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Augsburger Panther

20.11.2019

Verletzung von Olivier Roy: Panther bangen um ihren Torwart

Sieht nicht gut aus: Für Panther-Keeper Olivier Roy ist das Spiel in Biel vorbei, Brady Lamb und der Panther-Physiotherapeut Oliver Rönsch helfen ihm auf die Beine.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Die Nummer eins verletzt sich in Biel am rechten Knie - die Augsburger Panther befürchten eine schlimme Verletzung. Für das Team wäre das ein schwerer Verlust.

Eishockeytrainer und Spieler gelten als auskunftsfreudig - mit einer Ausnahme. Wenn es um Verletzungen geht, werden sie einsilbig und flüchten in die seltsame Sprachregelung: Oberkörper- oder Unterkörperverletzung. Auch um dem Gegner keine Informationen über eigene Schwachstellen zu geben. Doch am Dienstagabend gab es nichts zu verheimlichen.

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Augsburgs Torwart Olivier Roy verletzte sich beim 1:2 der Panther im Champions-League-Achtelfinale in der 57. Minute ohne Fremdeinwirkung bei einem Ausfallschritt. Mit schmerzverzerrtem Gesicht und angewinkelten rechten Knie fuhr der Kanadier vom Eis und humpelte sofort in die Umkleide. Ersatzmann Markus Keller übernahm. "Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist. Aber ich weiß es nicht, wie schwer es ihn erwischt hat und wie lange er ausfällt", sagte Trainer Tray Tuomie unmittelbar nach dem Match.

Der Torwart reiste mit dem Mannschaftsbus in der Nacht nach Augsburg, wo am Mittwoch eingehende Untersuchungen anstanden. Die Hoffnung der Panther-Verantwortlichen ist, dass es sich um eine Muskelverletzung handelt und nicht um einen Bänder-Riss im Knie. Einige im Umfeld der Panther hatten einen Kreuzbandriss befürchtet. Nach Aussage des Klubs könne das genaue Ausmaß der Verletzung wohl erst am Donnerstag ersichtlich sein.

Verletzung von Olivier Roy: Panther bangen um ihren Torwart

Ein Ausfall von Roy würde die Augsburger Panther hart treffen

Ein langfristiger Ausfall der Nummer eins würde die Panther hart treffen, denn Roy avancierte in den vergangenen zwölf Monaten zum großen Rückhalt des AEV. In den Play-offs im Frühjahr bissen sich sowohl Düsseldorf als auch der EHC München im Halbfinale schier die Zähne an dem 28-jährigen Keeper aus. Und: Während Roy im bisherigen Saisonverlauf zu alter Stärke zurückgefunden hat, zeigte der im Vorjahr ebenfalls sehr starke Ersatzmann Markus Keller zuletzt Nerven. Seine Fangquote ist mit 81,25 Prozent unterdurchschnittlich.

Der AEV hat noch zwei Ausländer-Lizenzen offen

Im jüngsten Auswärtsspiel in Krefeld kassierte Keller in den ersten sieben Minuten aus fünf Schüssen drei Tore und musste seinen Platz früh räumen. Allerdings ließ die Defensive jegliche Ordnung vor dem eigenen Tor vermissen, denn auch der eingewechselte Roy kassierte noch zwei Gegentreffer im ersten Drittel. Bei einem langfristigen Ausfall von Roy müsste der DEL-Klub wohl reagieren und einen Torwart verpflichten. Die Suche nach einem Schlussmann auf dem deutschen Spielermarkt ist schwierig, die Panther haben aber noch zwei Ausländer-Lizenzen offen.

Scott Kosmachuk war zuletzt für die Colorado Eagles im Einsatz. Der 25-jährige Kanadier kommt auf acht NHL-Einsätze für Winnipeg.
28 Bilder
Augsburger Panther: Der AEV-Kader für die Saison 2019/20
Bild: Siegfried Kerpf

Angesichts des Schockmoments geriet das Aus im CHL-Achtelfinale in Biel fast zur Nebensache. Erst in der Verlängerung gelang Biels Torjäger Toni Rajala das entscheidende 2:1. In der regulären Spielzeit hatte AEV-Spielmacher Drew LeBlanc die Schweizer Führung ausgeglichen. In allen acht CHL-Partien blieb die Mannschaft von Tray Tuomie in der regulären Spielzeit unbesiegt, entsprechend positiv zeigt sich der AEV-Coach. "Es war eine unglaubliche Erfahrung für uns, für den gesamten Klub. Ich finde wir haben uns super präsentiert. Wir haben gezeigt, dass wir es verdient haben in der CHL dabei zu sein", sagte Tuomie und fügte an: "Leider ist unsere Reise heute zu Ende."

Am Freitag kommt Bremerhaven um 19.30 Uhr ins Curt-Frenzel-Stadion, am Sonntag geht es zu den Eisbären Berlin. Im Gegensatz zum europäischen Wettbewerb kommt der AEV in der Liga als Zwölfter nicht richtig in Tritt. Trainer Tuomie appelliert an seine Profis: "Der Ligenbetrieb ist auch wichtig. Man spielt 52 Spiele und ist mental vielleicht einen Tick entfernt, aber das müssen wir abstellen. Jetzt können wir uns auf die DEL konzentrieren."

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