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Bundesliga
29.09.2016

Wie einst im Mai

Rickey Paulding (am Ball gegen Raymar Morgan) ist das Oldenburger Basketball-Denkmal und gegen die Ulmer spielt er regelmäßig besonders gut.
Foto: Imago/Eibner

Die Viertelfinalserie ist erst seit gut vier Monaten Geschichte, jetzt spielen die Ulmer wieder gegen Oldenburg. Auf einen Spieler müssen sie dabei besonders achten

Die Zahlenfolge lautet 18 - 26 - 30 - 16. Sie steht für die Anzahl der Punkte, die Rickey Paulding in den vier Viertelfinalspielen um die deutsche Meisterschaft gegen Ratiopharm Ulm erzielt hat. Die Serie ist erst seit etwa mehr als vier Monaten Geschichte, durchgesetzt haben sich damals bekanntlich trotz der Galavorstellungen des mittlerweile 33-jährigen Oldenburger Basketball-Denkmals die Ulmer. Gleich im ersten Ulmer Heimspiel der neuen Bundesligasaison kommt es am Samstag (18 Uhr) erneut zum Duell mit Oldenburg. Beide Mannschaften sind im Kern zusammengeblieben, die Partie hat also durchaus Revanche-Charakter. Thorsten Leibenath interessiert sich trotzdem nicht mehr so sehr dafür, was im vergangenen Mai passiert ist. „Aber ich weiß, dass Oldenburg in der letzten Saison eine Topmannschaft war und das auch in dieser Saison wieder sein wird.“ Was nicht nur, aber in hohem Maße auch an Paulding liegt, der in sein zehntes Jahr bei den Donnervögeln geht und der gegen die Ulmer regelmäßig sehr gut spielt. „Aber das tut er auch insgesamt“, stellt Leibenath lakonisch fest. Nach seiner Einschätzung ist der dreifache Vater aus Detroit eine Bundesliga-Institution wie sonst wahrscheinlich nur noch der Ulmer Kapitän Per Günther.

Einer der wenigen Neuen in der kaum veränderten Ulmer Mannschaft hat ja gleich am ersten Spieltag mächtig auf sich aufmerksam gemacht. Zum 95:87-Sieg nach Verlängerung in Bayreuth steuerte Dominique Sutton 13 Punkte und acht Rebounds bei. Sein Trainer warnt vor überzogener Euphorie: „Ich hätte nichts dagegen, wenn er so weiter macht. Aber ich gehe nicht unbedingt davon aus.“ Leibenath verweist darauf, dass sogar absolute Ulmer Leistungsträger wie Raymar Morgan und Augustine Rubit in der vergangenen Saison diese Werte im Schnitt nicht erreicht haben. Außerdem wird man sich wohl in der Bundesliga sehr schnell besser auf den bisher unbekannten Sutton einstellen. Ob dessen Zweimonats-Vertrag verlängert wird, das bleibt also trotz der tollen Leistung in Bayreuth offen. Natürlich spielen bei dieser Entscheidung auch finanzielle Erwägungen und der Gesundheitszustand der anderen Ulmer Spieler eine Rolle. Es ist aber auf jeden Fall die alleinige Entscheidung des Vereins, beim Vertragsabschluss mit Sutton wurde eine einseitige Option vereinbart.

Bereits am Sonntag fliegt der Ulmer Tross in die Hauptstadt, am Montag um 15.30 Uhr wartet schließlich die vielleicht noch schwierigere Aufgabe an diesem Wochenende gegen Alba Berlin. Der achtfache deutsche Meister und neunfache Pokalsieger hat allerdings nicht mehr ganz die Klasse früherer Jahre und den Anschluss an die Branchengrößen Bamberg und Bayern München ein wenig verloren. Nach Einschätzung mancher Experten haben die Ulmer inzwischen zu Alba aufgeschlossen oder sogar mehr Potenzial als Berlin. Leibenath sagt dazu: „Vor fünf Jahren war der Abstand sicher größer. Wir sind jetzt sportlich und finanziell näher dran.“ Der Ulmer Trainer geht aber davon aus, dass die Berliner nach wie vor mehr Geld für ihre Profimannschaft ausgeben, als die Ulmer es können.

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