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Stärken und Schwächen der Augsburger Panther: Saisonanalyse vor dem Auftakt

Augsburger Panther

Wie stark sind die neuen Panther?

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    Jung, dynamisch, erfolgreich: Panther-Stürmer Alexander Blank deutete mit vier Treffern und als Überzahlspezialist seine Stärken in der Vorbereitung an.
    Jung, dynamisch, erfolgreich: Panther-Stürmer Alexander Blank deutete mit vier Treffern und als Überzahlspezialist seine Stärken in der Vorbereitung an. Foto: Siegfried Kerpf

    Die spannendste Frage vor dem Eishockey-Saisonstart am Freitag in Nürnberg lautet: Sind die Augsburger Panther stärker als in der abgelaufenen Saison? Hat Sportdirektor Larry Mitchell einen guten Job in den vergangenen Monaten gemacht? Die Bilanz der Vorbereitungsphase ist mit vier Siegen und vier Niederlagen ausgeglichen, der Eindruck positiv. Denn die Partien waren fast durchweg eng. Zum Abschluss gab es mit dem 2:6 beim DEL-Konkurrenten Schwenningen die erste Pleite nach 60 Minuten und das deutlichste Ergebnis. Das trübt ein wenig den guten Gesamteindruck. Gerade gegen die höher eingestuften Schweizer Teams wie den EHC Biel-Bienne oder den HC Lugano unterlag der AEV jeweils erst nach Penaltyschießen (2:3). Gegen die anderen DEL-Vertreter gab es einen Sieg (3:2 n. P. gegen Straubing) und eine Niederlage (3:4 n. P. gegen Nürnberg). Wie gut Augsburg gerüstet ist für die 32. Saison in der Deutschen Eishockeyliga verrät ein Blick auf die Mannschaftsteile.

    Die Torhüter Mit Michael Garteig und Peyton Jones für Strauss Mann und Markus Keller (jetzt Sportmanager) haben die Panther auf der wichtigsten Position einen Schritt nach vorne gemacht. Der Ex-Ingolstädter Garteig unterstrich, warum er seit Jahren zur oberen Kategorie der DEL-Schlussmänner zählt. Einzig gegen Schwenningen ließen seine Vorderleute den 33-jährigen Kanadier oft im Stich. Die Zuordnung im eigenen Drittel passte nicht. Jones hinterließ ebenfalls einen souveränen Eindruck. Da der gebürtige US-Amerikaner einen deutschen Pass besitzt, hat sein Einsatz den Vorteil, dass Trainer Peters neun Ausländer als Feldspieler aufbieten kann.

    Leistungssprung in der Panther-Abwehr

    Die Verteidiger In dieser Zone haben die Panther gefühlt den größten Leistungssprung getan. Ein Hüne wie Dennis Reul, der ligaweit zu den besten Blockern zählte, in manchen Situationen allerdings unbeweglich wirkte, steht nicht mehr im Kader. Doch ansonsten haben die Panther mit Kyle Mayhew einen Powerplay-Organisator gefunden, der höheren Ansprüchen genügt. Zwei weitere Neuverpflichtungen wie der Deutsche Meister Ryan Button und Europa-Neuling Madison Bowey überzeugen an beiden Enden der Eisfläche. Moritz Wirth (26 Jahre) aus Düsseldorf und Fabrizio Pilu (22) wirken solide und haben ebenso wie der verbliebene Leon van der Linde noch Entwicklungspotenzial. Über die herausragenden Qualitäten von Thomas Schemitsch, der trotz Angebote der Konkurrenz gehalten werden konnte, muss nicht diskutiert werden. Maximilian Renner zerreißt sich weiterhin für den AEV. Und der erst 16 Jahre junge Liron Pellizzari deutete in seinem ersten Einsatz bei den Profis an, dass er viele Anlagen besitzt, um seinen Weg in der DEL zu machen.

    In den ersten sieben Testspielen kassierten die Panther nach 60 Minuten im Schnitt nur 1,7 Gegentreffer. Die Handschrift des neuen Trainers Bill Peters war zu erkennen. Der ehemalige NHL-Coach setzt auf Abwehrarbeit der gesamten Mannschaft. Lediglich in Schwenningen (2:6) erinnerte die Leistung an die „alten“ Panther aus dem Vorjahr. Erst nach einem verschlafenen Auftakt und einem 0:4-Rückstand kam ernsthafte Gegenwehr.

    Grenier und Blank zeigen Torjäger-Qualitäten

    Die Stürmer Die erfolgreichsten Torjäger der Vorbereitung sind die Neuzugänge Alexandre Grenier und Alexander Blank mit jeweils vier Treffern. Der Ex-Kölner Grenier überzeugt mit körperlicher Präsenz und Wucht. Der ehemalige Düsseldorfer Blank zeigte seine feine Technik und gilt als Überzahlspezialist. Der Kanadier Joseph Cramarossa als zweiter neuer Importspieler im Sturm bringt körperliche Präsenz (1,85 Meter) und Erfahrung aus DEL und NHL mit. Tim Wohlgemuth und Enrico Henriquez (jeweils ein Tor) bringen als deutsche Verstärkungen Elan und Spielwitz ein. Riley Damiani, der wegen einer Schulterverletzung in der vergangenen Saison lediglich 15 Partien absolviert hat, könnte fast als Neuzugang durchgehen. Der Kanadier weiß inzwischen, was ihn in der DEL erwartet, und überzeugt als Spielmacher oder Torschütze (zwei Testspiel-Tore). Das Gleiche gilt für Cody Kunyk, der verlässlich Scorerpunkte liefern wird, sofern der 35-Jährige gesund bleibt. Anthony Louis kann sich noch steigern. Das hatte Sportdirektor Mitchell bereits bei der Vertragsverlängerung des technisch überragenden Spielmachers durch die Blume angedeutet. Wenn sich Louis in seiner Spielweise, die zwischen genial und schlampig schwankt, konstant ans obere Ende der Skala bewegt, dann dürfte auch Mitchell zufrieden sein.

    Die Panther sind jünger im Sturm geworden und haben die Rollen der Spielmacher (Louis, Damiani, Blank, Wohlgemuth), potenzieller Torjäger (Grenier, Kunyk), Allrounder (Busdeker, Cramarossa, Trevelyan, Florian Elias) und verlässlicher Arbeiter besser als im Vorjahr besetzt. Die Konkurrenz unter 15 Stürmern, die um zwölf freie Plätze im offensiven Aufgebot kämpfen, ist groß. Enrico Henriquez, Luca Tosto, Moritz Elias, Christian Hanke oder Sebastian Zwickl möchten sich für mehr Verantwortung aufdrängen.

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