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Super Bowl LV
08.02.2021

Klare Sache im Super Bowl 2021: Tom Brady holt siebten Titel

Quarterback Tom Brady (links) von den Tampa Bay Buccaneers jubelt mit seinem Teamkollegen Leonard Fournette über einen Touchdown.
Foto: Lynne Sladky, dpa

Der Super Bowl 2021 mit dem Duell der Super-Spielmacher Patrick Mahomes und Tom Brady wird zur einseitigen Nummer. Die Tampa Bay Buccaneers siegen souverän im NFL-Finale.

Der "Größte aller Zeiten" hat seine Legende um ein weiteres Kapitel erweitert: Im zehnten Anlauf gewinnt Spielmacher Tom Brady mit seinen Tampa Bay Buccaneers seinen siebten Titel in der US-Football-Liga NFL. Der Weg zum 31:9-Sieg im Super Bowl LV im Raymond-James-Stadium, der Heimstätte der Bucs, war für Brady der entspannteste in seiner Karriere. Gegner Kansas City Chiefs scheiterte an der bärenstarken Verteidigung der Buccaneers und an sich selbst.

Mann der Superlative, der auch beim Superbowl 2021 glänzte: Tampa Buccaneers-Star Tom Brady.
9 Bilder
Tom Brady gewinnt Duell der Giganten - die Bilder vom Superbowl 2021
Foto: Matt Ludtke/FR155580 AP/dpa

Tom Brady hat in seiner Karriere schon viele Momente abgeliefert, bei denen Zuschauer und Gegner nur dastanden und bewundert dachten: „Wahnsinn, absoluter Wahnsinn!“ Die Verteidigung der Kansas City Chiefs schien auch einmal solche Heldentaten erleben zu wollen. Zumindest taten die Defensivspieler in der ersten Halbzeit alles, um die Bühne für magische Brady-Momente zu bereiten. Mit Disziplinlosigkeiten und eklatanten Regelverstößen hauchten sie eigentlich gestoppten Angriffszügen der Bucs mehrfach neues Leben ein. Dazu kamen im Angriff Flutschfinger bei Patrick Mahomes‘ sonst so fangsicheren Anspielstationen Tyreek Hill und Travis Kelce, die in wichtigen Momenten den Ball nicht festhalten konnten und Angriffszüge frühzeitig beendeten.

Super Bowl 2021: Tom Brady profitiert mit den Tampa Bay Buccaneers von Fehlern der Gegner

Tom Brady bedankte sich herzlich für die zusätzlichen Chancen und führte sein Team zu einer 21:6-Halbzeitführung. Große Stütze war dabei ein Mann, der seine Karriere nach einem Jahr im Sportlerruhestand noch einmal aufgenommen hatte, um Brady in Florida zu unterstützen. Rob Gronkowski, der vor dem Superbowl in drei Playoffspielen nur zwei Pässe gefangen hatte, schlüpfte im großen Finale in seine Rolle als Lieblingsanspielstation des Meisters. Mehrere wichtige Spielzüge liefen über Gronk, zweimal packte der Tight End in der Endzone zu und baute die Bucs-Führung mit auf. Und weil auch Antonio Brown kurz vor der Halbzeit noch einmal in der Endzone den Ball schnappte, standen im zehnten Auftritt im Superbowl erstmals drei Touchdown-Pässe für Brady zu Buche.

Das Duell der Super-Spielmacher fiel so in der ersten Halbzeit weitgehend flach. Immerhin hielt die Halbzeitshow, was man sich von ihr versprochen hatte. Sänger The Weeknd nutzte die Freiräume, die ihm die corona-bedingt reduzierte Zuschauerzahl gab zu einem inspirierenden Auftritt. Statt wie sonst die Bühne mitten auf dem Rasen aufzubauen, startete er seinen Auftritt auf der leeren Tribüne, wechselte ins Innere des Stadions und stand schließlich mit seinem größten Hit „Blinding Lights“ und Dutzenden Tänzern auf dem Rasen.

Der kanadische Rapper The Weeknd tritt während der Halbzeitshow des Super Bowls in Florida auf.
Foto: David J. Phillip/AP/dpa

Die Kansas City Chiefs um Patrick Mahomes finden im Super Bowl LV nicht ins Spiel

Wer nach der Halbzeit auf eine Aufholjagd der Chiefs gehofft hatte, wurde aber enttäuscht. Im ersten Spielzug brachten Patrick Mahomes und seine Kollegen noch ein Field Goal zustande. Doch die Verteidigung schaffte es weiterhin nicht, Druck auf Tom Brady auszuüben. Der nutzte das und führte die Bucs zu zehn weiteren Punkten. Auf der anderen Seite kamen Patrick Mahomes und die Chiefs einfach nicht in die Nähe der Endzone. Auch im dritten Viertel schaffte die während der kompletten Saison unaufhaltsam scheinende Angriffsreihe keinen Touchdown. Im letzten Viertel schaukelten die Buccaneers den Sieg locker über die Zeit.

Brady zementiert damit seinen Platz am Gipfel seiner Sportart. Nachdem er bei seinem alten Team, den New England Patriots, noch ein kongeniales Duo mit Trainer Bill Belichick bildete, beseitigte er die letzten Zweifel an seiner Ausnahmestellung. Nur wenige Optimisten hatten ihm zugetraut, mit 43 Jahren noch einmal einen derartigen Siegeszug bei einem neuen Team zu starten. Doch seine Siegermentalität steckte auch die Mitspieler in Florida an und als die Kinderkrankheiten im Spielsystem und dem Zusammenspiel behoben waren, lief es für die Bucs. Mit drei Auswärtssiegen schaffte das Team es ins Finale zuhause und lieferte dort sein Meisterstück. Tom Brady, der zum wertvollsten Spieler des Super Bowl LV gekürt wurde, hat damit mehr Titel als irgendjemand sonst in der NFL-Geschichte. Und niemand kann ausschließen, dass er im nächsten Jahr noch einen weiteren Anlauf auf den Titel startet.

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