Augsburger Panther

30.11.2018

Straubing bremst den AEV aus

Für Mike Stewart und seine Panther gab es in Straubing nur einen Punkt.
Bild: Siegfried Kerpf (Archiv)

Zwei prominente Ausfälle, langwieriger Stau auf der Hinfahrt, ein frühes Gegentor: Die Augsburger Panther erleben im Derby in Straubing einen Abend zum Vergessen.

Die Panther-Party ist vorerst zu Ende: Unter erschwerten Bedingungen angetreten, konnte der AEV am Freitagabend in Straubing nicht an die Leistungen der Vorwochen anknüpfen und kassierte beim 1:2 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) nach Verlängerung wieder einmal eine Niederlage.

Die Fahrt an den Straubinger Pulverturm stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Da war zunächst der Ausfall zweier Schlüsselspieler: Verteidiger Scott Valentine war nach seinem Faustkampf im Wolfsburg-Spiel für eine Partie gesperrt worden , AEV-Topscorer Matt White musste kurzfristig ebenfalls passen. Doch nicht nur personell gab es Anlass zu Verärgerung: Da der Teambus stundenlang im Stau stand, kam der AEV erst rund 60 Minuten vor Spielbeginn im Stadion am Pulverturm an.

Und so begann das Spiel, wie zu befürchten stand: 72 Sekunden waren erst gespielt, da schloss Straubings Rechtsaußen Laganière einen Konter zum frühen 1:0 ab. Eine Reaktion der geschlauchten Augsburger blieb zunächst aus, da außergewöhnliche Unkonzentriertheiten den Spielfluss von zuletzt mehrmals behinderten.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Straubing-Goalie Zatkoff patzt: Sezemsky gleicht für Augsburg aus

Die Gastgeber dagegen setzten gefährliche Nadelstiche, standen defensiv sicher und waren klar überlegen. Thomas Holzmann, neu in den AEV-Kader gerückt, wollte die erschwerte Spielvorbereitung nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir waren anfangs körperlich nicht bereit und haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Das war zu passiv.“

Auch der Mittelabschnitt begann aus AEV-Sicht zäh. Umso überraschender fiel dann der Ausgleich, als Sezemsky nach einem kapitalen Bock von Straubing-Goalie Zatkoff abstaubte (28.). Jetzt waren die Panther wachgeküsst – und mit ihnen das Spiel, das nun auf beiden Seiten beste Chancen bot.

Das Schlussdrittel hatte außer einem kurzen Faustkampf zwischen Hans Detsch und Straubings Marcel Brandt nur wenig Unterhaltungswert. Es ging in die Verlängerung, die Stefan Loibl, der beste Mann auf dem Eis, nach knapp einer Minute für die Straubinger entschied. AEV-Torschütze Sezemsky war nach dem Spiel dennoch zufrieden: „Mit dem Punkt können wir heute gut leben.“

Am Sonntag (14 Uhr) peilen die Panther gegen Krefeld zumindest den sechsten Heimsieg in Folge an. Rund um das Spiel gibt es beim „Familientag“ der Augsburger Allgemeinen ein buntes Rahmenprogramm für Pantherfans. (kmax)

Straubing Tigers - Augsburger Panther 2:1 n.V. (1:0, 0:1, 0:0)

Aufstellung: Roy – Lamb, Haase; Tölzer, Sezemsky; Rekis, McNeill; Rogl – Trevelyan, LeBlanc, Hafenrichter; Schmölz, Ullmann, Detsch; Holzmann, Gill, Fraser; Sternheimer, Stieler, Payerl

Tore: 1:0 Laganière (1:12), 1:1 Sezemsky (27:12), 2:1 Loibl (60:55)

Strafminuten: 12 + 10 Brandt / 16 + 10 Detsch

Zuschauer: 3799

Schiedsrichter: Lukas Kohlmüller (München), Aleksi Rantala (Finnland)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
KER00796_27-11-18.jpg
Augsburger Panther

Marco Sternheimers harter Weg zum Eishockey-Profi

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen