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29.07.2010

VfB Stuttgart auf Weg in Play-offs: 3:2 in Molde

VfB Stuttgart auf Weg in Play-offs: 3:2 in Molde
Bild: DPA

Molde (dpa) - Der VfB Stuttgart ist auf dem besten Weg, sich endgültig für die Fußball-Europa-League zu qualifizieren. Der Bundesligist gewann das Hinspiel der dritten Quali-Runde beim norwegischen Vize-Meister Molde FK nach einer turbulenten Schlussphase mit 3:2 (1:0).

Der VfB, der noch mitten in der Saisonvorbereitung steckt, hat damit hervorragende Aussichten auf das Erreichen der Play-offs. Für die ersatzgeschwächten Schwaben trafen im ersten Saison-Pflichtspiel Sebastian Rudy in der 27. Minute, Zdravko Kuzmanovic (74.) und Neuzugang Martin Harnik (82.), die Tore für Molde erzielten Mattias Moström (65.) und Magne Hoseth (77.). Das Rückspiel findet am 5. August in Stuttgart statt.

"Wir hätten ein ruhigeres, einfacheres Leben haben können. Aber die Mannschaft hat den Sieg gewollt und das war gut so", sagte Trainer Christian Gross. "Wir haben heute mit einer Not-Abwehr gespielt. Georg Niedermeier hatte ein bisschen Pech." Ärgern musste sich der Schweizer über Stürmer Pawel Pogrebnjak, der einige Chancen ausließ. "In der ersten Hälfte hat er nachlässig das 2:0 vergeben."

Coach Gross musste vor 3270 Zuschauern im Aker Stadion auf mehrere Stammkräfte verzichten, zu denen auch Nationalspieler Sami Khedira gehörte. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler will zum spanischen Rekordmeister Real Madrid wechseln und wird wohl nicht in den Kader zurückkehren. "Wir sind uns mit Real einig", sagte Khediras Berater Jörg Neubauer der Nachrichtenagentur dpa. "Wenn der größte Verein der Welt mit einem der wohl besten Trainer der Welt anruft, dann muss man sich Gedanken machen", sagte Neubauer. 

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Der VfB soll für Khedira, der in Stuttgart noch einen Kontrakt bis 30. Juni 2011 hat, eine Ablöse von mehr als zwölf Millionen Euro fordern. "Wir sind mit Real in Gesprächen, eine Einigung ist aber noch nicht in Sicht", sagte VfB-Sportdirektor Jochen Schneider.

Vor dem Anpfiff in Molde bereitete Coach Gross besonders die zentrale Abwehr Kopfzerbrechen, weil die WM-Urlauber Serdar Tasci und Khalid Bohlahrouz sowie Kapitän Matthieu Delpierre (Reha) noch fehlten. Daher musste neben dem letzten verbliebenen Innenverteidiger Georg Niedermeier Mittelfeldspieler Christian Gentner auf der für ihn ungewohnten Position aushelfen. Prompt wirkte dieser Teil des Teams unsicher. Für Khedira spielte Kuzmanovic, anstelle des WM-Teilnehmers Cacau im Angriff Pawel Pogrebnjak neben Ciprian Marica.

Die Gäste taten sich zunächst schwer gegen den lauffreudigen Tabellen-13. der norwegischen Liga, der bereits mitten in der Saison steht. Doch mit einer der ersten gelungenen Kombinationen ging der VfB in Führung: Nach einem Querpass von Cristian Molinaro musste der 20-jährige Rudy nur noch zur Führung einschieben. Von da an kontrollierten die Stuttgarter erst einmal die Partie. Doch statt selbst zu treffen, schenkten sie Molde den Ausgleich: Niedermeier schoss Moström an, von dessen Brust der Ball ins Tor flog.

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Der nun wieder aggressivere, aber in der Abwehr nachlässige VfB schien nach Kuzmanovic' Freistoßtreffer auf der Siegerstraße, doch Hoseth brachte Molde wieder heran. Erst der eingewechselte Harnik stellte mit seinem Kopfball den Sieg sicher.

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