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Tennis

20.04.2019

Zverev wartet auf ein Erfolgserlebnis

Das Jahr 2019 ist bislang nicht das von Alexander Zverev. Der an Nummer drei der Welt gesetzte 22-Jährige schied nun beim Turnier in Monte Carlo früh aus.
Bild: Pierre Lahalle, Witters

Schon wieder eine frühe Niederlage für den 22-Jährigen, diesmal in Monte Carlo. Die deutsche Hoffnung hat in diesem Jahr große Probleme. Dafür gibt es Gründe

An seinem 22. Geburtstag hätte Alexander Zverev an diesem Samstag sicher lieber das Halbfinale von Monte Carlo bestritten, statt nur noch Zuschauer zu sein. Die erste Delle in der Tennis-Karriere des deutschen Jungstars ist mit dem Achtelfinal-Aus beim Masters-Turnier in seiner Wahlheimat noch ein bisschen tiefer geworden. Der Hamburger habe beim 6:7 (6:8), 1:6 gegen den Italiener Fabio Fognini nicht wie eine Nummer drei der Welt gewirkt, stellte die französische Sportzeitung L’Équipe nach dem phasenweise enttäuschenden Auftritt am Donnerstag fest.

Im zweiten Satz haderte Zverev wieder einmal mit sich. Insgesamt 25 leichte Fehler unterliefen ihm bei teils heftigen Winden auf dem Court Central Rainier III im Fürstentum. Fognini hat in seiner Karriere zwar schon etliche Topspieler entnervt, und vor allem auf Sand ist der temperamentvolle Weltranglisten-18. ein gefährlicher Gegner. Doch bei der ersten Niederlage gegen Fognini nach zuvor zwei Siegen warf Zverev aus Frust über die eigene Leistung seinen Schläger einmal wütend auf den Boden. Diese Szene weckte Erinnerungen an das Achtelfinal-Aus bei den Australian Open, als Zverev während eines Seitenwechsels sein Arbeitsgerät komplett zerlegt hatte.

Immerhin, beim Turnier in Acapulco erreichte er Anfang März das Finale. Danach wurde Zverev krank, scheiterte früh bei den Masters-Turnieren in Indian Wells und Miami sowie beim extra eingeschobenen Sandplatz-Auftakt in Marrakesch und nun in Monte Carlo. Bei dem prestigeträchtigen Sandplatzturnier, traditionell der Auftakt für die großen europäischen Events auf roter Asche, hatte Zverev im vorigen Jahr das Halbfinale erreicht. Es folgten die Turniersiege in München und Madrid sowie der Finaleinzug in Rom. Der Start in Monte Carlo gegen den aufstrebenden Kanadier Félix Auger-Aliassime war auch vielversprechend verlaufen.

Gegen den ausgebufften Fognini folgte aber nur einen Tag später der nächste Rückschlag. In den kommenden Wochen hat Zverev eine Menge Punkte zu verteidigen. In München tritt der Norddeutsche ebenso wie in Madrid als Titelverteidiger an. In Rom hatte er 2018 anschließend noch das Endspiel erreicht und bei den French Open in Paris sein bislang einziges Grand-Slam-Viertelfinale. (dpa)

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