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AEV

05.11.2019

Die Augsburger Panther hinken den Erwartungen hinterher

Bisher gingen die Panther (im Bild Marco Sternheimer) in dieser Saison des Öfteren leer aus. Sechs Siegen stehen in der DEL elf Niederlagen gegenüber.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Augsburg steht nach einem Drittel der Saison auf dem zwölften Platz in der DEL. Panther-Boss Lothar Sigl sieht aber gute Ansätze und will keine Trainerdiskussion beim AEV.

Ein Drittel der Saison ist gespielt und die Zwischenbilanz der Augsburger Panther fällt bescheiden aus. In der Tabelle steht die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie mit 18 Punkten auf dem zwölften Platz. Sechs Siegen stehen elf Niederlagen gegenüber. Schwachstellen sind vor allem das Unterzahlspiel, nur Mannheim ist in dieser Statistik schlechter, und die Chancenverwertung.

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„Natürlich ist das frustrierend. Ich will das nicht schönreden, aber Fakt ist auch, dass wir sieben der elf Spiele mit nur einem Tor Unterschied verloren haben. Ich kann den Jungs nichts vorwerfen“, sagte Tuomie nach der 1:2-Niederlage am Sonntagabend gegen Wolfsburg. Die Defensive habe diesmal gut gestanden, „aber wir haben gerade eine Phase, in der wir wenige Tore schießen. Du musst also praktisch zu Null spielen, was wir bis 48 Sekunden vor Schluss auch geschafft haben.“ Dann allerdings glich Wolfsburg noch aus und schaffte in der Verlängerung den Siegtreffer.

Tuomie: Momentan fehle bei Panthern die Lockerheit in den Köpfen

Momentan fehle die Lockerheit in den Köpfen, analysierte Tuomie. Mit jeder vergebenen Chance nehme die Verkrampfung zu. Umso dankbarer ist Tuomie über die freien Tage, die der Deutschland Cup (von Donnerstag bis Sonntag) seiner Mannschaft beschert. Bis Freitag ist trainingsfrei. Die meisten Profis nutzen die Zeit für einen Kurzurlaub. Allerdings geht es schon am nächsten Dienstag mit dem Heimspiel gegen den EHC Biel im Achtelfinale der Champions Hockey League weiter.

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Viel wichtiger aber ist die DEL. Und dort „stehen wir natürlich überhaupt nicht dort, wo wir stehen wollen“, sagt Tuomie. Aber die Saison sei noch lange. „Und wir sind mittendrin im Kampf um die Play-off-Plätze.“ Der Charakter der Mannschaft sei gut, keiner gebe auf. „Wir dürfen jetzt nicht zerbrechen, und das werden wir auch nicht.“

Lothar Sigl sieht keinen Grund für eine Trainerdiskussion beim AEV

Volle Unterstützung bekommt der Trainer von seinem Vorgesetzten. Panther-Hauptgesellschafter Lothar Sigl sieht keinen Grund, „jetzt eine Trainerdiskussion anzufangen. Viele unserer Spiele standen auf Messers Schneide. Wir haben Torchancen und Siegchancen. Ich sehe nicht, dass da was im Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft zerbrochen ist, oder dass er keine Lösungen mehr anbieten kann.“ Trotzdem ist aber auch Sigl nicht zufrieden mit dem Ist-Zustand der Augsburger Panther. „Wir hätten uns sicher ein paar Punkte mehr erhofft. Man kann nicht unbedingt zufrieden sein momentan, das ist sicher nichts, was einen zu Jubelarien veranlassen würde. Es hätte schon gerne etwas entspannter sein dürfen.“

Panther-Boss Lothar Sigl will keine Trainerdiskussion aufkommen lassen.
Bild: Ulrich Wagner

Wie Tuomie hofft auch Sigl auf die heilende Kraft der Länderspielpause. Körperlich und mental sei die dringend nötig. Er hat vor allem fehlendes Selbstvertrauen als Problemfeld ausgemacht. „Das ist uns irgendwo auf dem Weg verloren gegangen, warum auch immer.“ Der Mannschaft falle es momentan schwer, 60 Minuten konstant auf einem Niveau durchzuspielen. „Dazu kommt, dass wir derzeit Probleme beim Torabschluss haben.“

Augsburger Panther: Lothar Sigl hofft auf die Rückkehr von Drew LeBlanc

Auch deshalb hoffen er und Tuomie vor allem auf die Rückkehr von Drew LeBlanc. Der Spielmacher fehlt den Panthern an allen Ecken und Enden. „Ich will keine Entschuldigungen suchen, aber unser Top-Mittelstürmer ist schon seit Wochen nicht dabei und das heißt wirklich viel. Er hat einen Punkt pro Spiel gemacht, er führt eine Sturmreihe, er führt unser Powerplay, er nimmt viel Eiszeit und hat oft die Scheibe“, zählt Tuomie auf. Noch aber leidet der US-Amerikaner an den Folgen einer Gehirnerschütterung, die er sich Mitte Oktober im CHL-Spiel gegen Liberec zugezogen hat.

Die zweite Personalie, an der sich die momentane Krise exemplarisch festmachen lässt, heißt Mitch Callahan. Der US-Amerikaner wurde im Sommer verpflichtet, als feststand, dass der letztjährige Top-Scorer Matt White die Panther in Richtung Russland verlässt. Callahan allerdings hat in 17 DEL- und sechs CHL-Spielen keinen einzigen Treffer erzielt. Noch kein Grund zur Panik, sagt Sigl. „Er gibt alles für die Mannschaft. Aber dass er momentan noch ohne Tor ist, da hatten wir uns natürlich mehr erhofft. Aber ich sehe ihn vor allem defensiv verbessert und wertvoll. Er ist in jedem Spiel knapp dran an einem Treffer. Wir machen weiter und irgendwann wird der Knoten platzen.“

Sigl: "Wir sind nun mal in der CHL und wollen dort jedes Spiel gewinnen."

Sicher scheint nur, dass der Nachteil der Zusatzbelastung in der CHL die anfängliche Euphorie verdrängt hat. Für Sigl ist das aber keine Ausrede. „Wir sind nun mal in der CHL und wollen dort jedes Spiel gewinnen. Das werden wir auch gegen Biel wieder versuchen.“

Finanziell wäre der Einzug ins Viertelfinale wahrscheinlich der Schritt in die schwarzen Zahlen. Bisher ist die CHL durch die hohen Reisekosten aus der Vorrunde und den anfangs niedrigen Prämien ein Minusgeschäft.

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