gomez: Superstürmer oder Wundlieger?

Am Stürmer des FC Bayern scheiden sich die Geister. Von den einen vergöttert, von den anderen gehasst

Am Stürmer des FC Bayern scheiden sich die Geister. Von den einen vergöttert, von den anderen gehasst. Doch was ist die Wahrheit?

Mario Gomez ist schuld. Kein Titel bei WM und EM, in der Bundesliga von Dortmund abhängen lassen und außerdem die Champions League... Ach, da will man als Bayern-Fan ja gar nicht mehr daran denken. Aber wie auch immer, mit einem Weltklassestürmer wäre das alles nicht passiert - also ist Gomez schuld. Und sowieso: Was hat der eigentlich für eine Frisur?

An Mario Gomez scheiden sich die Geister, für die einen ist er ein Abstauber, ein Fuß-Hinhalter, ein Wundlieger. Für die anderen ein Weltklassestürmer wie einst der Bomber der Nation.

Mario Gomez: Die Quote ist klasse

Anhänger des bulligen Stürmers rollen die Diskussion meist nüchtern auf - und zwar mit Zahlen. Die sprechen eine klare Sprache: In der vergangenen Saison 26 Treffer in der Bundesliga, in der Champions League 12 Tore in 12 Spielen. Eine überragende Quote. Fakt ist auch, Gomez holte für die Bayern in der Saison 2010/11 die einzige Trophäe. Die des Torschützenkönigs. Mit seinen 28 Toren ist er damit der beste deutsche Torjäger seit dreißig Jahren.

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Doch wer ein echter Gomez-Hasser ist, den lassen solche Zahlen kalt. Zu grobmotorisch der Kerl, zu eindimensional die Spielweise, der wartet doch nur am Elfmeterpunkt, bis ihn seine Mitspieler bedienen. Kein Vergleich zu Miro Klose, der unaufhörlich den Rasen beackert. Mario Gomez: Vier Tore beim Comeback

Eine ganz eigene Spielweise

Doch was stimmt nun? Ist Gomez der am meisten überschätzte Spieler der Nation oder tun ihm seine Kritiker Unrecht? Es ist wohl Letzteres: Gomez spielt zwar nicht den quirligen Zauberfußball eines Lionel Messi, das muss er aber auch nicht. Er hat eine gänzlich andere Spielweise und die ist meist erfolgreich. Mit seinem wuchtigen Körper ist er bärenstark im Zweikampf, schirmt den Ball immer wieder kurz vor dem 16er perfekt ab, befreit sich aus der Bedrängnis und zieht dann direkt aufs Tor. Den Gomez-Dreher, nennen ihn die Fans.


 

Auch viele Linienschubser

Neben sehenswerten Treffern gibt es auch reihenweise Gomez-Tore, bei denen er zur rechten Zeit am rechten Fleck steht und einfach nur einzuschieben braucht. Doch auch für solche Tore muss man schneller sein als der Gegenspieler, sich rechtzeitig absetzen und den Überblick behalten. Und dann - stimmt schon - den Fuß hinhalten. Doch genau das macht einen Spitzenstürmer aus: Er muss da sein, sich durchsetzten, die Dinger reinmachen.

Ob Hasser oder Edelfan, eines ist klar: An Mario Gomez werden sich immer die Geister scheiden. Egal wieviel Tore er macht. Und wenn man sonst überhaupt zu kritisieren hat, dann meckert man notfalls über die Frisur vom "schönen Mario".

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