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Nordische WM
06.06.2014

Bewerbung für die Nordische Ski-WM: Oberstdorf fühlt sich benachteiligt

Die vergangene Nordische Ski-WM fand in Val di Fiemme in Italien statt. Die mittlerweile vierte Oberstdorfer Bewerbung als Gastgeber scheiterte.
Foto: Hendrik Schmidt

Die Allgäuer fühlen sich ungerecht behandelt. Ein Großteil der 20-köpfigen Delegation reiste unmittelbar aus Barcelona ab. Gibt es eine weitere Bewerbung aus Oberstdorf?

Auch einen Tag nach der schmerzlichen, weil äußerst knappen Niederlage im Ringen um eine Nordische Ski-Weltmeisterschaft herrscht bei der Oberstdorfer Delegation in Barcelona Katerstimmung. Enttäuscht, teilweise auch tief verärgert über das Abstimmungsverhalten einiger Funktionäre trat gestern ein Großteil der 20-köpfigen Delegation die Rückreise vom Kongress des Internationalen Skiverbandes ins Allgäu an.

Der mittlerweile vierte Versuch, die Nordische Ski-WM nach Oberstdorf zu holen scheiterte ebenfalls

Am Donnerstagabend waren Deutscher Skiverband und Oberstdorf in einer Stichwahl mit 8:9-Stimmen dem Überraschungssieger Seefeld/Österreich unterlegen. Es war die vierte Schlappe in Folge, die Oberstdorf mit einer WM-Kandidatur hinnehmen musste.

„Wir werden aus der Emotion heraus sicher keine vorschnellen Entscheidungen treffen“, ließ Dr. Peter Kruijer, der Präsident des SkiClubs Oberstdorf offen, ob man einen fünften Anlauf machen wolle. „Momentan kann sich bei uns niemand dafür motivieren“, gestand Kruijer. Auch DSV-Pressesprecher Stefan Schwarzbach kündigte eine gründliche Analyse der erneuten Niederlage an.

Alle fairen Mittel wurden ausgeschöpft

„Zusammen mit Oberstdorf haben wir alle fairen Mittel ausgeschöpft, um diese WM endlich wieder nach Deutschland zu holen.“ Jetzt müsse der DSV bis zur Präsidiumssitzung Anfang Juli intensiv beraten, welche Antwort man dem Internationalen Skiverband auf diesen „Affront“ geben wird. „Ohne Folgen kann es nicht bleiben. Dafür haben wir zu viel Geld investiert“, so Schwarzbach.

Den Zuschlag für die Skiflug-WM 2018, die Oberstdorf als einziger Kandidat erhalten hatte, wurde allgemein als schwacher Trost gewertet. Kämpferisch gab sich Stefan Huber von der Oberstdorfer Skisport- und Veranstaltungs-GmbH: „Wir werden alles daran setzen, dass die Skiflug-WM ein richtiges Festival wird und sich vielleicht einige Leute darüber ärgern, dass sie das 2019 nicht bei uns erleben können.“

Bei den gestrigen Neuwahlen wurde DOSB-Präsident Alfons Hörmann aus Sulzberg mit 113 von 119 möglichen Stimmen wieder in den Fis-Vorstand gewählt.

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