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Augsburger Panther
10.10.2021

Aggressiv, clever und technisch überlegen: Panther zwingen Nürnberg in die Knie

Chad Nehring traf für die Augsburger Panther zum 2:0. Am Ende gewann der AEV mit 3:1 gegen die Gäste aus Nürnberg.
Foto: Siegfried Kerpf

Die Augsburger Panther zeigen sich gegen die Nürnberg Ice Tigers überraschend frisch. Allerdings mindern zwei angeschlagene Spieler die Freude über den 3:1-Sieg.

Die Augsburger Panther kommen in der Deutschen Eishockeyliga (DEL) immer besser in Schwung. Mit einem 3:1 (1:0, 2:0, 0:1)-Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers verteidigten sie in der Tabelle Platz acht und können sich nach oben orientieren. Die kriselnden Franken dagegen, die ihren Cheftrainer Frank Fischöder Ende September entlassen haben und seitdem einen Nachfolger suchen, hängen in der Abstiegsregion fest.

Augsburger Panther gegen Nürnberg mit Torwart Markus Keller - Olivier Roy verletzt

Das hatte am Sonntagabend auch damit zu tun, dass sich die Pantherprofis nichts von den Strapazen des Freitags anmerken ließen. Die kräftezehrenden Aufholjagd in Wolfsburg (nach zwischenzeitlichem 0:4-Rückstand endete die Partie mit einer 5:6-Niederlage nach Verlängerung) und Heimkehr am frühen Samstagmorgen hatten die Panther-Profis ganz offensichtlich gut verkraftet. Gegen Nürnberg war von Ermüdungserscheinungen nichts zu sehen. Stattdessen schwebte über dem Spiel die bange Frage, was denn nun mit Stammtorwart Olivier Roy ist. Der hatte sich in Wolfsburg während des ersten Drittels verletzt und musste mit Adduktorepoblemen in die Kabine. An diesem Montag sollen weitere ärztliche Untersuchungen Aufschluss darüber geben, wie lange der Kanadier ausfällt. Schon in der vergangenen Saison hatte er erst wegen einer Corona-Infektion und dann wegen einer Knieverletzung lange gefehlt. 

Sein Stellvertreter Markus Keller bekam von den Nürnbergern im ersten Drittel genau die richtige Dosis Beschäftigung, um auf  Betriebstemperatur zu kommen. Die Gastgeber wiederum hatten zwar die besseren Möglichkeiten, mussten aber bis zur 16. Minute warten, ehe die einmal mehr auffällige vierte Reihe zuschlug. Besetzt ist diese mit den beiden Eisenmenger-Brüdern und Neuzugang Vinny Saponari. Letzterer bekam unmittelbar vor dem gegnerischen Tor den Puck, drehte sich sehenswert samt Spielgerät und bugsierte selbiges zum 1:0 über die Linie. Mit der knappen Führung für die Panther gingen die Mannschaften in die Kabinen. Auch iIm zweiten Drittel erarbeiteten sich die Hausherren Stück für Stück ein Übergewicht und kamen immer wieder zu guten Torchancen. Allein es fehlte (noch) an der Effektivität. Es war dann auch keine der hochwertigen Gelegenheiten, die Chad Nehring für den zweiten Panthertreffer nutzte (38.). Vielmehr wühlte und stocherte er den Puck halb im Fallen ins Nürnberger Tor. Hallensprecher Ingo Weighardt war gerade noch damit beschäftigt, den 4042 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion den Torschützen zu präsentieren, da funkte ihm Adam Payerl in die Jubelarie. 23 Sekunden nach dem 2:0 besorgte der aktuell beste Panther-Torjäger gleich noch das 3:0 (38.).

Vier Punkte aus zwei Spielen: Die Wochenend-Bilanz der Augsburger Panther

Es war die Vorentscheidung in einem Spiel, dass die Panther mit ihrer Mischung aus Aggressivität, Cleverness und technischen Vorteilen gewannen. Dazu kam, dass Keller mit mehreren starken Paraden einmal mehr unter Beweis stellte, dass auf ihn Verlass ist. Daran änderte auch nichts, dass Nürnberg in Person von Blake Parlett auf 1:3 verkürzte (43.). Keller in Zusammenarbeit mit dem Torgestänge verhinderte kurz darauf, dass aus einem sicher geglaubten Sieg doch noch eine Zitterpartie wurde. In weniger guter Erinnerung dürfte Colin Campbell das Spiel behalten. Er bekam einen Schlagschuss von Teamkollege Scott Valentine an den Kopf und musste acht Minuten vor Ende in die Kabine. Dorthin wurde sofort auch die Mannschaftszahnärztin Roswitha Merk beordert, die die Heimspiele der Panther von der Haupttribüne aus verfolgt. Wie es um Campbells Zahnbestand bestellt ist, war am Sonntagabend nicht mehr zu erfahren. Sicher ist dafür, dass die Panther mit vier Punkten aus dem Wochenende gehen und mit dem Abstiegskampf erst einmal nichts zu tun haben.

Augsburg Keller - Graham, Haase; Lamb, Valentine; Rogl, Länger - Nehrin, LeBlanc, Puempel; McClure, Stieler, Trevelyan; Payerl, Campbell, Clarke; Saponari, Maximilian Eisenmenger, Magnus Eisenmenger; Kharboutli

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11.10.2021

Adrian Z hat recht. Es war ein weitgehend zerfahrenes, strukturloses Hin und her zweier Teams, die unfähig waren, das Forechecking des Gegners spielerisch zu lösen, und der Sieg des keineswegs besseren AEV ist auch mit einigem Glück zustande gekommen angesichts zweier Gestängetreffer.

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10.10.2021

Liebe Sportredaktion: Ich weiß nicht, über welches Spiel Sie hier schreiben, aber die Spielberichte sollte schon jemand schreiben, der das Match auch gesehen hat. Dieser Bericht hat nichts, aber aber auch gar nichts mit dem tatsächlichen Spiel zu tun. Das ist echt ärgerlich, was hier geschrieben wird.

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