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28.07.2010

Grünes Licht für Scorpions - Meister macht weiter

Grünes Licht für Scorpions - Meister macht weiter
Bild: DPA

Hannover (dpa) - Der deutsche Meister Hannover Scorpions spielt auch nächste Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Das teilte Scorpions-Eigner Günter Papenburg nach einem Gespräch mit Niedersachsens Wirtschaftsminister und Vertretern der Deutsche Messe AG mit.

Der Rückzug vom Rückzug ist perfekt, die Hannover Scorpions spielen auch in Zukunft in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Scorpions-Eigner Günter Papenburg gab "Grünes Licht" für die Mannschaft des deutschen Meisters und verhinderte damit ein Desaster für die krisengeplagte DEL. "Der Spielbetrieb wird aufgenommen", sagte Papenburg kurz und knapp nach einem "positiven Gespräch" mit Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) und Vertretern der Deutschen Messe AG und der TUI AG mit.

Die Mannschaft des neuen Trainers Toni Krinner kann damit - wie von der Ligenleitung bereits angesetzt - am 3. September zum ersten Punktspiel beim niedersächsischen Nachbarn EHC Wolfsburg antreten. Die von Papenburg angedrohte Lizenzrückgabe wegen eines Streits um die TUI-Arena, in der die Scorpions ihre Heimspiel austragen, ist zunächst vom Tisch. Der 70 Jahre alte Unternehmer, der auch Betreiber der Halle ist, hatte gefordert, dass sich Messe und TUI mit fünf Millionen Euro an einer neuen Betreibergesellschaft beteiligt.

Direkt nach der Unterredung in "sachlich konstruktiver Atmosphäre" (Messe AG) bestellte Minister Bode eine Dauerkarte für die kommende Saison. Die Spieler und Trainer Krinner, der in Hannover die Nachfolge des Meistercoaches Hans Zach angetreten hat, atmeten nach dem Ende einer einwöchigen Hängepartie erleichtert auf. "Das war für uns eine schwierige Situation", sagte Kapitän Tino Boos. Die Profis hatten am Dienstag die sportmedizinische Untersuchung absolviert und können nun am Freitag mit dem ersten Training auf dem Eis die Vorbereitung auf die Mission Titelverteidigung in Angriff nehmen.

Grünes Licht für Scorpions - Meister macht weiter

Ausruhen kann und will sich die Scorpions-Führung allerdings nicht. "Trotz des Ausgangs der Gespräche müssen wir auf eigenen Füßen stehen", betonte Geschäftsführer Marco Stichnoth. Er will weiterhin mit seinem Team "intensiv" daran arbeiten, die noch fehlenden Gelder zu akquirieren. Am Vortag hatte er einen Betrag von 1,6 bis 2,0 Millionen Euro genannt, der zur Etat-Deckung benötigt wird. Neue Sponsoren, weitere Einsparungen im Team und Zuschauer-Einnahmen durch eine Dauerkarten-Offensive sollen in den nächsten Tagen die Lücke schließen.

Bisher setzte der Titelverteidiger rund 1000 Saisontickets ab. Diese Zahl soll verdoppelt oder verdreifacht werden. Dazu nahm sich auch die Mannschaft in die Pflicht. Dauerkartenkunden sollen nach Angaben des Vereins von Trainer Krinner, Kapitän Tino Boos und Profis wie Patrick Köppchen und Thomas Dolak persönlich angesprochen werden. "Wir freuen uns, das Wirtschaftsminister Bode als erster seine Bereitschaft gezeigt hat, die Hannover Scorpions zu unterstützen", sagte Stichnoth.

Zu den Details des Gespräches mit Papenburg und Bode vereinbarten die Teilnehmer Vertraulichkeit. Sie verständigten sich auf weitere Schritte, um die Prüfung eines Betreibermodells zu ermöglichen. "Über eine Beteiligung der Deutschen Messe AG wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden", teilte die Messe mit, deren Eigner die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen sind.

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