Augsburger Panther

30.01.2015

Zieht es Riefers schon wieder weg?

Philip Riefers in Aktion: Hier enteilt der Panther-Stürmer zwei Mannheimern. Der Augsburger erzielte bislang vier Tore für die Augsburger, nächste Woche wird er in der Nationalmannschaft eingesetzt.
Bild: nordphoto

Philip Riefers begann die Saison in Köln, heute spielt er mit den Panthern gegen Nürnberg, dann geht es zur Nationalmannschaft und 2015/16 wird vieles neu sein.

Für Philip Riefers ist es eine „durchwachsene Saison“. Zunächst lief es beim Vizemeister Kölner Haie nicht rund, im November wechselte er im Tausch mit Sebastian Uvira aus dem Rheinland nach Augsburg und machte mit den Panthern "die frustrierende Erfahrung", was es heißt, dem Erfolg hinterherzulaufen.

Da ist es für den gebürtigen Krefelder schön, nach dem Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers (heute 19.30 Uhr) Abwechslung zu bekommen. Riefers fliegt mit der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag nach Wien, von dort geht es weiter ins slowakische Banska Bystrica zum Slovakia Cup mit Spielen gegen die Schweiz und die Slowakei.

Riefers freut sich auf seine Länderspiele drei und vier. Bei den Panthern erlebt er jenen verhängnisvollen Sog aus Niederlagen, sinkendem Selbstvertrauen und Fehlern im Bemühen um die Wende. "Wir haben in einigen Partien so deutlich geführt, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen hätten dürfen. Vielleicht waren wir da einfach zu übereifrig und übermotiviert", meint der 24-Jährige.

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Hauptgesellschafter Lothar Sigl hat sich die Ergebnisse genau angesehen. Seit dem Trainerwechsel von Larry Mitchell auf Greg Thomson hat die Mannschaft 15 von 21 Spielen verloren. "Elf davon mit einem Tor Unterschied, wenn ich Empty-Net-Goals nicht berücksichtige", so Sigls bittere Erkenntnis. Seine Botschaft: Es fehlten oft nur Kleinigkeiten. Seine Schlüsse: "Das werden wir in aller Ruhe analysieren und entsprechend darauf reagieren."

Die Ice Tigers als Panther-Schreck

Die Mannschaft hat noch acht Vorrundenspiele vor sich. "Davon wollen wir möglichst viele gewinnen", gibt Kapitän Steffen Tölzer als Ziel aus – in dem Wissen, dass gerade der heutige Gast aus Nürnberg die Panther in dieser Saison vor sehr viele unlösbare Probleme stellte. 1:5, 1:4, und 2:4 verloren die Augsburger gegen die Franken, die 17 Punkte mehr einspielen konnten als das Thomson-Team.

Die Play-off-Chancen sind nur noch für Theoretiker existent, aber der Trainer sieht auch positive Aspekte. "Die Einstellung stimmt – auch wenn wir zuletzt zwei Spiele verloren haben und einige Stammkräfte ausfallen." Ryan Bayda, Mike Connolly, Louie Caporusso, Daniel Weiß, Chris Mason und Patrick Seifert werden fehlen, dafür kann Thomson wieder auf die Verteidiger James Bettauer und Arvids Rekis zurückgreifen. Im Training halfen zusätzlich Spieler des AEV-Teams aus der Deutschen Nachwuchs-Liga aus.

Angreifer Louie Caporusso ist zuversichtlich, dass er nach der Länderspielpause wieder eingreifen kann. "Meine Schulterverletzung ist noch nicht zu 100 Prozent auskuriert, aber ich bin nahe dran", versichert der Kanadier. Wie es nach dieser Saison sportlich für ihn weitergeht, darüber wisse derzeit vor allem sein Berater Bescheid. Jason Muzzatti stand 2000/2001 im Panther-Tor und sortiert nun die Angebote für den Mittelstürmer. "Ich habe mit Jason in letzter Zeit aber nur über meine Schulterverletzung gesprochen", lässt sich Caporusso nicht in die Karten blicken.

An seiner grundsätzlich positiven Meinung über Augsburg konnten auch die Vorfälle nach der Niederlage Anfang Januar in Straubing nichts ändern. Damals hatte ihn ein erboster Anhänger angerempelt. "Ich mag die Panther-Fans, auch wenn es einige gibt, die uns derzeit nicht mehr mögen." Das Curt-Frenzel-Stadion hält er sogar für "eine ganz besondere Arena".

Für Philip Riefers – er erzielte vier Treffer für die Panther – ist sie wohl nur eine Heimat auf Zeit. Er verrät nichts über seine weiteren Pläne, aber wie in der Branche zu hören ist, hatte er bereits vor dem Abstecher nach Augsburg für die nächste Saison einem anderen Arbeitgeber zugesagt.

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