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Skispringen
07.12.2018

Wintersportlern geht der Schnee aus

Hochfirstschanze

Nach der Absage in Titisee suchen die Aktiven nach Alternativen im Norden

Der Hang der Skisprungschanze im Schwarzwald sieht aus wie ein Schlachtfeld. Grüne und graue Flecken, Matsch, Dreck und ein Rest von Kunstschnee, mit dem die Anlage in Titisee-Neustadt für die große Weltcup-Sause an diesem Wochenende hätte präpariert werden sollen. In dem Auslauf ist mit etwas Fantasie allerlei vorstellbar, zum Beispiel eine Schlammschlacht oder eine rasante Fahrt mit dem Schlitten.

Was absolut nicht möglich ist: drei Skisprung-Wettbewerbe auf der Hochfirstschanze. Schon am Dienstag hatte der Weltverband FIS die Station deshalb ersatzlos aus dem Programm gestrichen.

„Da kann man nichts machen. Man muss sich in Zukunft noch mehr auf die Witterung einstellen“, sagte Frauen-Bundestrainer Andreas Bauer. Für das Team um Katharina Althaus und Olympiasiegerin Carina Vogt hätte das Wochenende im Schwarzwald ein ganz besonderes werden sollen, erstmals waren Wettkämpfe von Männern und Frauen in Deutschland am selben Tag auf derselben Schanze angesetzt. „Für uns ist es doppelt schade“, erklärte der Oberstdorfer Bauer.

Am Montag hatten die Organisatoren noch das Schanzenteam, den Bauhof und „unser Tretkommando“ für den Einsatz über das komplette vergangene Wochenende gelobt. Doch schnell war klar: Gegen tagelangen Dauerregen, dauerhafte Plusgrade und angesagte Windböen am Wochenende hilft alle Schneebelegung der Welt nichts. Der populäre Wintermarkt Mitteleuropa lockt zwar die Zuschauermassen an, scheint aber immer mehr Probleme mit dem Klima zu haben.

Die Kombinierer müssen nun nach Skandinavien, um auf der Schanze in Lillehammer zu trainieren. Auch Österreichs Skisprung-Männer um Stefan Kraft fliegen drei Wochen vor dem Start der Vierschanzentournee an den Ort der Olympischen Winterspiele von 1994. (dpa)

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