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ERC Ingolstadt

21.08.2008

Laporte bittet sein Team zur Video-Schulung

Benoit Laporte.

Zu viel Fernsehen verdirbt bekanntlich die Augen. Ob die Akteure der Ingolstädter Panther in den nächsten Tagen aus diesem Grund einen Augenarzt aufsuchen müssen, erscheint zumindest fraglich, obwohl Trainer Benoit Laporte in dieser Woche zahlreiche Video-Sitzungen anberaumt hat.

Die erste "Session" folgte bereits vor der gestrigen Vormittags-Eiseinheit um neun Uhr. "Wir haben hier speziell die Bereiche Über- und Unterzahl unter die Lupe genommen und anschließend im Training daran gearbeitet", berichtet Laporte.

Um Punkt 16 Uhr folgte dann die zweite Video-Schulung, in der es "unter anderem ums Forechecking und taktisches Verhalten in bestimmten Situationen" ging. Auch am heutigen Dienstag (10 Uhr) bittet der Frankokanadier seine Schützlinge - unmittelbar vor einer kurzen Trainingseinheit auf dem Eis - erneut zu einer Video-Frequenz. "Dann wird sich alles um das Thema Strategie drehen", verrät Laporte - exakt das, was er am vergangenen Samstag bei der 3:6-Niederlage gegen Augsburg bei seiner Mannschaft vermisst hatte: "Wir haben ohne Struktur und Strategie gespielt. Aber genau das erwarte ich künftig von meinem Team."

Ein weiterer Fortschritt in diesen Bereichen soll schon heute Abend (19.30 Uhr) erkennbar sein, wenn die Schanzer in der heimischen Saturn-Arena die London Knights empfangen. Allerdings handelt es sich dabei nicht - wie der Name vermuten lässt - um eine Truppe aus Großbritannien, sondern vielmehr aus Kanada, die in der Ontario-Hockey-League beheimatet ist. "Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, was da auf uns zukommt", erklärt Laporte, der sich "aber ohnehin nur auf die Leistung meiner Mannschaft" konzentrieren möchte: "Wir wollen geduldig spielen und unsere Taktik bestmöglich umsetzen."

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Auch Supertalent Sam Gagner steht im Aufgebot

Dass es die Schanzer dabei nicht mit "Fallobst" zu tun bekommen, zeigt ein Blick auf die aktuelle Kaderliste der London Knights. Neben zwölf Akteuren aus der American Hockey-League (unter anderem Rob Schremp und Marc Pouliot/beide Springfield Falcons) stehen sogar vier NHL-Cracks im Team: Marc Methot (Columbus), Kyle Quincey (Detroit), Drew Larman (Florida) sowie das 19-jährige "Supertalent" Sam Gagner, der es in der vergangenen Saison bei den Edmonton Oilers auf 49 Scorerpunkte brachte.

"Die Knights befinden sich momentan auf einer Europa-Tournee und bestreiten dabei zahlreiche Testspiele gegen Klubs aus Österreich und Deutschland. Einige Akteure wollen sich dabei natürlich auch für ein Engagement anbieten", sagt Manager Tobias Abstreiter. Bei ihren bisherigen Auftritten in Deutschland kamen die Kanadier zu zwei Siegen (gegen Ravensburg/5:4 und Straubing/4:3 n.P.) und einer Niederlage (2:6 gegen Landshut).

Wieder zurückgreifen kann Coach Benoit Laporte heute Abend auf Verteidiger Michael Bakos (zuletzt Magen-Darm-Grippe), während Glen Goodall (stieg gestern wieder ins Mannschaftstraining ein), Doug Ast (wird wohl am Mittwoch zurückkehren) und Yannic Seidenberg (Aufbautraining nach Kreuzband-OP) weiter pausieren. Ein Fragezeichen steht zudem heute Abend hinter den Einsätzen der angeschlagenen Duncan Milroy und Yves Sarault, die bei den gestrigen Einheiten nicht dabei waren.

l Suche nach drittem Torhüter läuft weiter: Nach der "Zwangsabsage" von Peter Holmgren (besitzt zwar einen deutschen Pass, doch müsste Holmgren erst zwei Jahre in Deutschland spielen, um eine Förderlizenz zu erhalten, da er erst dann fürs Nationalteam spielberechtigt ist) wird sich am morgigen Mittwoch mit Fritz Hessel (Back up-Goalie in Kaufbeuren) ein neuer Kandidat im Training präsentieren.

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