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DFB-Pokal

01.06.2013

VfB-Trainer Bruno Labbadia zeigt Gefühle

Bruno Labbadia kann mit dem VfB Stuttgart den ersten Titel seiner Trainerkarriere holen.
Bild: Robert Ghement dpa

Bruno Labbadia eckt oftmals an. Heute will der Trainer mit dem VfB Stuttgart den DFB-Pokal gewinnen.

Dass Bruno Labbadia immer noch Coach des VfB Stuttgart ist, grenzt an ein Wunder. Die Schwaben hatten zwischen 2004 und 2010 mit sechs Trainern einen enormen Verschleiß. Labbadia hingegen verließ seine vorangegangenen Stationen Hamburg, Leverkusen und Fürth nach jeweils einer Spielzeit.

Dann fanden der mittlerweile 47-Jährige und der VfB zusammen. Er rettete die Mannschaft vor dem Sturz in die Zweitklassigkeit und führte sie anschließend in die Europa League.

Labbadia kann seinen ersten Titel als Trainer holen

Heute steht er mit den Stuttgartern im DFB-Pokal-Finale dem FC Bayern gegenüber und kann seinen ersten Titel als Trainer holen. Vor vier Jahren hatte er mit Bayer Leverkusen schon einmal die Chance auf den Pokal. Am Tag vor dem Finale erschien ein Interview des Trainers, in dem er sowohl der Vereinsführung als auch seinen Spielern die falsche Einstellung vorwarf.

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Leverkusen verlor das Spiel, Labbadia seinen Job. In Stuttgart sorgte er in der mittlerweile abgelaufenen Saison für Aufsehen, als er sich von Journalisten ungerecht behandelt fühlte und seine Wutrede mit den Worten schloss: „Am Arsch geleckt. Das Fass ist absolut voll.“

Bruno Labbadia zeigte immer schon Emotionen

Schon als Spieler ging Labbadia freizügig mit seinen Emotionen um. Der technisch eingeschränkte Stürmer wühlte sich mit Vorliebe durch den Strafraum, drängte Gegenspieler mit dem Hinterteil in Richtung Eckfahne und müllerte den Ball ins Tor. Anschließend: exaltierter Jubel, vornehmlich in der Fankurve.

Während seiner Zeit beim FC Bayern nannte ihn die Süddeutsche Zeitung „Bruno Volkstribuno“. In der Mannschaft wurde er „Mister Hollywood“ genannt, weil er stets den direkten Weg in Richtung Fernsehkameras nahm.

Labbadia glaubte damals, dass ihm die temporär überschaubare Profikarriere nicht viel Zeit lässt, Geld zu verdienen. „Deswegen nutze ich das jetzt aus – gnadenlos“, gab er unumwunden zu.

Die Familie ist Labbadias größtes Glück

Als Kind zweier italienischer Gastarbeiter wuchs er mit acht Geschwistern im hessischen Schneppenhausen auf. Aus Trotz lernte er kein Italienisch, weil ihn seine Mitschüler als „Spaghettifresser“ bezeichneten.

Seit 25 Jahren hat Labbadia zusammen mit seiner Ehefrau Sylvia selbst Kinder. Als sein größtes Glück bezeichnet er es, wenn er zusammen mit Gattin, Tochter Jessica und Sohn Luca in den Urlaub fährt. Patenonkel des 12-Jährigen war Labbadias Jugendtrainer Georg Linnert, der 2010 starb.

Mit ihm und seinen Mannschaftskameraden vom SV 1910 Weiterstadt traf sich Labbadia auch noch während seiner Trainerzeit immer kurz vor Weihnachten.

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