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25.07.2010

Popp setzt Maßstäbe - DFB-Frauen wollen U 20-Titel

Popp setzt Maßstäbe - DFB-Frauen wollen U 20-Titel
Bild: DPA

Bochum (dpa) - Alexandra Popps Festspiele gehen weiter, und der Nachwuchs feiert ein Jahr vor der Frauen-Heim-WM seine eigene "kleine" WM-Party. "Wir sind so weit gekommen, jetzt wollen wir natürlich auch mehr", sagte DFB-Spielführerin Marina Hegering nach dem Halbfinal-Einzug bei der U 20-WM.

Auch für Trainerin Maren Meinert war das 2:0 (1:0) gegen die gefürchteten Nordkoreanerinnen in Bochum ein Meilenstein auf dem Weg zum Titel. "Wir haben ein Riesen-Spiel gemacht und sind nah dran an der Zufriedenheit", meinte die 36 Jahre alte Weltmeisterin von 2003.

Am 29. Juli soll in Bochum gegen Mexiko oder Südkorea der Einzug ins Finale perfekt gemacht werden. "Wir müssen mit derselben Einstellung ins Spiel gehen", sagte Meinert. Die Chancen auf die Krönung am 1. August in Bielefeld stehen gut, denn in Alexandra Popp hat die DFB-Elf die herausragende Torjägerin des Turniers. Sieben Treffer in vier Spielen erzielte die 19-Jährige, die schon sechs A-Länderspiele bestritt. "Sie ist sehr wichtig für uns, weil sie Tore schießt. Aber auch, weil sie viel für die Mannschaft arbeitet", lobte Meinert die Stürmerin, die beim Bundesligisten FCR Duisburg als Linksverteidigerin eingesetzt wird. Denn sowohl im Club als auch in der Frauen-Nationalelf ist Inka Grings vorn gesetzt.

So genießt Popp die Freiheiten als einzige Sturmspitze in der U 20 besonders und lebt ihren Offensivdrang aus. "Ich freue mich immer, wenn ich vorn spielen darf", sagte die gelernte Angreiferin mit dem strammen Linksschuss. "Dass ich so treffe, hätte ich mir aber auch nicht träumen lassen". Vier Spiele, vier Siege - und jedes Mal traf "Poppi". Beim 4:2 gegen Costa Rica zweimal. Und beim 3:1 gegen Kolumbien, beim 4:1 gegen Frankreich und beim 2:0 gegen Nordkorea (43.) erzielte sie zudem das wichtige Führungstor. "Im Moment fällt ihr immer der erste Ball vor die Füße", sagte Meinert über Popp, die das 2:0 von Sylvia Arnold (70.) vorbereitete.

Meinert, auch Assistenztrainerin von Silvia Neid, traut nicht nur Popp den Sprung in den WM-Kader 2011 zu. Aber: "Der Unterschied zum Frauen-Bereich ist schon groß. Einen Anspruch auf einen Platz hat keine. Popp kann sich ja auf der Mittelstürmer-Position beweisen." Meinerts "Chefin" Neid war am Samstag unter den 16 946 Zuschauern und lobte den Auftritt der jungen DFB-Elf. "Das war eine tolle Leistung. Nordkorea hatte nicht den Hauch einer Chance." Wenn es nach Neid geht, ist das Team auf dem Weg zum Titel nicht mehr aufzuhalten. "Wir gewinnen das Finale", sagte sie, ergänzte aber schmunzelnd. "Bisher habe ich mit meinen Tipp daneben gelegen. Diesmal hoffentlich nicht."

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