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Olympische Spiele 2021
22.07.2021

Deutsche Auswahl mit Olympia-Fehlstart gegen Brasilien

Niedergeschlagen: Anton Stach nach dem 0:2.
Foto: Swen Pförtner, dpa

Die deutsche Mannschaft ist gegen Brasilien weitestgehend chancenlos und beraubt sich mit einem Platzverweis für Kapitän Maximilian Arnold auch noch der minimalen Chance, Zählbares zu erringen.

Drei Fußballer jenseits der 24 dürfen die Nationen bei Olympia in diesem Jahr melden. Brasiliens Star heißt Dani Alves und ist gefühlt doppelt so alt, auch wenn er erst zarte 38 Lenze zählt. Mit seiner ganzen Routine soll er die Südamerikaner zu Gold führen. Für Stefan Kuntz, Trainer der deutschen Auswahl, ist Brasilien neben Spanien klarer Favorit auf den Turniersieg. Wie recht er mit dieser Prognose hatte, bekam seine Mannschaft am Donnerstagabend im riesigen Yokohama National Stadium zu spüren. 2:4 hieß es nach 90 meist einseitigen Minuten.

Augenfällig war neben dem spielerischen Unterschied, dass der deutschen Mannschaft Akteure mit der Strahlkraft eines Dani Alves fehlen. Im Trikot des FC Barcelona hat er unter anderem dreimal die Champions League gewonnen. Deutschland hat Max Kruse. Kuntz setzt vor allem auf mannschaftliche Geschlossenheit. Mit Marco Richter (bis zur 67. Minute) und Felix Uduokhai hatte er auch zwei Bundesligaprofis des FC Augsburg in die deutsche Startelf gegen Brasilien gestellt. Ein Duell, dass es bei den Spielen 2016 auch schon gab. Damals im Finale. Brasilien gewann 5:4 nach Elfmeterschießen und holte Gold.

Defensive der DFB-Elf hatte gegen Brasilien viel zu tun

In Japan waren die Dinge schnell viel klarer als vor fünf Jahren. Brasiliens Richarlison brachte seine Mannschaft in der siebten Minute mit 1:0 in Führung. Es war vorher und nachher eine weitgehend einseitige Begegnung. Die deutsche Defensive mit dem souveränen Uduokhai in der Innenverteidigung hatte alle Hände voll damit zu tun, die Angriffe der Brasilianer zu stören. Vor allem gegen Richarlison geriet sie dabei immer wieder an ihre Grenzen.

Trainer Stefan Kuntz sah eine schwache erste Halbzeit der deutschen Mannschaft.
Foto: Swen Pförtner, dpa

Dessen direkter Gegenspieler Amos Pieper sah auch beim zweiten Treffer des Edeltechnikers vom FC Everton schlecht aus (22.). Nur acht Minuten später machte dieser seinen Hattrick perfekt. Da konnten es sich die zunehmend verspielten Brasilianer leisten, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Strafstoß zu verschießen und auch sonst noch jede Menge beste Chancen zu vergeben. Für Richter waren die ersten 45 Minuten „gar nix. Wir sind sehr, sehr schwer in die Partie gekommen. In der Kabine gab es deutliche Worte“.

Deutsches Team kämpft vergebens gegen Brasilien an

Nach der Pause erlöste Kuntz Pieper und brachte Jordan Torunarigha. Am Spielverlauf änderte das zunächst wenig. Eher zufällig fiel Nadiem Amiri der Ball vor die Füße, den er aber perfekt zum 1:3 traf (55.). Das Zwischenhoch schien beendet, als Kapitän Maximilian Arnold mit Gelb-Rot vom Platz musste (61.). Doch das deutsche Team kämpfte und verkürzte durch Ragnar Ache tatsächlich noch auf 2:3 (82.), ehe erneut in der Nachspielzeit Paulinho zum 4:2-Endstand traf. „Die zweite Halbzeit war dann etwas unglücklich mit einem Mann weniger. Trotzdem haben wir uns zusammengerissen und noch zwei Tore erzielt“, sagte Richter. Was bleibt, sei dennoch die Erkenntnis, „dass wir die erste Hälfte verschlafen haben und zum Auftakt eine bittere Niederlage kassiert haben.“

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22.07.2021

Man braucht sich über das Ergebnis nicht wundern. Wenn sich Spitzenklubs nicht in der Lage sehen, für Olympia Spieler abzustellen, fehlen halt einige sehr gute.
Das ist keine Solidarität der BL-Klubs sondern von einigen purer Egoismus.

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23.07.2021

Manche Spieler wollen aber auch gar nicht - z.B. das neue Wunderkind des FCA. Eine solche Einstellung kommt einer sportlichen Disqualifikation gleich.

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23.07.2021

Fußball braucht es bei Olympia m.E. sowieso nicht. Der hat genügend Möglichkeiten sich darzustellen und Titel zu sammeln. Nur weil eine olympische Medaille so etwas besonderes ist...

Herr B. - der Dorsch hätte schon gewollt. Er hat nur andere Prioritäten gesetzt. Und ich bin überzeugt, hätte er sie anders gesetzt, hätten Sie es auch kritisiert. Auf Ihre Bewertung seiner Einstellung kann Dorsch im Übrigen gut pfeifen.

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23.07.2021

Herr Dorsch hat U21 EM gespielt, das reicht doch wohl. Zwei Turniere in einer Sommerpause das geht doch dar nicht. Die Spieler werden ja immer noch von den Vereinen bezahlt.

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