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Olympische Winterspiele 2022
07.07.2014

Kommentar: Olympia gehen die Demokraten aus

Die Olympischen Winterspiele 2022 könnten in Almaty, Oslo oder Peking stattfinden.
Foto: Gero Breloer (dpa)

Die Frage ist: Findet sich irgendwo noch eine Demokratie, die Olympische Spiele ausrichten will? Momentan eher nicht. Der Trend geht zu autoritären Regierungen.

Diese nutzen die Bühne des Sports, um sich der Welt und dem eigenen Volk möglichst positiv zu präsentieren. Nervige Proteste der Menschen vor Ort werden niedergeknüppelt, störende Bäume gefällt und ausufernde Kosten deckt die Staatskasse – vor Kurzem im russischen Sotschi zu beobachten.

Dumm nur, dass dieses Prinzip in einer Demokratie nicht funktioniert. Olympia hat sich zu weit von seinen Idealen entfernt, als dass es in einer offenen Gesellschaft noch ein gern gesehener Gast ist. Die Spiele sind zu einer Mischung aus Gigantismus und Kommerz verkommen. Gelenkt von einer dubiosen Altherrenriege, die ein Milliardenvermögen angehäuft hat.

Nicht nur Oslo will die Olympischen Winterspiele 2022

Almaty, Peking und Oslo wollen die Winterspiele 2022. Kasachstan und China haben mit Demokratie nichts am Hut. Bleibt das wintersportverrückte Norwegen. Selbst dort steht aber nur eine knappe Mehrheit hinter der Bewerbung. In München, Krakau, Stockholm und der Region Graubünden (Schweiz) haben die Menschen gegen die Spiele gestimmt. Olympia gehen die Demokratien aus. Warum nur?

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