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Tennis
13.11.2017

Einer der Stärksten

Alexander Zverev startet erstmals beim Turnier der acht besten Spieler. Vor allem die Stimmung in London hat es dem jungen Deutschen angetan

Für Alexander Zverev sind seine ersten ATP Finals kein Termin wie jeder andere. „Ich denke, dass dieses Turnier anders ist“, sagt Deutschlands große Tennishoffnung vor seinem Auftaktmatch am späten Sonntagabend (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) gegen den Kroaten Marin Cilic. Die Stimmung sei besonders und unterscheide sich von der Atmosphäre der vier Grand-Slam-Turniere, bei denen es mehr Weltranglistenpunkte und Prestige zu gewinnen gibt als bei dem Hallen-Event in London.

„Bei den Grand-Slam-Turnieren sind 128 Spieler, hier sind es acht“, sagt Zverev und berichtet: „Wir bekommen eine besondere Behandlung, alles wird für uns Spieler gemacht.“ Hotelzimmer, Umkleidekabinen, Spieler-Restaurants, Trainingsplätze – alles sei „unglaublich schön“ und „alle sind sehr freundlich“.

Auch freut sich der 20 Jahre alte Dritte der Weltrangliste auf die Stimmung in der Arena, die direkt am Themse-Ufer liegt. Sie sei „speziell“. „In der Halle wird es lauter und elektrisierender als irgendwo sonst“, sagt er. Zverev hat die Atmosphäre bereits live kennengelernt: Vor zwei Jahren wurde er während der Finals als „Star of tomorrow“ – als Star von morgen – ausgezeichnet.

Auch der dreimalige ATP-Finals-Sieger und Wahl-Londoner Boris Becker schwärmte kürzlich von der Stimmung. Die Finals fühlten sich „wie ein großes Konzert an“, sagte er während einer BBC-Radiosendung. „Es ist ein ganz anderes Publikum als bei Wimbledon. Dort ist alles ruhig, die meisten Leute tragen weiß. In der O2-Arena werden die Leute laut und machen Lärm“, berichtete Becker. Becker ist der bislang letzte Deutsche, der die Finals gewann. Seinen dritten Erfolg schaffte er 1995 in Frankfurt.

Der vor Zverev letzte deutsche Profi, der bei einer ATP-WM dabei war, ist Rainer Schüttler. Er spielte 2003 in Houston mit. Zverev ist zudem insgesamt der jüngste Spieler seit 2008, der sich für die Finals qualifiziert hat. In dieser Saison gewann er fünf Turniere, unter anderem zwei Masters-Veranstaltungen, die nach den vier Grand-Slam-Turnieren die meisten Punkte für die Weltrangliste bringen.(dpa)

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Spielplan, 1. Spieltag

Sonntag, Gruppe B

Federer – Sock 6:4, 7:6 (7:4)

Zverev – Cilic

Montag, Gruppe A

Thiem – Dimitrov

Nadal – Goffin

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