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ERC Ingolstadt
22.09.2019

Strauchelnde Panther

Nichts zu holen: Timo Pielmeier und Colton Jobke unterlagen mit dem ERC Ingolstadt in Wolfsburg (Torschütze Anthony Rech) mit 0:2.
Foto: Moritz Eden/City-Press

Der ERC Ingolstadt verliert in Wolfsburg mit 0:2. Warum die Defensivleistung diesmal stimmt, aber vorne kein Tor gelingt. Bei den Grizzlys steht ein Spieler besonders im Fokus.  

Das Ziel des ERC Ingolstadt für die Partie in Wolfsburg war deutlich. Nach 14 Gegentoren an den ersten drei Spieltagen wollte man zunächst hinten sicher stehen, möglichst wenig zulassen. Ein Vorhaben, das durchaus gelang, jedoch zulasten der Offensive ging. Bis zur 53. Minute traf dann auch keine der Mannschaften. Doch dann schlug Anthony Rech zu, Wolfsburg gewann am Ende mit 2:0.

„Wir hatten uns vorgenommen, hinten gut stehen“, fasste ERC-Goalie Timo Pielmeier, der erneut den Vorzug vor Jochen Reimer erhalten hatte, zusammen. „Leider haben wir vorne unsere Chancen nicht genutzt.“ In der Tat zeigten die Panther defensiv die beste Saisonleistung. Vorne allerdings fehlte ihnen Durchschlagskraft, die ebenfalls sicher stehenden Wolfsburger in Bedrängnis zu bringen. Damit verloren die Ingolstädter nach der 4:5-Heimpleite am Freitag gegen die Krefeld Pinguine auch das zweite Spiel am Wochenende, gingen in den jüngsten drei Partien als Verlierer vom Eis. Pielmeier: „Wir müssen positiv bleiben und analysieren, was wir falsch machen.“

ERC Ingolstadt: Gegentreffer aus spitzem Winkel

Allzu viele Fehler erlaubten sich die Panther in einer von Taktik geprägten Partie lange Zeit nicht und hatten die beste Chance im ersten Spielabschnitt. Doch David Elsner schaffte es nicht, den frei vor dem Tor liegenden Puck in den Maschen unterzubringen (3.). Auch das zweite Drittel bot wenig Spektakel. Matt Bailey (26.) und Kris Foucault (13.) hatten Möglichkeiten für die Gäste, Brent Aubin (31.), Nick Jones (37.) und Spencer Machacek (39.) für die Niedersachsen.

Richtig Fahrt nahm die Begegnung erst im Schlussabschnitt auf. Brandon Mashinter versuchte es zunächst mit einem Bauerntrick (43.), dann hatte Wolfsburg einige Abschlüsse. Doch Pielmeier verhinderte in Unterzahl mehrfach einen Gegentreffer (47.). Beinahe aus dem Nichts musste der Ingolstädter Schlussmann dann hinter sich greifen. Anthony Rech zog aus spitzem Winkel ab und fand die winzig kleine Lücke über Pielmeiers Schulter (53.).

Wolfsburg lag 1:0 vorn und verteidigte die Führung diszipliniert. Die Grizzlys kassierten in 60 Minuten keine Strafzeit, weshalb der ERC erstmals in der Schlussphase mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren durfte, als Trainer Doug Shedden Pielmeier früh (2:16 Minuten vor Schluss) zugunsten eines sechsten Feldspielers zog. Die Panther setzten sich zwar in der gegnerischen Zone fest, fanden aber kein Mittel, Wolfsburgs Torhüter Felix Brückmann zu überwinden.

Damit gehörte die Geschichte des Spiels zweifellos dem Goalie, der wegen einer schweren Hüft- und Beckenverletzung die gesamte vergangene Spielzeit verpasst hatte und sein DEL-Comeback mit einem Shutout krönte. Dementsprechend wurde der 28-Jährige von seinen Teamkollegen und den Grizzlys-Fans bejubelt.

ERCI: Die nächsten Gegner sind München und Mannheim

Letztendes hieß es aus ERC-Sicht sogar 0:2, da Armin Wurm praktisch mit der Schlusssirene den zweiten Wolfsburger Treffer erzielte. Damit haben die Panther nach dem 10:4-Coup in Schwenningen zum Saisonauftakt die folgenden drei Spiele verloren. Die Trendwende soll in der kommenden Woche gelingen, wenn zwei Heimspiele auf dem Programm stehen. Doch die Aufgaben könnten schwieriger kaum sein. Am Donnerstag (19.30 Uhr) ist Vizemeister Red Bull München zu Gast, am Sonntag (16.30 Uhr) Titelverteidiger Adler Mannheim. Pielmeier: „Bei diesen Gegnern muss jeder aufs Eis bringen, was er hat.“ (sb)

ERC Ingolstadt Pielmeier – Edwards, Sullivan; Friesen, Wagner; Schütz, Jobke; Pruden – Collins, Smith, Foucault; Simpson, Olson, Bailey; Elsner, Olver, D’Amigo; Detsch, Wohlgemuth, Mashinter. – Zuschauer 2502 – Tore 1:0 Rech (53.), 2:0 Wurm (60.).

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