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Länderspiel

22.03.2017

Perfekte Podolski-Party - Traumtor und Sieg beim Tschö gegen England

DFB-Präsident Reinhard Grindel verabschiedet Lukas Podolski in Dortmund. Foto: Bernd Thissen
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DFB-Präsident Reinhard Grindel verabschiedet Lukas Podolski in Dortmund.
Bild: Bernd Thissen (dpa)

Der perfekte Abschied: Mit dem 49. Länderspiel-Treffer beendet Lukas Podolski seine Karriere im DFB-Team. Beim 1:0 im Klassiker gegen England ist der 31-Jährige der gefeierte Held.

Wenn es schon die anderen nicht können, dann muss es Lukas Podolski eben selber machen. Die deutsche Nationalmannschaft lieferte beim 130. und zugleich letzten Länderspiel Podolskis eine weitgehend schwache Leistung ab. Einzig der emotionale Abschied des 31-Jährigen hielt die 60.109 Zuschauer im nicht ausverkauften Stadion halbwegs bei Laune. Und wäre der Fußball gerecht, hätte die englische Nationalmannschaft klar gegen Deutschland gewonnen. Der Fußball hat aber von jeher eher einen Sinn für Sentimentalität, denn für Ergebnisse, die dem Spielverlauf entsprechen. Also schaukelte das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit vor sich hin, als Podolski 19 Meter vor dem gegnerischen Tor an den Ball kam. Annahme, Schuss in den Winkel und ein Stadion kollektiven Jubels (69.). Es blieb der einzige Treffer der Partie, weshalb die Länderspielkarriere Podolskis mit einem Sieg endete. 15 Minuten später wurde er dann unter dem lautstarken Jubel der Anhänger gegen Sebastian Rudy ausgewechselt. Damit endete eine Länderspielkarriere, die vor 13 Jahren mit einer 0:2-Niederlage gegen Ungarn ihren Anfang nahm.

England setzte Deutschland unter Druck

Trainer war damals noch Rudi Völler, dem ja eine ähnliche Einzigartigkeit wie Podolski nachgesagt wird. Die Zeiten haben sich geändert. Überraschte die Pleite bei Podolskis Debüt nur wenige, so entledigt sich die Nationalmannschaft heute zweitklassiger Gegner mit energischer Eleganz. Die Engländer zählen zu einer anderen Kategorie, auch wenn sie bei der vergangenen Europameisterschaft im Achtelfinale am Kleinstaat Island scheiterten.

Auch am Mittwoch deuteten die Engländer an, dass von dem internationalen Versagen auf Klubebene nicht zwingend Rückschlüsse auf den Zustand der Nationalmannschaft zu ziehen sind. Von Beginn an setzte das Team von Trainer Gareth Southgate die deutschen Spieler weit in der eigenen Hälfte unter Druck. In Ermangelung von Anspielpositionen blieb meistens nur der weite Ball nach vorne, den die englische Verteidigung stets in sichere Verwahrung nahm. Versuchten die Deutschen sich doch mal spielerisch aus der Umklammerung zu befreien, gerieten sie durch Fahrlässigkeiten schnell unter Druck. Vor allem Joshua Kimmich erwies sich als Quell manch brisanten Fehlers. Seinen Unzulänglichkeiten entsprangen die beiden besten Chancen der Briten. Doch Adam Lallana und Bamidele Alli scheiterten am Pfosten und Keeper Marc-André ter Stegen.

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Bild: Marius Becker (dpa)

In der zweiten Halbzeit agierten die Deutschen etwas aufgeräumter, ohne aber wirklich zu überzeugen. Weiterhin waren es die Briten, die spielbestimmend waren. Daran änderte auch Timo Werner nichts, der sich bei seinem Debüt redlich mühte. Er ist der 87. Neuling in der mittlerweile über zehn Jahre langen Ära von Bundestrainer Joachim Löw. Vor dem Aufeinandertreffen hatte Löw prophezeit, dass dem 21-Jährigen möglicherweise eine große Zukunft im Dress mit dem Adler auf der Brust bevorstehe. Allzu viel sollte sich der Leipziger Offensivspieler darauf allerdings nicht einbilden. Schließlich griff Löw auch bei den 86 vorherigen Debütanten zu ähnlichen Höflichkeiten. Darunter Akteure wie Malik Fathi, Aaron Hunt oder Alexander Madlung, deren Länderspielkarrieren bald nach der Premiere auch schon wieder endeten. Podolski indes nimmt einen anderen Platz in der Ahnengalerie des deutschen Fußballs ein. 

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