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Olympia 2021
22.07.2021

Sie tragen bei der Olympia-Eröffnung die Deutschlandfahne

Die Übung hat gut geklappt. Wenn Laura Ludwig und Patrick Hausding am Freitag aber an die Fahne greifen und sie der Weltöffentlichkeit präsentieren, dürfte etwas mehr koordinative Arbeit nötig sein.
Foto: Michael Kappeler, dpa

Laura Ludwig und Patrick Hausding tragen die deutsche Fahne in das Stadion. Dass dort nur überschaubare Stimmung herrschen wird, stört die beiden nicht wirklich. Sie wollen trotzdem in das Publikum winken.

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio dürfte eine triste Angelegenheit werden. Zuschauer sind aufgrund der Corona-Pandemie nicht zugelassen. Und auch die Zahl der Sportler, die hinter ihrer Fahne ins Olympiastadion einmarschieren, wird deutlich geringer sein als üblich. Für die meisten dürfte das Risiko, sich in letzter Sekunde doch noch mit dem Virus zu infizieren, zu groß sein.

Bei Olympia 2021 gibt es erstmals gemischte Fahnenträgerpaare

Denn ein positiver Test bedeutet mindestens zehn Tage Quarantäne. Aus dem deutschen Team auf jeden Fall dabei sein werden aber Laura Ludwig und Patrick Hausding. Die Beachvolleyballerin und der Wasserspringer dürfen die deutsche Fahne ins Kasumigaoka National Stadium von Tokio tragen. Das Duo hatte bei der Wahl des Deutschen Olympischen Sportbundes mit seinen Medienpartnern die meisten Stimmen bekommen. Auch die Athletinnen und Athleten des deutschen Teams stimmten mit ab.

Erstmals gibt es bei Olympia gemischte Fahnenträgerpaare. Damit will das Internationale Olympische Komitee ein Zeichen für mehr Geschlechtergleichheit setzen. Die Spiele von Tokio sind die ersten in der Geschichte, an denen in etwa gleich viele Frauen und Männer teilnehmen.

Die 35-jährige Ludwig hatte vor fünf Jahren in Rio Gold mit ihrer damaligen Partnerin Kira Walkenhorst gewonnen. In Tokio startet sie an der Seite von Margareta Kozuch. Hausding zählt seit Jahren zur Weltklasse im Wasserspringen und ist einer der wenigen, der den chinesischen Springern immer Paroli bietet. Der 32-Jährige holte 2008 in Peking Silber und 2016 Bronze.

Olympia-Fahnenträgerin Laura Ludwig freut sich: "Es ist eine Ehre"

Insgesamt hatte der DOSB jeweils fünf Kandidatinnen und Kandidaten benannt. Bei den Frauen standen neben Ludwig die Dressurreiterin Isabell Werth, Turnerin Elisabeth Seitz, Ruderin Annekathrin Thiele und Tennisstar Angelique Kerber zur Wahl. Letztere sagte ihren Olympia-Start allerdings wegen einer Verletzung kurzfristig ab. Bei den Männern waren außer Hausding Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov, Turner Andreas Toba, Hockey-Nationalspieler Tobias Hauke und Ruderer Richard Schmidt im Rennen.

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„Ich habe es gestern erfahren, ich war begeistert“, sagte Ludwig am Donnerstag in Tokio. „Es ist eine Ehre, auch mit Patrick zusammen die Fahne tragen zu dürfen. Ich bin einfach stolz.“ Hausding verwies auf das knappe Abstimmungsergebnis. „Am Ende hat der mit den meisten Stimmen die Präsidentschaft gewonnen, sage ich mal. Es wird witzig. Einmalig und erstmalig. Weil es zu zweit gemacht wird. Ich hoffe, wir stolpern nicht über die Füße des anderen.“

Olympia 2021: Jeder Teilmannschaft steht die Teilnahme an der Eröffnungsfeier frei

Ihre Vorfreude wollten sich die beiden auch nicht von der Aussicht auf ein leeres Stadion trüben lassen. Es gehe dabei im Wesentlichen um das Event an sich, „darum, ins Stadion einzulaufen, auch als Team“, sagte Ludwig. Da müsse man dann keine Party veranstalten. Und gewunken werde auch trotz verwaister Sitzplätze.

„Wir denken einfach an die Leute zu Hause, denen wir von Herzen zuwinken. Ich glaube, wir machen uns da schon unsere eigene Stimmung.“ Wie viele ihrer Teamkollegen den Fahnenträgern folgen werden, ist noch offen. „Jeder Teilmannschaft ist es freigestellt, ob sie teilnimmt“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Reiter und Segler hätten schon abgesagt, da sie außerhalb von Tokio wohnen und nicht im olympischen Dorf.

Allen, die sich zur Teilnahme entscheiden, legte Hörmann die Early-Departure-Variante ans Herz. „Also nur reinlaufen, kurz verweilen und dann wieder zurück zu den Bussen. Es gibt von uns die klare Empfehlung, davon Gebrauch zu machen. Weil jede Minute Verweildauer in Gruppen die grundsätzliche Gefahr der Infektion erhöht.“

Im Podcast "Augsburg, meine Stadt" sprechen die Augsburger Olympia-Kanuten Hannes Aigner und Sideris Tasiadis über die Spiele in Tokio, Entbehrungen und Zukunftspläne.

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