ERC Ingolstadt

27.10.2013

Drei Punkte und eine Premiere

Klare Angelegenheit: John Laliberte (Zweiter von links), der einen Treffer erzielte, und Robert Sabolic (rechts) kamen gestern mit dem ERC Ingolstadt im Derby gegen München zu einem souveränen 4:1-Erfolg.
Bild: Xaver Habermeier

(NR) Ingolstädter Panther gewinnen das bayerische Derby gegen München mit 4:1. Youngster Eddy Rinke-Leitans erzielt dabei seinen ersten Treffer in der DEL

Der ERC Ingolstadt hat sich gestern erfolgreich für die 3:6-Auswärtsniederlage am Freitag beim amtierenden deutschen Meister Eisbären Berlin revanchiert. Vor der bisherigen Saison-Rekordkulisse von 4188 Zuschauern kam das Team von Cheftrainer Niklas Sundblad in der heimischen Saturn-Arena gegen Red Bull München zu einem ungefährdeten und hochverdienten 4:1 (1:0, 3:0, 0:1)-Erfolg.

Dabei dürfte dieser „Dreier“ vor allem für drei Akteure der Panther schon etwas „Besonderes“ gewesen sein: Während Stürmer Björn Barta das Bruderduell gegen Alexander für sich entschied, gelang Verteidiger Patrick Köppchen – eigentlich nicht gerade als Torjäger bekannt (traf in den vergangenen drei Spielzeiten jeweils nur einmal) – gegen seinen Ex-Verein, für den er von 2000 bis 2002 die Schlittschuhe schnürte und unter dem damaligen Namen „München Barons“ einmal ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft einzog, sein erster Saisontreffer. Und dann war da schließlich noch der große Auftritt von Eddy Rinke-Leitans. Der 22-jährige Deutsch-Lette, der sich während dieser Saison auch schon beim Kooperationspartner EV Regensburg beweisen musste (brachte es dort in drei Partien auf drei Treffer und drei Assists), erzielte in der 29. Minute nicht nur das zwischenzeitliche 4:0 für die Schanzer, sondern zugleich auch sein erstes DEL-Tor.

„Das ist natürlich ein großer Augenblick in meiner noch jungen Karriere“, strahlte der Youngster über das ganze Gesicht. Selbstredend, dass der Puck, mit dem ihm dieser Überzahltreffer gelang, nun einen „Ehrenplatz“ in seiner Wohnung bekommt. Abheben will Rinke-Leitans trotz dieses „einmaligen Erlebnisses“ sowie der Tatsache, dass ihn die ERCI-Anhänger sowohl während als auch nach der Begegnung lautstark feierten, freilich nicht: „Das war nur der erste Schritt. Ich muss noch sehr viel lernen und hoffe natürlich, dass noch weitere Tore folgen werden.“

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Überhaupt war es gestern ein nahezu rundum gelungener Spätnachmittag in der Saturn-Arena – sofern man mit dem ERC Ingolstadt sympathisierte. Nach der frühen Führung durch Patrick Köppchen (3.) hatte die teuer zusammengestellte und zumeist aus Individualisten bestehende Gäste-Truppe zwar durchaus Möglichkeiten zum Ausgleich. Doch Panther-Schlussmann Timo Pielmeier zeigte sich in dieser Phase – ebenso wie im weiteren Verlauf – gleich mehrfach in bestechender Form.

Entschieden war dieses Derby letztlich bereits nach 29 Minuten. Nachdem John Laliberte gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts ein schönes Zuspiel seines Sturmpartners Travis Turnbull frei stehend zum 2:0 über die Linie gedrückt hatte (22.), erwies Münchens Verteidiger Andy Wozniewski seiner Mannschaft einen Bärendienst. Der Neuzugang schlug ERCI-Stürmer Patrick Hager bei einem Zweikampf mit dem Stock vier (!) Zähne aus. Die Konsequenz: Während der Ingolstädter Kapitän die Fahrt ins Krankenhaus antreten musste, ging es für Wozniewski völlig zurecht mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig in die Kabine. Aus dieser Überzahl schlugen die Oberbayern durch Turnbull (26.) und eben Rinke-Leitans (29.) doppelt Kapital. Für die Münchner sprang nicht mehr als der 1:4-Ehrentreffer durch Di Salvatore (52.) heraus.

ERC Ingolstadt: Pielmeier – Schopper, Hambly; Periard, Conboy; Ficenec, Köppchen; Dinger – Gawlik, Hahn, Greilinger; Laliberte, Turnbull, Sabolic; Boucher, Hager, Oblinger; Rinke-Leitans, Barta, Claaßen. – Tore: 1:0 Köppchen (3.), 2:0 Laliberte (22.), 3:0 Turnbull (26.), 4:0 Rinke-Leitans (29.), 4:1 Di Salvatore (52,). – Zuschauer: 4188.

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