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Augsburger Panther

20.08.2019

AEV überzeugt bei Dolomitencup – aber es klappt noch nicht alles

Tray Tuomie sieht noch Verbesserungsbedarf.
Bild: Timm Schamberger, dpa (Archiv)

Die Augsburger Panther gewinnen zum fünften Mal den Dolomitencup. Trainer Tray Tuomie sieht zwei starke Auftritte seiner Mannschaft.

Die Augsburger Panther und der Dolomitencup – das muss Liebe sein. Zum siebten Mal startete die Mannschaft aus der Deutschen Eishockey Liga im beschaulichen Neumarkt in Südtirol ihre Vorbereitung auf die neue Saison, zum fünften Mal nach 2013, 2014, 2016 und 2018 gewann sie das Turnier. Zufrieden fuhr deshalb auch der neue Cheftrainer Tray Tuomie in der Nacht zum Montag nach Augsburg zurück. "Es war schön, dass wir die beiden Spiele gegen Oslo und Bern gewonnen haben. Wir haben in den zehn Tagen zuvor hart trainiert, haben es aber trotzdem gut hinbekommen."

Dem klaren 3:0 im Halbfinale gegen Oslo (alle drei Tore schoss Neuzugang Mitch Callahan) hatten die Panther einen 4:3-Sieg nach Verlängerung im Finale gegen den Schweizer Meister aus Bern folgen lassen. Sahir Gill erzielte den entscheidenden Treffer. Beide Gegner sind die aktuellen Meister in ihren Heimatländern. Für Tuomie hat der Turniersieg auch deshalb einen hohen Stellenwert. "Natürlich ist es Vorbereitung, aber es ist jedes Jahr ein stark besetztes Turnier. Die Jungs wollten unbedingt den Pokal holen und ich denke, das hat man in beiden Spielen auch gesehen."

Tuomie: "Was mir gefallen hat, ist, wie hart die Jungs gekämpft haben"

Der Analytiker Tuomie hat aber auch noch einige Baustellen gesehen. "Wenn man etwas herauspicken wollte, wäre es vielleicht das Unterzahlspiel", sagt Tuomie. Bern hatte alle drei Tore im Powerplay erzielt. "Man kann Unterzahl natürlich trainieren, aber man muss diese Situationen auch im Spiel haben. Dann kann man die Videos analysieren und daraus lernen." So gesehen sei es gut gewesen, dass noch nicht alles perfekt funktioniert habe.

Kapitän Steffen Tölzer bekam den Siegerpokal überreicht.
Bild: Kerpf

Den Vorteil, dass seine Mannschaft in großen Teilen auch in der vergangenen Saison schon zusammen spielte, will Tuomie nicht überbewerten. "Trotzdem haben wir eine neue Saison vor uns, in der wir uns erneut beweisen wollen. Was mir gefallen hat, ist, wie hart die Jungs gekämpft haben."

Die Sturmreihen hatte Tuomie in beiden Reihen weitestgehend gleich gelassen. Neuzugang Callahan harmonierte gut mit Spielmacher Drew LeBlanc und Jaroslav Hafenrichter. Ob die Zusammensetzung so bleibt, sei aber noch offen, sagt Tuomie. "Die Vorbereitung ist dafür da, dass du verschiedene Sachen ausprobierst. Aber beim Dolomitencup hat das schon sehr gut funktioniert."

Tuomie: Roy könnte am Wochenende zum Einsatz kommen

Vor allem die überragende Leistung Callahans in seinem ersten Spiel für die Panther hatte auch seinen Trainer überrascht. "Es ist immer schwierig, wenn man neu nach Europa kommt. Noch dazu in eine Mannschaft, in der sich alle kennen. Aber die Jungs haben ihn super aufgenommen. Ich freue mich einfach, dass er so eingeschlagen hat." Speziell gegen Oslo habe er sogar noch ein halbes Dutzend bester Chancen ausgelassen. Tuomie nimmt’s mit Humor: "Er soll sich ja ein paar Tore aufheben für die Saison."

So sehen Sieger aus: Die Augsburger Panther haben zum fünften Mal den Dolomitencup gewonnen.
Bild: Siegfried Kerpf

Callahan hatte sich also die Geschenke zu seinem 28. Geburtstag am Samstag gleich selbst gemacht. Ähnlich hielt es Torwart Markus Keller, der zwei souveräne Auftritte zeigte – und am Montag seinen 30. Geburtstag feierte. Vieles deutet also darauf hin, dass die Panther auch in diese Saison mit einem starken Duo auf der Torhüterposition gehen. Olivier Roy, die nominelle Nummer 1, kuriert gerade eine Blinddarmoperation aus und pausierte am Wochenende. "Es ist noch nicht zu hundert Prozent sicher, aber es sieht gut aus, dass er am nächsten Wochenende einen Einsatz bekommt", sagt Tuomie.

Am Freitag steht das einzige Heimspiel in der Vorbereitung gegen Linz an (19.30 Uhr). Im Training präsentiere sich Roy schon sehr gut, "aber wir sind vorsichtig und wollen einfach nichts riskieren", so Tuomie.

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