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Augsburger Panther

28.11.2018

Fünf Gründe, warum die Panther derzeit so gut sind

Mit vier Toren und acht Vorlagen glänzte bislang Augsburgs Verteidiger Simon Sezemsky. Der gebürtige Füssener spielte sich mit starken Leistungen in die Nationalmannschaft.
Bild: Siegfried Kerpf

Nach einem Stotterstart siegen sich die AEV-Profis auf den dritten Rang und sind derzeit kaum zu bremsen. Nur ein Mann bremst die Euphorie.

Das übliche Muster sieht so aus: Die Augsburger Panther starten furios in die Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Parallel mit den Temperaturen fallen jedoch die Augsburger in den Keller. Aktuell ist alles anders. Nach einem Stotterstart zählt die Mannschaft von Trainer Mike Stewart zur DEL-Spitze. Nur Mannheim (51) und München (46) sind derzeit besser. Fünf Gründe für den Höhenflug des AEV (43) auf Platz drei.

1. Grund: Der Kader

Nach dem enttäuschenden zwölften Platz in der vergangenen Spielzeit machte Trainer Mike Stewart, der zugleich als General Manager die Mannschaft zusammenstellt, einen radikalen Schnitt. Mit neun Neuzugängen veränderte er das Gesicht des Teams und richtete es neu aus. „Wir wollen robuster werden und zugleich nicht an Geschwindigkeit verlieren“, sagt der Austro-Kanadier. Im Sturm glänzt der Alt-Panther Matt White. Der US-Amerikaner belegt in der DEL-Scorerwertung mit zwölf Toren und 15 Vorlagen den zweiten Platz hinter dem Iserlohner Jon Matsumoto (10/19). Überragend wie in den beiden vergangenen Jahren legt Spielmacher Drew LeBlanc für seine Mitspieler auf (17 Pässe) oder trifft selbst (6). Aber auch Neuzugang Matt Fraser glänzte zuletzt beim 6:1 gegen Wolfsburg mit einem Dreierpack.

2. Grund: Die Taktik

Mike Stewart richtete einige deutliche Worte an seine Mannschaft.
Bild: Kerpf

Modernes Hockey, so das Credo von Stewart, geht nur über Tempo. Der Coach setzte zwar auf etwas schwerere, aber trotzdem schnelle Spieler, die den Gegner tief im eigenen Drittel unter Druck setzen und einen geordneten Spielaufbau erst gar nicht ermöglichen. „Unsere Spielweise passt zu unserem Team, und man sieht, dass wir von vorne bis hinten Tiefe im Kader haben“, sagt der AEV-Coach. Zuletzt feierten die Augsburger vier Siege in Serie.

3. Grund: Das Herzstück

Patrick McNeill kam im Sommer aus Ingolstadt nach Augsburg.
Bild: Jan Huebner

Die Abwehr ist stabiler und torgefährlicher als vor einem Jahr. Der ehemalige Ingolstädter Patrick McNeill (5 Tore/10 Assists) lenkt das Powerplay. Daneben reift der Füssener Simon Sezemsky zum Nationalspieler. Der Kanadier Brady Lamb und Kapitän Steffen Tölzer bilden das Herz der Mannschaft. Aber auch der stabile Düsseldorf-Neuzugang Henry Haase, Scott Valentine als einer der härtesten DEL-Checker und der bald 40-jährige Arvids Rekis geben der einst wackligen Hintermannschaft Halt. „Vor einem Jahr haben wir viele Spiele mit einem Tor Unterschied verloren. Jetzt stehen wir stabiler“, sagt Trainer Stewart und betont, dass auch die Stürmer nach hinten arbeiten müssen: „Im Laufe der Saison haben die Jungs unsere Systeme kapiert und jeder glaubt daran.“ Außerdem genießt Stewart ungewohnten Luxus mit zwei überzähligen Spielern. „Das kennen wir in Augsburg nicht so, das heizt den Konkurrenzkampf an“, sagt Kapitän Tölzer.

4. Grund: Die Torhüter

Die beiden Torhüter des AEV: Olivier Roy (rechts) und Markus Keller.
Bild: Ulrich Wagner

Der Kanadier Olivier Roy und der aus Kassel zurückgekehrte gebürtige Augsburger Markus Keller bilden ein unspektakuläres, aber solides Duo. Mit einer fast identischen Fangquote von knapp 92 Prozent aller auf sie abgegebenen Schüsse rangieren die beiden auf den Rängen fünf und sechs der Liga. Das beste Paar der DEL.

5. Grund: Das Saisonziel

Mindestens Rang zehn und damit die Play-offs peilen die Augsburger immer an. „Aber intern schauen wir schon auf Platz sechs und die direkte Viertelfinal-Qualifikation. Wir wollen einfach so weit wie möglich nach oben“, sagt Kapitän Tölzer. Um Rang drei zu verteidigen, wären weitere Punkte am Freitagabend in Straubing oder am Sonntag (14 Uhr) im Heimspiel gegen Krefeld hilfreich. Trotz der Jubelszenen seiner Angestellten bremst Hauptgesellschafter Lothar Sigl die Euphorie. Es sei noch nicht einmal die Hälfte aller 52 Punktspiele absolviert: „Die Liga ist so ausgeglichen, da darfst du dich nie sicher fühlen.“

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