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Pokal

16.02.2018

Ein Tänzchen mit den Bayern

In dieser Szene des Bundesligaspiels sind Tim Ohlbrecht (links) und Mike Zirbes auf Augenhöhe. Am Ende gewannen aber die Bayern problemlos in der Ratiopharm-Arena.
Bild: Imago/Oryk HAIST

Die Ulmer suchen weiter nach einem Funken Hoffnung und sie sind fündig geworden. Aber realistisch sprechen gleich mehrere Faktoren gegen sie

Weiter geht die Suche nach einem Funken Hoffnung für das Halbfinalspiel im deutschen Basketball-Pokal zwischen Ulm und Bayern München am Samstag (16 Uhr) in der Ratiopharm-Arena. Der Ulmer Manager Thomas Stoll hat in den Geschichtsbüchern geblättert und eine erstaunliche Parallele entdeckt: Vor vier Jahren hat Ulm gegen Frankfurt mit 67:71 verloren und nur sechs Tage später im Halbfinale in der Arena die Bayern mit 90:72 geschlagen. Diesmal haben die Ulmer bekanntlich am Mittwoch die Generalprobe gegen die Skyliners mit 77:78 vergeigt. Vielleicht hilft ja auch die Einschätzung der Basketball-Bundesliga (BBL), wonach Per Günther den Titel von den Spielern aller vier an diesem Turnier beteiligten Mannschaften am meisten verdient hätte. Schließlich hat der Ulmer Kapitän in seiner Karriere schon zwei Pokalendspiele jeweils gegen Berlin und zwei Finalserien um die deutsche Meisterschaft jeweils gegen Bamberg verloren. Schließlich sind noch artige und allerdings obligatorische Worte der Anerkennung aus München zu vernehmen. Der Bayern-Kapitän Anton Gavel wird auf der Homepage der Bayern zitiert mit den Worten: „Es wird schwer, wir müssen unsere Topleistung zeigen.“ Der Mannschaftskollege Reggie Redding pflichtet ihm bei: „Wir müssen uns wirklich auf alles einstellen. Das Ligaspiel haben wir klar gewonnen, aber wir wissen, dass es nicht noch einmal so läuft.“

Eben dieses Ligaspiel in der Arena ging am vorletzten Tag des alten Jahres mit 89:75 an die Bayern und die chancenlosen Ulmer waren damit noch gut bedient. Dieses Ergebnis ist nur ein Grund dafür, dass die Favoritenrolle im Halbfinale so eindeutig vergeben ist. Die Bayern sind außerdem Tabellenführer der Bundesliga, sie haben im Eurocup als einziger deutscher Verein das Viertelfinale erreicht und das überaus souverän und sie bereiten sich auf das Pokal-Wochenende ebenso professionell vor wie auf jedes andere Spiel. Die lediglich 140 Kilometer lange Anreise hat der Münchener Tross schon am Freitag hinter sich gebracht und ist im Landgasthof Hirsch in Finningen abgestiegen. Die Mannschaften aus Berlin und Bayreuth haben übrigens im Ulmer Maritim-Hotel übernachtet.

Die Ulmer ihrerseits stecken nach den Heimniederlagen gegen Gießen und Frankfurt in einer mittelschweren Krise und in Sachen Pokal-Erfahrung hat nur Bayreuth noch weniger vorzuweisen als der Gastgeber. Bei den Oberfranken hat noch kein einziger Spieler den Pott gewonnen, bei Ulm ist das immerhin Ismet Akpinar zweimal mit Berlin gelungen.

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Bei den Trainern ist der Unterschied noch augenfälliger: Der Bayreuther Raoul Korner war immerhin Meister und Pokalsieger in Österreich und den Niederlanden, Aito Garcia Reneses von Alba Berlin und Aleksandar Djordjevic von Bayern München haben mit Ausnahme von Olympia-Gold sowieso so ziemlich alles gewonnen. In der Biografie des Ulmers Thorsten Leibenath steht dagegen noch kein Titel.

Als Ulmer kann man also an diesem Pokal-Wochenende eigentlich nur gewinnen. Als Spieler, als Fan und als Zocker. Wer bei einem Wettanbieter im Internet auf München setzt, der macht bei einem Einsatz von einem Euro nur 20 Cent Gewinn. Mit Ulm sind 4,50 Euro verdient. Für diesen Tipp braucht man allerdings Mut.

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