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Fußball-WM

17.05.2018

Wagner, Ballack, Reus: Das sind die WM-Pechvögel

Fußball-WM-Pechvogel Michael Ballack: Ein Foul von Kevin-Prince Boateng im englischen Pokal bedeutet für den "Capitano" das WM-Aus in Südafrika. Sandro Wagner ist nicht verletzt, darf trotzdem nicht zur WM.
Bild: imago (Archivbild)

Der vorläufige Kader für die Fußball-WM 2018 steht. Lars Stindl ist verletzungsbedingt nicht dabei. Wer noch zu den Pechvögeln der Fußball-WM-Geschichte zählt.

Bundestrainer Joachim Löw verkündete am Dienstag seinen vorläufigen Kader für die Fußball-WM 2018 in Russland. Anpfiff für das Turnier des Jahres ist am 14. Juni 2018. Sandro Wagner spielt in der Mannschaftsplanung von "Jogi" Löw keine Rolle. Für viele ist das sicherlich eine überraschende Entscheidung. Schließlich erzielte Wagner in seinen ersten fünf Länderspielen fünf Treffer für die DFB-Elf.

Als Reaktion auf seine Nicht-Nominierung erklärt Sandro Wagner daraufhin seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Gleichzeitig kritisiert der 30-Jährige Joachim Löw. Mit seiner Art habe er scheinbar nicht mit dem Trainerteam zusammengepasst.

Wagner teilt sich mit Löws WM-Absage das gleiche Schicksal wie Kevin Kuranyi (2006) und Mario Gomez. Löw streicht Gomez 2014 kurzfristig aus dem Kader für die Fußball-WM 2014 in Brasilien. Die Enttäuschung ist riesig. Diesmal könnte es für den Riedlinger ein Happy End geben. Der 32-jährige Stürmer vom VFB Stuttgart geht ab 23. Mai mit in die WM-Vorbereitung nach Eppan in Südtirol.

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Diese Fußballer sind im vorläufigen WM-Kader von Joachim Löw
Bild: Julian Stratenschulte, dpa

Trainingslager und WM finden dagegen ohne WM-Held Mario Götze statt. Der Dortmunder überzeugt Löw in dieser Saison nicht - bleibt dem Memminger mehr Zeit für seine frisch angetraute Ehefrau Ann-Kathrin Brömmel. Lars Stindel trifft ein anderes Schicksal. Beim Auswärtsspiel seiner Gladbacher Borussia gegen Schalke 04 am 28. April 2018 erwischt er einen rabenschwarzen Tag.

Der Mittelstürmer knickt bei einem Zweikampf unglücklich um und zieht sich dabei einen Syndesmoseriss im linken Sprunggelenk zu. 2012 erleidet er dieselbe Verletzung und muss vier Monate pausieren. Der Pechvogel dürfte die WM-Spiele wehmütig von der Couch aus verfolgen.

Fußball-WM 2018 findet ohne Stindl, Wagner und Götze statt

Damit weisen Lars Stindl und Marco Reus eine traurige Gemeinsamkeit auf. Der Stürmerstar von Borussia Dortmund war 2014 für die Fußball-WM in Brasilien fest gesetzt. Einen Tag vor dem Abflug des DFB-Teams nach Brasilien verletzte sich Reus im Testspiel gegen Armenien am Fuß. Autsch! Ähnliches Pech hatte Michael Ballack. Er wollte als "Capitano" seine Mannschaft in Südafrika zum ersehnten vierten WM-Titel ballern. Leider machte ihm Kevin-Prince Boateng im englischen Pokalfinale Chelsea gegen Portsmouth einen Strich durch die WM-Rechnung. Ein Foul während der ersten Halbzeit lässt Innenband und Teile der Syndesmose im rechten Sprunggelenk reißen.

Pechvogel Marco Reus hatte aus Verletzungsgründen sowohl die WM 2014 in Brasilien als auch die EM 2016 in Frankreich verpasst. In Russland möchte der Stürmer auf Torejagd gehen.
Bild: Jan Woitas, dpa (Archiv)

Sebastian Deisler ist großer WM-Pechvogel - zweimal fällt er verletzungsbedingt aus

Bei Sebastian Deisler zerstört 2006 ebenfalls eine Verletzung alle WM-Träume. Nach 2002 macht dem Riesentalent erneut sein Knie Probleme. Eine Knorpelabsprengung am rechten Knie hält in von der Fußball-WM und insgesamt sechs Monate vom Ball fern. Ihn darf man wirklich als Pechvogel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bezeichnen. Ein Titel, auf den jeder Spieler dankend verzichtet.

Benjamin Hübner verletzte sich im Spiel gegen die TSG Hoffenheim und wurde ins Krankenhaus gebracht. Foto: Armin Weigel/
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Kuriose Verletzungen von Fußballern abseits des Platzes
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