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Olympia 2016 in Rio
23.06.2016

Olympia in Rio: Das ist Superstar Michael Phelps

Michael Phelps hat schon 18 Olympiasiege geholt. Kommen in Rio noch weitere hinzu?
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Michael Phelps hat schon 18 Olympiasiege geholt. Kommen in Rio noch weitere hinzu?
Foto: Tom Pennington, afp

Eines ist jetzt schon sicher: Michael Phelps wird einer der Superstars der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro werden. Kann er seine Sammlung an Goldmedaillen ausbauen?

Eines ist jetzt schon sicher: Michael Phelps wird einer der absoluten Superstars der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro werden. Der 31-Jährige hat in seiner Karriere als Schwimmer so ziemlich jeden Rekord gebrochen, den es in seiner Sportart zu brechen gibt. Phelps ist Weltrekorde wie am Fließband geschwommen. Vor allem aber ist er der erfolgreichste Olympia-Starter aller Zeiten. 18 Mal gewann Phelps olympisches Gold - niemand war besser. Viele sagen, dass dies ein Rekord für die Ewigkeit ist.

Das allerdings galt auch schon für eine Bestmarke aus dem Jahr 1972. Damals, bei den Sommerspielen in München, hatte der US-Schwimmer Mark Spitz sieben Goldmedaillen gewonnen. Phelps knackte den Rekord 2008 bei den Spielen in Peking, als er achtmal gewann. Ähnlich wie Spitz profitierte er dabei aber auch davon, dass die USA traditionell eine extrem starke Schwimm-Nation sind. Drei der acht Goldmedaillen gewann er mit Staffeln.

Quasi nebenbei holte er in seiner Karriere auch noch 26 Weltmeister-Titel.

Michael Phelps startete mit 15 zum ersten Mal bei Olympia

Seine ersten Olympischen Sommerspiele erlebte Phelps im Jahr 2000 in Sydney. Mit 15 Jahren war er einer der jüngsten Athleten überhaupt. Medaillen gewann er damals noch nicht, aber es zeichnete sich bereits ab, dass der Mann mit den abstehenden Ohren ein Großer werden würde.

Der Stern des Michael Phelps ging dann vier Jahre später bei den Spielen in Athen auf, als er zu sechs Olympiasiegen schwamm. Seitdem beherrscht der Mann aus Baltimore (Maryland) das Schwimmen. Experten halten ihn für den komplettesten Schwimmer, den es jemals gab. In den Tauchphasen nach Start und Wende ist er eine Klasse für sich, allenfalls sein US-Kollege Ryan Lochte kann ihm in diesem Bereich des Rennens Paroli bieten. Körperlich hat der 1,93-Meter große Hüne optimale Hebel. Er gilt als extrem trainingsfleißig und mit einem außergewöhnlichen schwimmerischen Talent ausgestattet.

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Rücktritt nach den Spielen von London und Alkoholprobleme

2012, nach dem Spielen von London, beendete er seine Karriere - und geriet in massive private Probleme. Schon nach den Spielen von 2008 hatte er durch Bilder, die ihn mit einer Wasserpfeife zeigten und Fahrens ohne Führerschein für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. 2004 hatte er unter Alkoholeinfluss ein Auto gefahren. 2014 wurde er in Baltimore mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit erwischt, zudem saß Phelps er wieder betrunken am Steuer. Nur knapp kam er um eine Haftstrafe herum. Er wurde zu anderthalb Jahren auf Bewährung verurteilt und verbrachte 45 Tage in einer Entzugsklinik. Kurz zuvor hatte er sein Comeback in den Schwimmsport angekündigt. Ziel: Rio.

Durch professionelle Hilfe und Einsicht fand er langsam den Weg aus der Krise. Er schwimme jetzt, weil er es wolle, und nicht, weil es in irgendwelchen (lukrativen) Sponsoren-Verträgen so vereinbart wurde. Phelps betont, im Vorfeld der nationalen Titelkämpfe so hart trainiert zu haben, "wie wohl seit zehn Jahren nicht mehr."

Aus all diesen Turbulenzen scheint Phelps gestärkt heraus gekommen zu sein. Mit seiner Verlobten Nicole Johnson, ein ehemaliges Model, bekam er im Mai 2016 einen gemeinsamen Sohn. Und auch sportlich deutet alles auf einen starken Michael Phelps bei den Spielen in Rio hin. Bei den US-Trials in Omaha, die als Olympia-Qualifikation für die amerikanischen Schwimmer diente, gewann er über 100 und 200 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen und sicherte sich damit auf diesen Strecken auch die Olympia-Tickets. Dazu kommt ein Startplatz in der amerikanischen 4x100-Meter-Lagen-Staffel. Man darf gespannt sein, ob es der olympische Superstar auch in Rio noch einmal nach ganz oben schafft... ako

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