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Fußball

14.01.2019

Zu dick für die 3. Liga?

98,3 Kilo verteilt auf 1,85 Meter: Kevin Pannewitz ist ein kräftiger Kerl – zu kräftig findet sein Klub, der Drittligist FC Carl Zeiss Jena.
Bild: imago

Kevin Pannewitz kam mit 98 Kilo aus dem Winterurlaub zurück und erhielt dafür die Kündigung. Dagegen will er nun klagen

Fußballprofi Kevin Pannewitz will sich gegen die Kündigung durch den Drittligisten FC Carl Zeiss Jena wegen Übergewichts wehren. „Ich habe eine Familie, Frau und Kind, ich bin durch das Verhalten von Jena völlig vor den Kopf gestoßen. Der Verein hat mich bei der ersten Gelegenheit abgeschossen, dagegen gehen wir vor“, sagte 27-Jährige in einem Interview der Bild am Sonntag. Pannewitz war nach eigenen Angaben mit einem Gewicht von 95 Kilogramm in den Urlaub gegangen und mit 98,3 Kilogramm nach der Winterpause zurückgekehrt. Pannewitz ist 1,85 Meter groß. Der FC Carl Zeiss Jena hatte die außerordentliche Kündigung am vergangenen Mittwoch bekannt gegeben. „Wir hatten noch ein Hallenturnier, danach wurde mir vom Verein mitgeteilt: Du musst schnellstmöglich weg hier! Dabei habe ich noch eineinhalb Jahre Vertrag“, sagte Pannewitz.

Jena habe ihm keine Alternative geboten, sie hätten ihn einfach loswerden wollen. Der Berufs-Fußballer meinte, zum Rückrundenauftakt am 26. Januar wäre er „in Form gewesen“. Pannewitz begründete die Zunahme von über drei Kilogramm in der Weihnachtspause damit, dass er in den zwei Wochen vor seinem Urlaub und auch zu Beginn der Winterpause krank gewesen sei. Er habe nicht trainieren können: „Es wird ja so dargestellt, als hätte ich im Urlaub hemmungslos gelebt, gefressen. Das ist völlig falsch.“ Er war im Oktober vergangenen Jahres allerdings auch schon mal aus disziplinarischen Gründen für eine Woche suspendiert worden. Der gebürtige Berliner fiel in seiner Karriere öfters durch Eskapaden auf. Nach seinem Zweitliga-Debüt mit 17 Jahren bei Hansa Rostock bekam er im Sommer 2012 beim Bundesligisten VfL Wolfsburg eine Chance. Ein Jahr später stand er ohne Verein da. Sein Engagement in Jena sollte ein erneuter Neuanfang sein. (dpa)

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