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Tennis
24.06.2019

Görges versucht alles

Julia Görges

Doch im Endspiel von Birmingham scheitert die Deutsche an der neuen Nummer eins der Welt. Federer stellt Rekord in Halle auf

Auch ohne die erhofften Turniersiege haben die beiden besten deutschen Tennisspielerinnen Angelique Kerber und Julia Görges eine ansprechende Form auf Rasen bewiesen. Einen Tag nach dem Halbfinal-Aus von Kerber auf Mallorca verlor Görges in Birmingham das Endspiel gegen die French-Open-Siegerin Ashleigh Barty 3:6, 5:7. Die 30-Jährige aus Bad Oldesloe verpasste den achten Titel ihrer Karriere. Die Australierin Barty krönte sich zur neuen Nummer eins der Weltrangliste und löst am Montag die Japanerin Naomi Osaka ab.

Barty ist die zweite Australierin nach Evonne Goolagong Cawley an der Spitze des Rankings. „Ich habe alles versucht, ich kann mir nichts vorwerfen“, sagte Görges. Sie war zu Tränen gerührt und würdigte nach einer langen Umarmung am Netz ihre Doppelpartnerin von Birmingham: „Es ist für mich eine große Ehre, ein Teil davon zu sein bei diesem großen Moment, den du hier gerade erlebst.“ Die Weltranglisten-19. hatte beim Stand von 5:4 im zweiten Durchgang einen Satzball vergeben. Nach 68 Minuten musste sich Görges geschlagen geben. „Als ich den Satzball hatte, hat sie ein Ass serviert, da kann man nicht viel machen“, erklärte die zweitbeste deutsche Tennisspielerin.

Wie Kerber war Görges bei den French Open in Paris in der ersten Runde ausgeschieden und meldete sich jetzt erfolgreich auf Rasen zurück. Wimbledonsiegerin Kerber nutzte am Samstag auf Mallorca den Satzvorsprung gegen die Schweizerin Belinda Bencic nicht und musste sich 6:2, 6:7 (2:7), 4:6 geschlagen geben. Vor dem Wimbledon-Auftakt am 1. Juli spielen Görges und Kerber in der kommenden Woche noch in Eastbourne.

Roger Federer hat zum zehnten Mal im westfälischen Halle gewonnen und einen weiteren Rekord in seiner Tennis-Karriere aufgestellt. Der 37-jährige Schweizer gewann am Sonntag das Endspiel gegen David Goffin aus Belgien 7:6 (7:2), 6:1. Bei keinem anderen Turnier hat der Rekord-Grand-Slam-Champion so viele Titel geholt wie bei der mit rund 2,2 Millionen Euro dotierten Rasenveranstaltung in Ostwestfalen. In Wimbledon hat Federer ebenso wie in Dubai achtmal triumphiert, bei seinem Heimturnier in Basel neunmal. Halle diente auch als Vorbereitung auf den Rasenklassiker in Wimbledon, der am 1. Juli beginnt. (dpa)

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