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Augsburger Panther

10.10.2017

Jonathan Boutin ist einer der wichtigsten Männer beim AEV

Jonathan Boutin im Gespräch mit Trainer Mike Stewart: Der Panther-Torwart zeigte zuletzt ansteigende Form.
Bild: Siegfried Kerpf

Jonathan Boutin startete wacklig in die Saison. Zuletzt zeigte sich Trainer Stewart jedoch zufrieden. Ex-Torwart Leonardo Conti erzählt, wie er selbst Krisen gemeistert hat.

Am Montag versucht Jonathan Boutin nicht eine Sekunde lang an seinen Job zu denken. „Am Vormittag schlafe ich aus und versuche nachzuholen, was ich am Wochenende verpasst habe. Und am Nachmittag geht es in den Stall zu den Pferden“, beschreibt der Torwart der Augsburger Panther seinen trainingsfreien Tag. Ausnahmsweise darf der Frankokanadier mit deutschem Pass dann auch sündigen und den ansonsten in seinem Speiseplan verbotenen, aber heiß geliebten Käse genießen.

Der Schlussmann bot am Sonntag in Berlin seine vielleicht beste Leistung in der aktuellen Saison der Deutschen Eishockey-Liga. Aus dem Spiel heraus gelang dem Spitzenteam in 65 Spielminuten kein Treffer. Nur per Penalty brachten die Eisbären den Puck an Boutin vorbei und gewannen mit 2:1. Auch davor beim 3:2-Heimerfolg der Panther gegen Wolfsburg hatte der 32-Jährige nur zwei Mal hinter sich greifen müssen. Die Augsburger, die mit 39 Gegentoren die meisten Treffer aller 14 DEL-Mannschaften kassieren, stehen in der Abwehr wieder stabiler. Das liegt nicht nur, aber auch am Torhüter, der seine schwankenden Leistungen nicht schönreden will. „Das erste Spiel in Düsseldorf (die Panther gewannen 4:2, Anm. d. Red.) war okay. Aber danach war ich nicht immer zufrieden mit mir“, blickt Boutin selbstkritisch zurück.

Beim Eishockey spielt sich das meiste im Kopf ab

Im Training hat der Schlussmann nur Kleinigkeiten in der Aufwärmphase verändert, ansonsten zeigt sich der 1,88 Meter große Mann mit Schuhgröße 49 pragmatisch: „Ich muss mich auf meinen Job konzentrieren und die Pucks fangen.“ Klingt in der Theorie einfach ist es in der Praxis nicht immer. Leonardo Conti erinnert sich an seine aktive Zeit. „Man darf keine negativen Gedanken aufkommen lassen. Meine besten Spiele habe ich gemacht, wenn ich mir gesagt habe: Kommt her, schießt nur, ich halte alles“, erzählt der Ex-Nationaltorhüter, der im Panther-Marketing arbeitet. Besondere Trainingsformen machen keinen Sinn, denn das meiste spiele sich im Kopf ab. Oder, so drückt es AEV-Mentalcoach Ulf Wallisch aus: Gewonnen oder verloren wird zwischen den Ohren.

Trainer Mike Stewart hatte an der Leistung von Jonathan Boutin in Berlin ebenfalls nichts auszusetzen: „Das war der nächste Schritt in die richtige Richtung. Er hat alles gehalten, was zu halten war.“ Nach seiner eigenen Statistik – Stewart vertraut dem offiziellen Zahlenmaterial der DEL nicht in allen Bereichen – stoppte die Augsburger Nummer eins alle 30 Schüsse der Berliner. Davor gegen Wolfsburg entschärfte der Schlussmann 31 von 33 Versuchen. Innerhalb der DEL liegen die Panther-Schlussmänner bei der Fangquote (siehe Infokasten) auf den Rängen zwölf (Ben Meisner) und 15 (Boutin). Direkt vor Boutin liegen auf Rang 14 der Finne Petri Vehanenen (Berlin) und der Schwede Gustav Wesslau (Köln) auf Platz 13 – die beiden gelten als DEL-Toptorhüter.

Ab dem heutigen Dienstag bereiten sich die Augsburger auf die Partien am Freitag in Bremerhaven und das Heimspiel am Sonntag (19 Uhr) gegen Mannheim vor. Ob Stürmer Drew LeBlanc wieder in den Kader zurückkehrt ist noch offen. Am vergangenen Samstag trainierte der Spielmacher zwar mit dem Team, doch ein Punktspiel-Einsatz kam wegen muskulärer Probleme im Oberkörper noch nicht in Frage.

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