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Eishockey
23.04.2024

Anna-Lena Niewollik: "Was? Frauen spielen Eishockey?"

Die Augsburgerin Anna-Lena Niewollik spielt beim ECDC Memmingen Eishockey und ist gerade deutsche Meisterin geworden
Foto: Alwin Zwibel

Anna-Lena Niewollik hat beim AEV das Eishockeyspielen gelernt und ist mit Memmingen deutsche Meisterin geworden. Von Gleichberechtigung ist die Sportart noch weit entfernt.

Wie sind Sie zum Eishockey gekommen?

Anna-Lena Niewollik: Mein Papa ist immer zu den AEV-Spielen gegangen und hat meinen Bruder Marco mitgenommen. Der hat dann mit dem Eishockeyspielen angefangen und ich fand das auch ganz cool. Irgendwann habe ich mich dann auch aufs Eis gestellt. 

Gibt es beim AEV eine Mädchenmannschaft oder wird in gemischten Teams gespielt?

Niewollik: Das sind alles gemischte Mannschaften beim AEV. Die meisten spielen bei den Jungs mit bis sie 15 oder 16 Jahre alt sind. Dann werden die körperlichen Unterschiede einfach zu groß und die meisten wechseln in eine Frauenmannschaft. Bei den Torhüterinnen ist ein bisschen einfacher, da spielen viele noch in der Bayernliga bei den Männern. Die Schüsse werden natürlich härter, aber es gibt eben keine direkten Zweikämpfe. 

Sie sind mit 15 Jahren nach Memmingen gewechselt. Wie groß war der Schritt für Sie?

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Niewollik: Sehr groß. Bis dahin wusste ich eigentlich gar nicht so richtig, dass es überhaupt Frauenmannschaften gibt, weil ich bis dahin immer gegen und mit Jungs gespielt habe. In Memmingen war ich dann zum ersten Mal in einer Mannschaft, wo nur Frauen spielen. 

Und Sie haben gleich 25 Spiele gemacht in der ersten Saison...

Niewollik: Ja, genau. Das war schon ein Sprung ins kalte Wasser. Aber es war genau richtig, wir sind damals gleich zum ersten Mal deutscher Meister geworden. Memmingen ist inzwischen zu einer kleinen Eishockey-Hochburg für uns Frauen geworden. Durch die Erfolge ist das immer mehr geworden - auch bei den Zuschauern. In den Spitzenspielen ist das schon richtig gut inzwischen, ansonsten sind es dann doch vor allem Freunde und Familie, die zuschauen. Wir hätten gern mehr Zuschauer. Jetzt im Finale gegen Ingolstadt waren es richtig viele. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man die Fangesänge hört und nicht immer nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielt. 

Schauen Sie dann auch mal ein Spiel der Panther und denken sich, dass so eine Kulisse schön wäre?

Niewollik: Ich habe nicht oft Zeit zum Zuschauen, weil wir ja selbst spielen. Aber klar wäre es cool, mal in so einer vollen Halle zu spielen und nach oben zu schauen und alles ist voller Fans. Als kleine Kinder durften wir manchmal in den Drittelpausen bei den Pantherspielen aufs Eis. Das hat sich eingeprägt. 

Inzwischen studieren Sie in Augsburg Erziehungswissenschaften. Wie bekommen Sie Studium und Sport unter einen Hut?

Niewollik: Eigentlich ganz gut. Ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit, da bin ich flexibel. Mal schauen, wie das wird, wenn ich ins Berufsleben einsteige. Mit einer Mannschaftskollegin aus Bobingen fahren wir während der Saison dreimal die Woche zum Training nach Memmingen und am Wochenende eben zu den Spielen. Da kommen schon ein paar Kilometer zusammen. 

Wie sind denn die Reaktionen Ihrer Kommilitoninnen, wenn Sie erzählen, dass Sie Eishockey spielen und deutsche Meisterin sind?

Niewollik: Meistens kommt da die Frage: Was? Frauen spielen Eishockey? Das ist noch gar nicht so bekannt. 

Eishockey hat den Ruf ein sehr rauer Sport zu sein, mit Prügeleien und ausgeschlagenen Zähnen.

Niewollik: Ja, das schon. Aber es macht ja keinen Unterschied, ob Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau spielt. Der einzige Unterschied ist, dass wir mit Vollvisier spielen müssen. 

Warum ist das bei Frauen verpflichtend?

Niewollik: Gute Frage. Aber bei uns würden auch die Wenigsten nur mit Halbvisier spielen wollen. Bei den Männern wird da man vermutlich leichter in so eine Opferrolle gedrängt. 

Bei den Männern gibt es immer wieder richtige Faustkämpfe ohne Handschuhe. Gibt es das bei den Frauen auch?

Niewollik: Eher selten. Gegen Gitter schlagen ist ja nicht so schlau (lacht). Kleine Auseinandersetzungen gibt es natürlich. Da geht es schon zur Sache. Man schubst sich, schlägt sich mal kurz in die Magengegend und so. Wir gehen auch mit blauen Flecken aus den Spielen raus. Wir blocken Schüsse, die auch mal Stellen treffen, die nicht ganz so gut geschützt sind. 

Das klingt trotzdem nicht so, als habe Eishockey in Sachen Gleichberechtigung noch einen weiten Weg vor sich?

Niewollik: Absolut. Allein was die finanzielle Vergütung angeht. Es gibt ein paar wenige Plätze bei der Bundeswehr, die vom DEB für die Nationalspielerinnen vergeben werden. Ansonsten kriegen wir jetzt zum ersten Mal Fahrtkosten erstattet. Nächste Saison bekommen wir zum ersten Mal einen eigenen Schläger gestellt, dazu noch Handschuhe, Überzughosen und Helm - alles andere müssen wir selbst bezahlen.

Gab es für den Meistertitel eine Prämie?

Niewollik: Nein. Wir wurden letztes Jahr von Markus Söder eingeladen. Das ist die Anerkennung, die wir bekommen. Geldprämien oder so gibt es nicht. 

Wie kommt es eigentlich, dass Amsterdam in der Bundesliga spielt?

Niewollik: Die waren dieses Jahr zum ersten Mal dabei. Weil wir so wenige Mannschaften waren, sind die noch in die Liga mit reingerutscht. Jetzt haben wir immerhin sieben Mannschaften in der Bundesliga. 

Warum sind es denn nur sieben?

Niewollik: Ich vermute, weil der Druck in der Bundesliga natürlich größer ist, als in der Landesliga. Viele wollen das eben nur zum Spaß machen und freuen sich, wenn sie einmal in der Woche aufs Eis gehen und zwei Spiele im Monat haben. Die Bundesliga ist mit viel mehr Aufwand verbunden, auch wenn es weiterhin "nur" ein Hobby ist, das wir aus Spaß machen. 

In den USA gibt es jetzt die weibliche Entsprechung der NHL, die Professional Women's Hockey League (PWHL). Mit Sandra Abstreiter spielt dort auch eine Deutsche. Ist es der große Traum jeder Eishockeyspielerin, dorthin zu kommen?

Niewollik: Das ist natürlich das Non plus Ultra - vor allem jetzt in den Anfangszeiten, wenn sich das gerade erst alles entwickelt. Die Spielerinnen verdienen Geld, die Strukturen sind sehr professionell. 

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