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Augsburger Panther

11.01.2019

Torwart Keller erhält gegen Iserlohn den Vorzug vor Roy

Vor dem Spiel der Augsburger Panther in Iserlohn spricht AZ-Sportredakteur Milan Sako mit Torwart Markus Keller. Der gebürtige Augsburger nennt die Gründe für die sportliche Krise des AEV und sagt, wie seine Mannschaft im Sauerland gewinnen will.
Video: Milan Sako

In Iserlohn hütet der gebürtige Augsburger das Panther-Tor. Der 29-Jährige nennt die Gründe für die AEV-Krise und sagt, worauf es im Sauerland ankommt.

Für ihr Torhüter-Duo ernten die Panther viel Lob. Der Kanadier Olivier Roy ist die erklärte Nummer eins von Trainer Mike Stewart, aber auch Markus Keller kam in dieser Spielzeit in 17 von 38 Partien zum Einsatz. Im einzigen Wochenend-Match am Freitag Abend in Iserlohn setzt der Trainer auf den gebürtigen Augsburger. Vielleicht auch deshalb, weil Roy im jüngsten Heimspiel gegen die DEG unglücklich vom eigenen Verteidiger Henry Haase mit einem Check am Kopf getroffen wurde. Leicht benommen kassierte der Kanadier noch zwei Treffer ehe er ausgetauscht wurde.

Keller wird gegen die Roosters sein 18. DEL-Match der Saison in Angriff nehmen. Für die Negativserie mit zuletzt drei Niederlagen in Folge hat der 29-Jährige eine Erklärung: „Wir schießen weniger Tore bei fünf gegen fünf, wir kassieren mehr Tore, das Unterzahlspiel ist aktuell nicht so stark. Bei allem fehlt ein Stück und deshalb reicht es nicht für Punkte.“ Auswärts warten die Augsburger seit dem 21. Dezember als ein 2:1 in Berlin gelang, auf ein Erfolgserlebnis. Im Sauerland liegt das Augenmerk auf der eigenen Abwehr. „Wir müssen defensiv gut stehen. Die Iserlohner sind daheim stärker als auswärts und vor allem in der Offensive stark“, sagt der Torwart.

Valentine, Rekis und Ullmann fehlen

Allerdings müssen die Panther weiter auf zwei ihrer zuverlässigsten Verteidiger verzichten. Arvids Rekis erholt sich noch von einem harten Check aus dem Bremerhaven-Match am 2. Januar. Der Lette trug eine starke Kopfprellung davon, aber offenbar keine Gehirnerschütterung. Scott Valentine wurde mittlerweile am Knie operiert. Das Ärzteteam rechnet nach dem kleinen Eingriff mit einer Ausfallzeit von drei bis vier Wochen. Auch Ex-Nationalstürmer Christoph Ullmann pausiert noch mindestens drei Wochen lang. Mit sechs Verteidigern können die Panther jedoch gut agieren sagt Coach Stewart und fügt an: „Wir haben nur eine Partie am Wochenende und werden alles in dieses Match investieren. Es ist Zeit, dass wir auswärts wieder gewinnen. Wir brauchen die Punkte unbedingt.“

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Iserlohns Manager Mende erleidet Schlaganfall

Die aktuelle Bilanz spricht für Augsburg. Das erste Auswärtsspiel gewannen die Panther nach einer turbulenten Torfolge und Treffern von Christoph Ullmann (2), David Stieler, Simon Sezemsky, Matt White, Daniel Schmölz und Adam Payerl mit 7:6. Im Curt-Frenzel-Stadion schossen Drew Leblanc mit einem Doppelpack, Daniel Schmölz und Patrick McNeill einen 4:2-Erfolg heraus. Iserlohn erlebt auf und neben dem Eis eine schwierige Saison. Der langjährige Manager Karsten Mende erlitt am zweiten Weihnachtstag einen Schlaganfall.

Sportlich hinkt die Mannschaft den Erwartungen weit hinterher. Die Entlassung von Trainer Rob Daum Ende November brachte nicht die erhoffte Wende. Die Mannschaft, die vor der Saison mit Torjäger Jon Matsumoto (kam vom Meister München, stürmte zuvor für den AEV) oder auch Ex-Panther Evan Trupp verstärkt worden war, besitzt nur noch theoretische Chancen auf die erste Play-off-Runde. Als Zwölfter mit 35 Punkten beträgt der Rückstand auf den Zehnten Krefeld bereits 16 Punkte. Torjäger der Iserlohner ist der Kanadier Anthony Camara mit 17 Treffern, gefolgt von Matsumoto (14) und Lean Bergmann (11).

Der AEV behält trotz des jüngsten Durchhängers die direkte Viertelfinal-Qualifikation im Blick. Torwart Markus Keller sagt: „Wir wollen in den Top Sechs bleiben und nicht in die Pre-Play-offs. Dafür werden wir alles tun.“

Wir wollen wissen, wen unsere Leser für den besten Panther des Jahres halten.

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Bild: Ulrich Wagner
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